16. Juli

Bei blauem Himmel und Temperaturen bis 26 Grad fahren wir nach Hazelton. Dort auf dem wunderschönen Ksan Campingplatz bleiben wir für eine Nacht. An Totempfählen, hergestellt aus Holz der Rotzedern (ich habe im Reiseführer gelesen "rotzender" und habe noch zu Wolfgang gesagt, das das schon etwas despektierlich sei) laufen wir durch das Indianerdorf. Ksan ist ein rekonstruiertes Gitxan Dorf, in dessen im überlieferten Stil gehaltene Gebäuden sich ein Museum, ein Souvenirladen, das Verwaltungsgebäude sowie eine Kunstschule befinden. Das Ziel von Ksan ist es, die Lebensweise der Menschen, die schon immer hier gelebt haben, wahrheitsgetreu darzustellen und zu erhalten. Im Souvenirladen interessieren wir uns für die schönen Masken aber Preise von über 3'000 Dollar sprengen dann doch unser Budget.

Unser Spaziergang führt uns weiter in den kleinen Ort Old Hazelton der bereits 1886 geschäftiger Endpunkt der Schaufelraddampferflotte auf dem Skeena River war. Überall vor den Häusern sind schöne Blumenbeete angelegt und es ist seit langem das schönste Dorf welches wir besichtigen. Am Ende angelangt wird der Himmel innert Minuten schwarz und es donnert gewaltig. Nichts wie zurück und wir erreichen das WOMO gerade noch rechtzeitig bevor der Regen niederprasselt.

17./18. Juli

Der Sommer ist nun auch in Canada eingekehrt. Über Whatts App verabreden wir uns mir Margrit und Wolfgang (Panamericana Mitreisende) am Lake Fraser, wo sie für uns schon mal einen Platz reserviert haben. Nach dem Mittag treffen wir dort ein und wir freuen uns alle, dass wir uns wieder sehen. Der kleine Spaziergang zum See zeigt uns, dass die Kanadier abgehärtet sind, denn viele geniessen ein Bad. Zuerst wird bei Kaffee geplaudert und anschliessend ein schönes Feuer entfacht und Lachs und Spar Ribs werden gebraten. Viele Erinnerungen von der gemeinsamen Reise werden wieder wach und so sitzen wir fast bis Mitternacht am Feuer. Da grillen ja so durstig macht, trinken die beiden Wolfgangs zusammen doch 3 Flaschen Rotwein.

Wir fahren nach Prince George zum Grosseinkauf und dann nur noch ca. 30 km (da wir recht müde sind) zum wunderschön angelegten Canyon Creek Campground nach Hixon.