23. Oktober 2015

Nach einem 2.5 stündigen Flug landen wir pünktlich bei stürmischem und regnerischen Wetter am Nachmittag in Istanbul. Bis wir durch den Zoll sind und unser Gepäck haben vergeht nochmals eine Stunde. Raus und ins Taxi. Wir haben den unfreundlichsten Taxichauffeur von ganz Istanbul bekommen und dazu ist der Kerl noch irre. In der 30er Zone führ er 80 km/h und 3 mal hat es fast geknallt. Riesiges Hupkonzert und gefluche. Die Fahrt dauerte trotzdem eine Stunde. Dafür wurden wir um so herzlicher im kleinen Hotel Amiral Palace empfangen und als erstes wurde uns ein Cai serviert. Nach einer ausgiebigen Dusche haben wir im angebauten Wintergarten gegessen. Es schüttet wie aus Kübeln und an den Gehsteigen fliesst das Wasser in kleinen Bächen. Das soll bis Sonntag so weiter gehen.

24. Oktober 2015

Da unser Hotel nur einen Steinwurf von der Blauen Moschee und der Hagia Sophia entfernt liegt, spazieren wir gleich nach dem Frühstück los. Heute ist das Wetter etwas besser und es regnet nur leicht. Die Schlangen vor den Eingängen halten sich in Grenzen. Es gibt viel zu bestaunen. Leider war der ganze linke Teil der Hagia Sophia innen eingerüstet.

Nach einer kurzen Ruhepause im Hotel werden wir um 14.00 Uhr von einem Shuttle zum Hammam abgeholt. In 600 Jahre alten Gewölben werden wir geschrubbt, eingeseift und massiert. Das Nachtessen nehmen wir in einem kleinen Restaurant unterhalb der Moschee ein. Dazu werden wir von einem Derwisch unterhalten. Wir bestellen einen speziellen Rindfleisch-Eintopf, welcher auf dem offenen Feuer zubereitet wird. Anschliessend wird der Topf zerschlagen und das Gericht in eine Schale umgefüllt. Zur Verdauung laufen wir nochmals zu den Moscheen und geniessen die Ruhe.

25. Oktober 2015

Wanderferien in Istanbul. Wir laufen und laufen und laufen. Wir laufen durch die Altstadt zum grossen Bazar. Unterwegs spricht uns ein Türke an und teilt uns mit, dass der Bazar am Sonntag geschlossen ist. Nur der Ägyptische Bazar ist geöffnet. Also geht's bergab Richtung Goldenes Horn. Der Gerüche des Marktes sind betörend und die Händler sehr zurückhaltend. Danach geht's an hunderten von Fischern vorbei über die Galata Brücke und wieder zurück. Wir schlendern durch den Gülhane Park (muss im Frühjahr eine Augenweide sein) wieder zurück zum Hotel. 2 Stunden die Füsse hochlagern.

Wir essen heute Abend Fisch und laufen anschliessend kreuz und quer durch kleine Gassen vorbei am ägyptischen Obelisk zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf das Marmara Meer. Auf dem Rückweg kommen wir an einem Café vorbei und können den feinen Erdbeertörtchen nicht widerstehen. Es wird früh dunkel und wir haben heute total 13 km zurückgelegt und kommen ziemlich K.O. im Hotel an.

26. Oktober 2015

Auf dem Weg zum Hop on, Hop off Bus werden wir von blauem Himmel und Sonnenschein begleitet. Zuerst fahren wir über die Galata Brücke, vorbei am Modern Art Museum und über die Bosphorus Brücke auf die asiatische Seite. Wieder zurück in Europa wollten wir eigentlich am Taksim Platz aussteigen. Dieser entpuppte sich jedoch als Riesenbaustelle. Wir fahren weiter, wechseln zur blauen Tour und fahren entlang dem goldenen Horn bis zum Miniatürk. Dort erkennen wir viele Sehenswürdigkeiten, welche wir schon in Originagrösse auf unserer Türkeireise besichtigen konnten. Diese Stadtrundfahrt war sehr informativ und erlebnisreich.

27. Oktober 2015

Unser letzter Tag in Istanbul. Auf dem Weg zum Bazar besichtigen wir  die grösste antike Zisterne. Sie wird auch "versunkener Palast" genannt. Vom Eingang führen 52 Stufen  abwärts. Das 140 x 70 m grosse Gewölbe ist von Holzstegen erschlossen. Im nordwestlichen Teil der Zisterne sind die Reliefs umgekehrter Medusenhäupter zu sehen. Ebenfalls tummeln sich etliche Karpfen im Wasser. 

Im grossen Bazar sind wir erstaunt über die wenigen Leute. Wir haben uns vorgestellt, dass man vor lauter Leuten die Stände gar nicht mehr sehen kann. Es glitzert und funkelt überall und die Händler sind äusserst zurückhaltend. So kann man in aller Ruhe die Auslagen besichtigen.

Nochmal fein gegessen. Leider ist es wieder windig, stark bewölkt und kalt.






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