13. August 2015 / Bulgarien

Wir fahren heute 300 km bis nach Bulgarien. An der Grenze standen wir in 7er Reihe und dann wurde auf 2 Reihen kanalisiert. Danach durch eine Desinfektionsdusche (welche 3 Euro kostete) und dann wieder in 7er Reihe warten. Nach 1.5 Stunden endlich am Zoll. Ein Blick in die Garage und ins WOMO und dann ging's weiter. Auf der Bulgarischen Seite Richtung Türkei stauten sich die Lastwagen ca. 5 km weit zurück. 40 km nach der Grenze fahren wir auf den Campingplatz Sakar Hills in Biser. Schönes Wiesengelände und noch 2 weiter Wohnmobile stehen da. Morgen geht's weiter nach Serbien. Nach diversen Telefonaten sind wir nun soweit, dass am Dienstag ein Schadensexperte auf den Campingplatz in Chur kommt und das ganze Desaster begutachtet.

14. August 2015

Nach einer fast schlaflosen Nacht (Caramobil hat uns am tel. mitgeteilt, dass eine neue Seitenwand frühestens im November montiert werden kann) und 3 Hähnen die ab 4.30 Uhr um die Wette gekräht haben, fahren wir früh los und durchqueren Bulgarien und sind somit unserem Ziel heute wieder 350 km nähergekommen. Die Fahrt war überaus anstrengend und nervenaufreibend. Zum einen wegen der vielen Holländer, Deutschen und Österreicher, die drängelnd an den unmöglichsten Orten überholt haben. Die sollen doch früher losfahren wenn sie es so eilig haben nach Hause zu kommen. Sofia hat sich als absolute Horrorstrecke erwiesen. Von anfangs Stadt bis zum Ende haben wir eine geschlagene Stunde gebraucht. Baustellen, Staus und ein Lichtsignal nach dem andern. Das nächste Highlight war dann der Grenzübertritt nach Serbien. Hupkonzert, drängelnde Autofahrer und warten, warten, warten. Wieder eine Stunde im Schritttempo. Aber wir haben heute ja wieder eine Stunde geschenkt bekommen (die Uhr wird eine Std. zurückgestellt) und so haben wir nach fast 7 Stunden den Campingplatz kurz hinter der Grenze erreicht. Wir werden von einigen Pfauen begrüsst und nebenan gibt es ein türkisches Restaurant wo wir uns gestärkt haben.

15. August 2015

Nachdem sich unsere innere Uhr noch nicht umgestellt hat und wir bereits um 6.00 Uhr wach waren, sind wir gleich nach dem Frühstück (unseren Wachhund haben wir natürlich auch noch gefüttert) losgefahren. Zuerst durch eine faszinierende Landschaft und anschliessend auf der gut ausgebauten Autobahn gefahren. Wir kommen zügig voran, der Verkehr ist mässig und wir machen jede Stunde eine kurze Pause. Nach Belgrad kaufen wir noch im Supermarkt ein und essen bei Mc Donalds!!!  Nach ca. 430 km kommt die Grenze in Sicht.  Und schon stehen wir wieder in einem Riesenstau. Diesmal warten wir 1 ¼ Stunde aber der Campingplatz ist nur noch 9 km entfernt. Mit den letzten Tropfen Diesel erreichen wir die Tankstelle und gleich daneben sollte der Campingplatz sein.  Wir sehen bereits 3 WOMO und schwenken auf den Parkplatz ab. Die Italiener haben nur hier gegessen denn der Campingplatz ist geschlossen. Da wir noch fit sind, beschliessen wir weiter bis Zagreb zu fahren. Dies sind aber nochmals 230 km und mit den Pausen sind wir geschlagene 12 Stunden unterwegs. Ziemlich geschlaucht richten wir uns ein, trinken noch einen Kaffee und gehen früh zu Bett.  Wir hören seit Wochen wieder mal wie der Regen aufs WOMO-Dach trommelt.

16. August 2015

Wir fahren heute durch Slowenien und durch den Karawanken-Tunnel nach Östereich. Dort muss als erstes eine Tankstelle angefahren und ein Pickerl, was ca. 9 Euro kostet, erworben werden. Aber die Österreicher begnügen sich natürlich nicht mit diesen Gebühren. Vor jedem grösseren Tunnel wird nochmals kassiert also nochmal 11 und 15 Euro. Infolge des Rückreiseverkehrs verlassen wir die Autobahn und fahren bis kurz vor Salzburg. Wir stehen nun auf dem Campingplatz Auwirt in Hallein und freuen uns auf ein feines Nachtessen im Gasthof.

17. August 2015

Nach einer regenreichen Nacht starten wir um 8.00 Uhr zum letzten Teil unserer Heimreise. Da der Arlbergtunnel gesperrt ist, beschliessen wir über München zu fahren. Wolfgang: "Bestimmt sind heute sehr viele Lastwagen unterwegs". Aber wir haben keine andere Alternative. Es läuft alles reibungslos und nach München wird sogar das Wetter wieder besser. In Lustenau wird nochmals der Tank und der Kühlschrank gefüllt und dann ist es nicht mehr weit bis Chur. Als erstes unsere kaputten und total verstaubten Fahrräder zur Reparatur und Reinigung gebracht. Zur Begrüssung stehen Yvonne und Alois vor dem Campingplatz. Wir haben uns riesig gefreut. Zuerst trinken wir Kaffee im Restaurant. Remo und Curdin haben uns zum Nachtessen eingeladen und gleich noch 2 zusätzliche Gedecke aufgelegt. Gegen 5 fahren wir mit dem Bus bis zum Bahnhof und spazieren dann durch die Altstadt. Wir nehmen den Apero auf der Terrasse und dann gabs eine feine Eierschwämmlisuppe, Salat und anschliessend eine riesen Platte voll Capuns. Herzlichen Dank euch allen für den tollem Empfang. Geplant war ein Verdauungsspaziergang zurück zum Camping aber der Regen hat (zur Freude von Alois) uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also ein Taxi bestellt und dann mit vollen Bäuchen gleich in die Horizontale und sofort eingeschlafen.