26. Juni

Am Morgen noch schnell Brot gekauft und dann geht es los Richtung Fairbanks. In Big Delta überqueren der Highway und die Trans-Alaska Pipeline den Tanana River. Hier kann man die an einer Hängebrücke fixierte Ölleitung aus der Nähe in Augenschein nehmen. Auf ziemlich holpriger Strasse erreichen wir noch vor dem Mittag Fairbanks und quartieren uns auf dem River's Edge RV park ein. Währen Wolfgang noch alles anschliesst inspiziere ich die sanitären Anlagen und treffe am Eingang auf Rosemarie, welche mit uns die Panamericana gefahren ist und der Zufall will es, dass sie genau den Platz neben uns vor reserviert hat. Wir trinken zusammen Kaffee und tauschen Erlebnisse aus. Danach fahren Wolfgang und ich in die Stadt und besichtigen das Ice Museum. War nicht gerade das Highlight des Tages. Zuerst fast 30 Minuten eine Dia Show und dann ein paar Skulpturen anschauen. Aus einem Stadtbummel wird nichts, denn der Himmel wird dunkel und es beginnt zu regnen. Wir essen unterwegs noch etwas und fahren zurück zum Campingplatz wo es dann so richtig los geht. Donner, Blitz und heftiger Regen bis in den späteren Abend. 

27. Juni

Es regnet und regnet und somit fällt die heute geplante Riverboot Fahrt auf dem Chena und Tanana River im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Also brechen wir wieder auf und fahren Richtung Denali. Aber auch hier ist es nicht besser und der Gipfel des 6'194 m hohen Mount Mc Kinley (seit 2015 heisst er offiziell Denali) ist nicht zu sehen. Wir fahren bis zum Byers Lake Camping wo wir uns mitten im Wald  einquartieren. Nach dem Essen wollen wir noch den See (ca. 8 km) umrunden. Mit Mückenjacke und gut eingesprüht marschieren wir auf einem schönen Weg am See entlang. Leider kommen wir nicht wirklich weit, denn eine Brücke welche zu überqueren ist, ist leider gesperrt. Also kehren wir zum WOMO zurück.

28. Juni

Wir erreichen Anchorage gegen Mittag und stellen uns auf den stadtnahen Golden Nugget RV Park. Anchorage stellt mit 300'000 Einwohnern mehr als 40% der Gesamtbevölkerung. Wir laufen ein Stück Richtung Stadt und bei einem Reifenhaus erkundigen wir uns nach Reifen für unser WOMO. Die Dame ist sehr nett und sucht im Computer nach geeigneten Reifen. Wir vereinbaren für morgen einen Termin damit de Monteur unsere Pneu besichtigen kann. Anschliessend fahren wir mit dem öffentlichen Bus in die Stadt. Der zentrale Bereich in Anchorage ist rasch abgehakt. Er entspricht den Blocks zwischen 4th und 6th Avenue mir vielen Shops und Restaurants. Cool ist auf alle Fälle das Gebäude des Visitor Centers sowie die Farbe des Feuerwahrautos und es gibt sehr viele Blumen in der Stadt. Leider auch viele Randständige und Betrunkene (auch Frauen). gegen Abend kehren wir wieder zurück und ein paar Plätze weiter entdecken wir das WOMO von Elisabeth und Armin. Nach dem essen sitzen wir fast bis Mittenacht zusammen und quatschen. Es ist ja die ganze Nacht hell und so hat man gar kein Zeitgefühl.

29. Juni

Kurz nach dem Frühstück erreicht uns noch die Meldung, dass mein Führerschein nun doch in Mexico angekommen ist. Was für eine Odysee. Wir fahren am Morgen gleich zum Pneuhaus.  Leider gibt es keine passenden Reifen für uns. Aber eine neu Adresse wo wir es versuchen sollen. Aber auch dort keine Chance und nach dem fünften Händler haben wir keine Lust mehr. Alle sind mega hilfsbereit und telefonieren rum. Wir sollen um 15.00 Uhr doch mal anrufen er würde abklären ob die Reifen bestellt werden können. Also fahren wir noch zu einem Spezialisten um unsere Scheibe zu zeigen. Er meint, reparieren würde nicht gehen aber wir könnten so auch ohne Probleme weiterfahren. Also werden wir die Scheibe wohl erst in der Schweiz ersetzen können. es ist schon verrückt, dass es in Mexico für alle möglichen Fahrzeuge aus Europa Ersatzteile gibt aber nirgendwo in USA oder Kanada. Nach dem Einkauf fahren wir auf dem Sterling Highway Richtung Homer vorbei an Seen und Flüssen und das Wetter hält sich auch. In Cooper Landing übernachten wir.