28. Oktober 2015

Um 6.00 Uhr aufstehen, um 7.00 kommt das Taxi. Bei wenig Verkehr sind wir in einer halben Stunde am Flughafen. Diverse Kontrollen und dann in der Business Lounge ein kleines Frühstück eingenommen. Die Businessclass ist nur halb besetzt und wir werden so richtig verwöhnt. Zuerst mal Apéro, dann ein Gruss aus der Küche, kalte Vorspeisen, Suppe, Hauptgang etc. etc. Nach dem Essen wurden kleine Matratzen, Kissen und Duvet verteilt und wir haben uns gleich mal in die Horizontale begeben. Ein bisschen gelesen, geschlafen und nach fast 14 Stunden ging's zum Technischen Stop nach Sao Paulo. Pünktlich um 22.15 Landeanflug auf Buenos Aires. Zollkontrolle, ziemlich lange auf's Gepäck gewartet (da diverse Koffer schon 3 - 4 mal an uns vorbei gerollt sind,  hatten wir schon Angst, es würde gar nicht kommen). Mit dem Taxi dann ins Hotel el conquistador und um Mitternacht waren wir im Bett. Durch die Zeitumstellung (minus 4 zur Schweiz) waren wir natürlich bereits um 6.00 Uhr wieder wach. Das Wetter ist schlecht, regen aber nicht kalt. Unser WOMO sollte ebenfalls pünktlich am 31. Oktober ankommen :-)

29. Oktober 2015

Gleich nach dem Frühstück laufen wir mit Reiseführer und Karte los. Wir wollen zum Plaza de Mayo. Hier wurde am 25. Mai 1810 für die Unabhängigkeit demonstriert. Vom Platz aus sieht mal die Casa Rosada. Wer die Casa Rosada betrachtet, wird ein Bild vor Augen haben; Evita, die auf dem Balkon mit erhobenen Armen zu den Menschenmassen spricht. Hier wird häufig demonstriert. Auch heute stehen Absperrungen und Wasserwerfer bereit. Wir schlendern die Avenido de Mayo entlang. Leider fängt es an zu regnen und als erstes kaufen wir einen Schirm (3 Stück sind im WOMO!!!!!) Es regnet den ganzen Tag und es ist sehr mühsam bei diesen vielen Leuten, alle mit Schirm bewaffnet, einigermassen aneinander vorbei zu kommen. Also zurück ins Hotel und den ganzen Nachmittag mit lesen verbracht.

30. Oktober 2015

Das Wetter bessert sich langsam. Es ist immer noch bewölkt aber es regnet nicht mehr. Wir machen uns auf den Weg Richtung Plaza del Congreso, mit dem Kongresspalast, der das Repräsentantenhaus und den Senat beherbergt. Dort gibt es einiges zu sehen. Auch eine Statue von Willy (welcher mit uns durch Südamerika gereist ist) haben sie im Park aufgestellt. Es ist der Mit Hut und Schnurrbart :-) Ebenfalls steht hier ein riesiger Gummibaum mit gewaltigen Wurzeln.

Wir besuchen den Palacio Barolo wo um 11 Uhr eine Führung stattfindet. Der Palacio Barolo wurde entworfen im Einklang mit dem Kosmos, wie er in Dante Alighieris Göttlicher Komödie beschrieben wurde. Die 22 Etagen sind in drei Sektionen unterteilt. Der Keller und das Erdgeschoss repräsentieren die Hölle, die Etagen 1 bis 14 das Fegefeuer und 15 bis 22 den Himmel. Die Höhe von 100 Metern entspricht den 100 Gesängen der Göttlichen Komödie. Der Leuchtturm auf dem Dach des Gebäudes kann noch in Montevideo gesehen werden. Was uns als erstes auffällt sind die fehlenden Ecken. Alle Türen, alle Treppen und selbst die neun Fahrstühle sind abgerundet. Ab dem 14. Stock geht es zuerst 6 Wendeltreppen hoch zu einer Aussichtsplattform wo man über die ganze Stadt sehen kann. Danach nochmals 2 sehr enge Treppen hoch in den Leuchtturm. Es war eine sehr interessante Führung aber nichts für Leute die nicht schwindelfrei sind.

31.Oktober 2015

Wir wollen uns heute morgen mal das Hotel Diplomat anschauen in welches wir am 2.11. umziehen. Auf dem Weg dorthin kommen wir am Plaza General San Martin vorbei mit seinem Denkmal. Was der Kranz davor von der Schweiz soll, können wir uns nicht erklären. Wir laufen durch die Fussgängerzone und alle paar Meter werden wir angesprochen cambio, cambio. Hier kann man auf dem Schwarzmarkt  bis zu 50% einen bessern Kurs bekommen als bei der Bank. Wir wechseln 300 Dollar. Wir nehmen uns ein Taxi und fahren ins Viertel El Caminito. Bunte Wellblechhäuser, kopfsteingepflasterte Gässchen und farbenfrohe Marktstände soweit das Auge reicht. Hier herrscht ein quirliges Treiben und der Papst darf natürlich auch nicht fehlen. Bei Wolfgang fehlt nur noch der Heiligenschein.

