13. / 14. Juni 2015

Nachdem die Waschmaschine und der Trockner die Hausarbeit erledigt haben, sind wir den ganzen Nachmittag am Strand gelegen, haben gebadet und gelesen.

Da wir auf dem Weg nach Hvar fast keinen Lavendel gesehen haben, beschliessen wir, den Rückweg über die Berge via Brusje zu nehmen. Das kleine, kurvige Strässchen schlängelt sich der Länge nach über den Inselrücken. Und siehe da, vereinzelte Lavendelfelder breiten sich links und rechts der Strasse aus. Mit der Fähre dann wieder zurück aufs Festland und der Küste entlang, wo wir über das Neretva-Delta welches von Wasserkanälen durchzogen ist, staunen. Dieser kleine Garten Eden bringt prächtiges Obst und Gemüse hervor. Überall am Strassenrand stehen Marktstände welche ihre Waren anbieten. Kurz darauf erreichen wir ein Kuriosum. Mitten in Kroatien treffen wir auf einen 8 km langen am Meer gelegenen Korridor, der dem Land Bosnien-Herzegowina den gewünschten Seezugang verschafft.

Mit viel Wind haben wir am Nachmittag dann den Campingplatz Prapratno in der Nähe von Mail Ston erreicht.


So gegen 21. Uhr haben wir Lärm und Hämmern gehört. Beim rausschauen haben wir gesehen, dass ein Reisebus aus Ungarn mit ca. 20 - 25 Jugendlichen angekommen ist und diese ihre Zelte direkt hinter unserem WOMO aufgebaut haben. Am Morgen beim Aufstehen  nicht schlecht gestaunt, dass einige dieser Jugendlichen im Freien geschlafen haben.

15. Juni 2015

Wegen der starken Windböen haben wir entschieden, dass wir doch nicht mit dem Fahrrad nach Ston fahren. Also aus gecheckt und mit dem WOMO ins Dorf gefahren. Dort direkt beim Tor in die Altstadt einen Parkplatz gefunden und los ging das Abenteuer.  Die grosse Sehenswürdigkeit ist die längste Verteidigungsmauer Europas. Den Hang hinauf zieht sie sich mehr als 5 km lang quer über die gesamte Landenge bis zum Wehrdorf Mali-Ston. 5 bis 10 m hoch und mit etwa vierzig Türmen und Bastionen befestigt.  Wir beiden Obersportler also Treppe um Treppe hochgestiegen (bei bereits 28 Grad) und ziemlich fertig oben angekommen. Noch vorbei am winkenden Burgfräulein ging's dann geradeaus und wir wurden mit einer traumhaften Aussicht belohnt auf das kleine Dorf und die Salzsalinen. Danach natürlich alles wieder runter und auf einem kleinen Wanderweg zurück zum WOMO.  

Neben der Salzgewinnung dienen die flachen Lagunen der Meeresarme auch zur Austernzucht. Nach einem Tipp meines Lieblingsschwagers (ich haben nur einen) Rainer sind wir im Gasthaus Koruna eingekehrt und haben hervorragend gegessen. Vorspeise: für mich einheimischen Käse und für Wolfgang überbackene Austern. Für den Hauptgang habe ich mir einen Fisch und Wolfgang seine geliebten Spaghetti mit Garnelen, serviert in einer Muschel bestellt. Beim bezahlen haben wir noch 1/2 Kg Salz geschenkt bekommen. Frisch gestärkt ging's dann die 60 km weiter über die grosse Brücke bis zum Campingplatz Solitudo in Dubrovnik wo wir nun 4 Nächte bleiben. Unser Platz befindet sich an vorderster Front mit Blick auf die Bucht wo gegen Abend ein Kreuzfahrtschiff Dubrovnik verlassen hat.