26. Juni 2015

Da es auf dem Campingplatz etwas zu viel schreiende Kinder, kläffende Hunde und nach Mitternacht laute Musik hatte, haben wir beschlossen, heute weiter nach Griechenland zu fahren. Da wir Schlaumeier keine Strassenkarte von Albanien haben (nur das Navi, welches uns 195 km über Berge schicken wollte) haben wir uns im Google Maps schlaugemacht und eine andere Route an der Küste gefunden. Also nach dem Frühstück los über Lukove nach Sarande. Dort keine Beschilderung nach Konispol (Grenze) gefunden und den netten Polizisten gefragt: "Fahren sie bis zum Kreisel und dann die 2te Ausfahrt". Alles klar, beim Kreisel nahmen wir die erste Ausfahrt. hat uns irgendwie besser gefallen. Nach ca. 5 km bei einem Restaurant angehalten und ich bin rein. Spricht hier jemand englisch oder deutsch?? Nur Kopfschütteln. Ein Ehepaar ruft: Wir sprechen Französisch. Also nix wie hin und mit meinem Schulfranzösisch und Händen und Füssen gefragt wie wir am schnellsten an die Griechische Grenze kommen. Also wieder zurück bis nach Sarande, dort durch das Städtchen und dann immer Richtung Ksamil. Dort gibt es eine kleine (sehr kleine) Fähre und dann sind es noch ca. 20 km zur Grenze. Am Fluss angekommen haben wir nur noch gestaunt und dann gelacht. Die sogenannte Fähre entpuppte sich als besseres Holzfloss und wurde an einem Seil über den Fluss gezogen. Der nette Fährmann liess es sich nicht nehmen, sich mit Wolfgang fotografieren zu lassen und seinen Body zu präsentieren. Für die 20 km haben wir dann noch fast eine Stunde auf sehr abenteuerlicher Strasse gebraucht. Beim Zoll ging alles reibungslos und nun sind wir auf dem Campingplatz Drepanos in Igoumenitsa von wo wir unsere Griechenlandtour starten. Als erstes mit knurrendem Magen ins Restaurant und einen Chef-Salat verspeist. Heute Abend gibt's hier am Strand ein Griechisches Festival.

Unser erster Sonnenuntergang in Griechenland. Am Abend am Strand entlang spaziert und den Technikern beim Aufbau der Bühne zugeschaut. Um 23.00 Uhr ging's dann so richtig los bis 2.00 Uhr in der Früh. Da morgen Abend nochmals Musikabend ist, beschliessen wir, nach Ioannina weiter zu fahren.

27. Juni 2015

Nach Rücksprache mit unserem WOMO (welches auch mal wieder eine anständige Strasse braucht) entscheiden wir uns die 80 km bis Joannina anstatt in Serpentinen den Berg hoch auf der Autobahn zurück zu legen. Hier checken wir auf dem Campingplatz Limnopoula direkt am See ein. Nach dem Mittagessen (wir haben mal wieder selber gekocht) sind wir zu Fuss in die Altstadt gelaufen und haben uns mal wieder historisch weitergebildet. Noch heute ist die mächtige Stadtmauer vollständig erhalten. Vorbei an der Aslan-Pascha-Moschee besichtigen wir die ehemalige türkische Bibliothek sowie die alte Synagoge. An der schönen Promenade mit vielen kleinen Cafés entlang zum Campingplatz zurück.

28. Juni 2015

Wir bleiben noch eine Nacht hier und laufen heute nochmals in die Stadt und von dort mit einem Boot auf die kleine Insel Nissi Ioanninion. Wir umrunden zu Fuss die Insel welche gerade mal 800 m lang und 500 m breit ist und besuchen das Ali Pascha Museum. Davor steht eine 700 Jahre alte Platane. Hier gibt es auch mehrere Klöster mit wunderschönen Fresken /fotografieren verboten) und das Kloster des heiligen Panteleimon mit einer dreischiffigen Basilika. In den Gassen buhlen Souvenirläden und kleine Restaurants um Kundschaft. Spezialitäten sind hier Süsswasserfische wie Karpfen und Aale. Hier merkt man gar nichts von der Krise, sämtliche Restaurants an der Promenade sind voll, auch die Ausflugsboote (nicht von Touristen). In einer schönen Taverne in einer Seitengasse  welche uns schon gestern aufgefallen ist, kehren wir ein. Auch hier nur noch 2-3 Tische frei. Wir wundern uns, merken dann aber bald dass ca. 50 Personen zusammen gehören. Hier findet ein Taufessen statt. Wolfgang hat ein absolut spitzenmässiges Chicken-Curry gegessen. Zurück auf dem Camping verdunkelt sich der Himmel und wir hören bereits Donnergrollen.