Nach einer Kaffeepause geht's weiter Richtung Naturschutzpark "Reserva Ecologica". Wir wollen durch das Hafenviertel La Boca laufen. Dort werden wir von 2 Männern angesprochen die uns abraten und Robar, Robar sagen und uns zeigen, dass wir umkehren sollen. Wolfgang nimmt sein I-Phon und will im Wörterbuch nachschauen was das heisst. In dem Moment kommt ein Jugendlicher auf uns zu und will ihm das Handy entreissen. Er kann es gerade noch an der umklappbaren Hülle halten und der Räuber=Robar rennt weg. Wir auch und ab ins nächste Taxi. Ziemlich geschockt erholen wir uns dann aber und geniessen den tollen Park. Langsam wird es Frühling in Buenos Aires.


 

 

 

 

Am Abend im "el gaucho" ein hervorragendes Sirloin-Steak verspeist.

1. November 2015

Heute geht's nach San Telmo , dem ältesten Viertel der Stadt. Wir sind ja so etwas von fit (sind wir doch im Monat Oktober sage und schreibe 220 km gelaufen). Also laufen wir los, denn Sonntags verwandelt sich das Viertel in einen Floh- und Antiquitätenmarkt mit dichtem und bunten Treiben an Passanten, Schaustellern und Musikern, ja ganzen Orchestern, die hier aufspielen. Auch Tango wird auf der Strasse getanzt. Ich bin ja kein Handtaschenfreak, aber dieser originellen Tasche mit rechts und links einer Schallplatte konnte ich einfach nicht widerstehen. 

Nach den vielen Moscheen haben wir heute mal wieder eine Kirche besucht.

Nach einer ausgiebigen Siesta nehmen wir uns ein Taxi und fahren zum Friedhof de Recoleta. In die Stadt der Engel gelangen wir durch eine Torhalle mit acht dorischen Säulen. Auf 55'000 m2 stehen hier dicht an dicht 4800 Totenhäuser der Mächtigen, der Schönen und der Reichen. So etwas haben wir noch nie gesehen.

Selbstverständlich darf die Grabstätte von Evita Peron nicht fehlen.

2. November 2015

Wir wechseln am Morgen unser Hotel und ziehen ins Hotel Diplomat wo auch nach kurzer Zeit die restliche Truppe ankommt. Nach dem Geldwechseln geht's zu Grimaldi und anschliessend zur Bank wo die Hafengebühr eingezahlt werden muss. Anschliessend geht's zu Fuss ins Restaurant zum gemeinsamen Mittagessen. Hier gibt's wieder Fleisch direkt vom Grill und die grösse der Steak kann sich sehen lassen. Renate und Manfred sind auch schon seit ein paar Tagen hier und sie zeigen uns, wo wir eine argentinische Prepaid Karte bekommen. Auf dem Rückweg trinken wir noch gemütlich einen Cappuccino und spazieren dann zurück zum Hotel. Unterdessen ist heute auch das Schiff in Zarate angekommen.

Letzter Tag in Buenos Aires. Um 9.00 Uhr werden wir vom Bus zu einer Stadtrundfahrt abgeholt. Vom Reiseleiter Gerrardo welcher zwar Argentinier ist, hier aber eine Deutsche Schule besuchte, erfahren wir viel interessantes und neues über die Stadt. Der erste Halt ist beim Park Thays. Die  Floralis Genéerica  stellt eine riesige Metall-Blume dar. Diese überdimensionale Blüte öffnet sich bei Sonnenaufgang und schließt sich bei Sonnenuntergang, in der Nacht leuchtet sie. Geschaffen wurde das zwanzig Meter hohe Kunstwerk von dem Architekten  Eduardo Catalano.  Die restlichen Stationen sind wir bereits abgelaufen. Wir essen am Hafen. Hier steht für uns ein fantastisches Büffet bereit und vor lauter Hunger habe ich vergessen ein Foto zu machen. Wir laufen zurück zum Hotel, ruhen uns aus denn heute Abend geht's zur Tango-Show.

Für in die Tangoshow wollte ich natürlich meine neue Handtasche spazieren führen. Es sind ca. 20 Minuten zu Fuss durch die Fussgängerzone. Dort angekommen, hatten wir die Möglichkeit vor der Show noch zu fotografieren. Ein Griff zur Handtasche und zu meinem Erstaunen war der Rissverschluss offen. Geldbörse mit allen Kreditkarten, Führerschein etc. etc. alles weg. Verunsichert ob ich diese wirklich in der Handtasche hatte mit dem Taxi zurück ins Hotel. Alles abgesucht NICHTS. Mit dem Handy von Uwe unserem Reiseleiter von Seabridge alle Karten gesperrt. Zurück zum Theater und dann trotzdem ein feines Nachtessen und eine tolle Show genossen.

Ab Morgen gibt's dann nur noch wöchentliche Berichte sofern Internet :-)