2. Februar

Morgens um 9.00 Uhr unternehmen wir unsere erste gemeinsame Grauwalbeobachtungstour. Mit den kleinen Booten kommen wir sehr nahe an die Wale mit ihren Kälbern ran. Ab und zu haben wir ein mulmiges Gefühl wenn diese riesigen Tiere cm unter dem Boot durchschwimmen und eigentlich nur mal kurz mit der Flosse ans Boot kommen würden. Aber alles geht gut und die Tiere fühlen sich absolut nicht bedroht. Anschliessend fahren wir nach San Ignacio auf den Rice and Beans Oasis RV Park. Hier gibt es Strom und wir können alle unsere Geräte aufladen. Zu sechst im kleinen WOMO von Jupp fahren wir gemeinsam in den kleinen Ort und besichtigen die Missionskirche San Ignacio de Kadakaaman. Mit ihren über einen Meter dicken aus Lavasteinen errichteten Mauern zählt sie zu den beeindruckendsten Kirchen der Baja California.

 

3. Februar

Zum Teil fahren wir heute der Küste entlang und anschliessend im Landesinneren in Serpentinen wieder auf Meereshöhe hinab. Im Ort Santa Rosalia welcher im Jahre 1880 von einer französischen Minengesellschaft gegründet wurde, machen wir einen Stopp. Die ehemalige Kupfermine wurde bis in 1950er betrieben und gehörte den Rothschilds. Eine architektonische Besonderheit ist die Iglesias Santa Barbara. Diese aus Stahlträgern und Blechen vernietete Kirche wurde von Gustaf Eiffel 1898 anlässlich der Weltausstellung in Paris gebaut und später hierhin transportiert. Wir übernachten an der Playa Santispac direkt am Strand ohne Versorgung. Hier stehen viele Kanadier mir ihren sehr grossen Mobilen. Nach einem langen Strandspaziergang wo wir bei den Mangroven einen ein Skelett von einem Delfinkopf sehen, geniessen wir den Nachmittag vor dem WOMO mit Blick auf die wunderschöne Bucht.

4.Februar

Wir fahren an der Bahia Conception mit traumhaften Buchten entlang weiter Richtung Süden.  Weiter führt uns die Strasse ins Landesinnere uns nach einigen Kilometern steigt die Strasse an. Wir durchqueren die Sierra de la Giganta. Danach geht es durch ein langgestrecktes mit Kakteen bestandenes Tal das in landwirtschaftliche  Nutzflächen übergeht. Kurz vor der Ortschaft Lopez Mateos hören wir ein komisches Geräusch im WOMO. Was kann das wohl sein. Wolfgang geht nach hinten und sieht, dass durch die kurvenreiche Strasse die Kaffeemaschine verrutscht ist und den Wasserhahn geöffnet hat. Dadurch ist das Wasser in die Besteckschublade und ca. 30 Liter auf dem Boden Richtung Führerhaus geflossen. Eine Riesensauerei. Wir fahren noch ein paar Meter bis zum Übernachtungsplatz und dann wird erst mal alles aufgewischt und alle Fenster werden geöffnet. In Lopez Mateos wird heute das Fest des Grauwals gefeiert und es sind massenweise Leute auf dem Parkplatz und es gibt eine grosse Kirmes. Wir werden zur zweiten Walbesichtigung abgeholt. Da es aber so viele Tagestouristen hat, sind viel zu viele Boote unterwegs und kaum zeigt sich ein Wal, steuern alle Boot dahin und die Leute machen einen höllischen Lärm. Dieser Ausflug hat sich überhaupt nicht gelohnt.

Der absolute Hammer war dann, als die auf dem Kirmesplatz loslegten. Die Musik war so laut und jeder der Schausteller wollte den anderen übertrumpfen. Wir stopfen mal die Ohropax rein und ich nehme eine ganze Schlafpille und ziehe die Bettdecke über den Kopf. Das ganz WOMO vibriert von den Bässen. Wir haben die Schnauze voll, Stützen rauf und im Pyjama fahren wir zurück durch das Dorf an eine kleine Pemex Tankstelle ca. 3 km ausserhalb. Ich steige im Schlafanzug aus, frage den Tankwart ob wir hier übernachten können und er zeigt uns den Platz wo wir uns hinstellen können. Sogar hier können wir die Musik noch hören. Aber nach einer viertel Stunde schlafen wir tief und fest.

5. Januar

Am Morgen sehen wir kaum die Hand vor den Augen so dicht ist der Nebel. Nach ca. 50 km lichtet er sich und der Himmel ist wieder blau. Wir fahren bis nach La Paz und als erstes in den Walmart zum  einkaufen. Auf dem Maranatha RV Park checken wir ein und hier gibt es auch mal wieder Gelegenheit zum waschen. Nach und nach trudeln die übernächtigten Gruppenkollegen ein, welche fast die ganze Nacht wach lagen. Die Musik spielte bis morgens um 4 Uhr.