24. Juni

Bevor wir den Top oft he World Highway in Angriff nehmen können, müssen wir mit einer kleinen Fähre den Klondike überqueren. Das dauert etwas länger, da ein WOMO vor uns vorne ausgesetzt hat und zuerst Bretter unterlegt werden müssen. Nach einer Stunde haben wir es geschafft und es geht los Richtung Grenze. Die Strasse ist teils Schotter, teils asphaltiert auf kanadischer Seite – aber häufig mit Frostschäden. Die Strasse erhielt ihre Bezeichnung wegen der eindrucksvollen Strassenführung entlang einer Kammlinie mit weiten Ausblicken über die Unendlichkeit des menschenleeren Landes. Nach ca. 80 km bei herrlichem Wetter und 22 Grad erreichen wir den einsamen Grenzübergang „Little Gold Creek/Poker Creek“ welcher nur vom Mitte Mai bis September geöffnet hat. Nun ist unser Primärziel erreicht. A L A S K A !!! Ein Plakat am Strassenrand weist uns darauf hin, dass wir nun Alaska Zeit haben.  Also 10 Stunden Differenz. Am Zoll läuft alles ohne Probleme und während die Frau unsere Pässe stempelt, bietet uns der Zöllner an, ein Erinnerungsfoto zu schiessen. Wo gibt es denn sowas!!!!

 

Kaum auf amerikanischer Seite, treffen wir auf eine niegelnagelneue Strasse. Wow so cool. Die Freude dauert genau 15 km und dann gibt es wieder eine rumplige Schotterpiste. Am Nachmittag erreichen wir den kleinen Ort „Chicken“.  Dort stehen noch drei Häuser aus der Goldrauschzeit, heute Shop, Cafeteria und Saloon. Hier treffen wir 2 Frauen aus Deutschland (Hilde und Barbara), die bereits seit einem Monat mit den Fahrrädern in Alaska unterwegs sind und nun nach Kanada fahren. Hochachtung!!

 

Der riesige Eimerketten-Schwimmbagger zum Goldwaschen ist längst stillgelegt und gammelt vor sich hin. Wir übernachten auf dem Chicken Creek RV Park und erkunden die Umgebung. An diversen Stellen versuchen Leute ihr Glück beim Goldwaschen.

25. Juni

Die Weiterfahrt über Tok nach Delta Junction ist eher reizlos. Auf den ersten 120 km gibt es keine einzige Ortschaft. In Tok wird noch Diesel aufgefüllt und in Delta Junction füllen wir wieder den Kühlschrank. Wir haben wegen des Grenzübertrittes alles geleert. Danach suchen wir einen Platz für die Nacht. Der erste Camping war total verlottert und wir fahren wieder ein Stück zurück. Hier finden wir einen Platz wo auch mal wieder ein bisschen Rasen ums WOMO ist. Auch die Duschen sind gut und sogar das Internet läuft wie geschmiert.

Abendstimmung auf dem Campingplatz. Es donnert schon gewaltig!!!