10./11. Juli

Die Wetterkapriolen sind unglaublich. Am Morgen fahren wir bei Sonnenschein und 22 Grad von Chicken Richtung Kanadische Grenze, welche wir ohne Probleme überqueren. Kurz nach Beaver Creek können wir auf dem Campingplatz noch draussen essen und am späteren Nachmittag fängt es wieder an zu regnen.

Die Temperaturen fallen auf 10 Grad und wir fahren bei starkem Regen am Morgen Richtung Whitehorse. Der erste Teil der Strasse ist eine absolute Katastrophe. Schlaglöcher ohne Ende und lange Baustellen mir Gravel Road. Bei diesem Wetter sieht das WOMO in Kürze wieder aus wie frisch gepflastert. In Burwash Landing steht die angeblich weltgrösste Goldwaschpfanne. Gegen Nachmittag wird es besser und in Whitehorse besuchen wir drei Reifengeschäfte. In keinem werden wir fündig. Diese Grösse gibt es nur für Personenwagen. Danach fahren wir zu Dodge Chrysler und auch hier können sie uns mit der Rückstellung der Elektronik nicht helfen. Es ist wirklich kaum zu glauben, dass es in USA und Kanada nicht möglich ist, Ersatzteile für europäische Fahrzeuge zu bekommen. In Südamerika wird man in jedem kleinen Land fündig! Jetzt hoffen wir auf die einzige Fiat Garage in Vancouver.

 

12./13. Juli

Die Strecke von Whitehorse bis Watson Lake sind wir ja bereits vor ein paar Wochen in umgekehrter Reihenfolge gefahren. Kurz vor Watson Lake biegen wir ab und nehmen den Highway 37 Richtung Stewart. Nach ca. 30 km finden wir in einer kleinen Waldlichtung ein Plätzchen zum Übernachten. Am Morgen geht es dann weiter auf einer wunderschönen Strecke vorbei an vielen kleinen Seen aber auch an Wäldern die vor Jahren komplett abgebrannt sind und nun wieder Blumen wachsen. Unser erster Stopp ist in Jade City wo es dies zu kaufen gibt und auch dort verarbeitet wird. Einem Radfahrer aus Tschechien der im Shop nach Brot gefragt hat, geben wir einen Teil ab und dazu Mortadella und Käse. Auf dieser Strecke ist die Versorgung sehr spärlich. Wir fahren eine kleine Strasse runter bis zum Dease Lake und schlafen an einem herrlichen Platz im Wald direkt am See. Keine Menschenseele (leider auch keine Tiere) sind zu sehen. Wir entfachen ein Feuer, aber bevor die Bratwürste auf den Grill gelegt werden können geht ein heftiges Gewitter nieder. Ich stehe mit dem Schirm über dem Feuer und danach klappt es dann doch noch.

 

14. Juli

Es ist stark bewölkt aber heute kein Regen. Unterwegs gibt es wieder einige Baustellen und eine Schlammlawine hat ein Stück der Strasse überschwemmt. Wir checken mal wieder auf einem Campground ein, um Wasser aufzufüllen und unsere E-Mails zu checken. Die Bell II Lodge ist traumhaft angelegt mit Blockhäusern und vielen Blumen. Das Internet ist nur über Satellit zu bedienen und kostet sage und schreibe 11 Dollar für 30 Minuten. Da heute aber mein Geburtstag ist, möchte ich doch kurz die E-Mail checken und die Glückwünsche auf Facebook anschauen. Meine 2 obercoolen Enkel haben mir auch dieses Jahr ein Ständchen gebracht.  Unsere Tochter Tamara hat mit der Fiat Garage in Vancouver Kontakt und es sollte mit den Reifen und auch mit der Rückstellung der Elektronik klappen. Wir sind zuversichtlich. Herzlichen Dank Tamara für deine Bemühungen. 

Am Abend essen wir im Bell II Lodge Restaurant. Ach war das ein leckeres Geburtstagsessen!!!

 

 

 

Am Abend donnert es so heftig, dass wir schon Angst haben, dass das WOMO auseinanderfällt.