Buenos Aires - Zarate

Am morgen 8.30 Uhr wurden wir im Hotel abgeholt und dann ging's Richtung Hafen Zarate. Um 10.00 Uhr dort angekommen und dann hiess es warten. In 4er Gruppen wurden die Fahrzeuginhaber mit Reisepass zu einem Büro geführt, fotografiert und wieder zum Bus, welcher ca. 100 m vor der Schranke abgestellt wurde, geschickt. Nach einiger Zeit kam einer vom Hafen und es wurden rege Diskussionen geführt. Anscheinend wollte der Zoll alle WOMO-Schlüssel und alleine in die Fahrzeuge. Uwe und Maria unsere Reiseführer haben dies abgelehnt und haben gesagt, dass der Halter dabei sein müsse. Dann 3 Stunden vor und im Bus gewartet (wie die Flüchtlinge) und dann kam etwas Bewegung in die Gruppe. Es hiess, alle Personen in den Bus und wir würden zu den WOMOs geführt. Wir kamen genau bis zu der Schranke und wurden dann wieder  zurückgeschickt. Wieder warten und dann kam die neue Information, alle Fahrzeughalter müssten zu Fuss zu den WOMOS. Dies hat aber auch nicht geklappt und alle kamen unverrichteter Dinge zurück. Nach langem hin und her, konnte dann unser Agent mit allen Schlüsseln und Nummernschildern mit den Zollbeamten zu den Fahrzeugen. Nach geschlagenen 8 Stunden warten wurde uns dann mitgeteilt, dass irgendwo Drogen gefunden wurden (wurden ja viele Fahrzeuge mit diesem Schiff transportiert) und alle Fahrzeuge wurden gescannt. Da sie hier aber keine Drogenhunde haben, müssen die aus Buenos Aires gebracht werden und wir müssen unverrichteter Dinge wieder abreisen. Maria hat dann ein Hotel in Zarate organisieren können wo wir jetzt eine Nacht bleiben. Morgen früh dann alles nochmals. Die Reiseleitung, welche diese Reise ca. schon 10 Mal mitgemacht hat, hat so etwas auch noch nie erlebt.

5. November 2015

Geplant war heute, dass die Männer morgens um 9.30 Uhr zum Hafen Fahren. Der Agent hat dann angerufen und erklärt, dass es nichts bringt und die Männer erst gegen Mittag kommen sollen. Wir durften freundlicherweise die Hotelzimmer bis 15.00 Uhr belegen. Um 13.00 Uhr dann die nächste Meldung, dass die Beamten nun Mittagspause machen und vor 15.00 nichts mehr geht.  Wir Frauen sassen dann vor dem Hotel oder in der Lobby und die restliche Truppe hat dann noch bis 18.00 Uhr im Hafen warten müssen bis die WOMOS endlich freigegeben wurden. Wir haben schon nicht mehr daran geglaubt. Anschliessend sind wir zum bewachten Parkplatz des Jumbomarktes gefahren, konnten dort Grosseinkauf tätigen und auch übernachten. Ohne, Strom, ohne Gas und nur mit wenig Wasser. Um 22.00 Uhr gab‘s dann von der Reiseleitung Sekt und danach sind alle ziemlich fertig ins „eigene Bett“ gefallen. Die Gruppe hat sich super gehalten, fast alle sind cool geblieben und wir haben den Humor nicht verloren.

Nach dem Frühstück gab’s das erste richtige Briefing und dann konnten wir losfahren. Unsere erste Station ist Azul. Wir fahren an riesigen Wiesen mit Kühen und Schafen vorbei und geniessen die Fahrt. Leider sind wir auch an einem schlimmen Unfall vorbeigefahren. Gleich nach der Ankunft kam der Gaslieferant um die Flaschen zu füllen. Mit dem Wasser klappt’s noch nicht ganz aber wir sind zuversichtlich. Am Abend gibt es ein gemeinsames Nachtessen. Die ersten 400 km der Panamericana sind geschafft.

Wir werden von Goncho, dem Restaurantbesitzer vom Feinsten bekocht. Das Bier gibt es nur in 1 Liter Flaschen und das Fleisch in 300 - 400 Gramm.

Die Gasflaschen und der Wassertank ist gefüllt und so können wir bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad weiter nach Monte Hermoso. Die Strassen sind gut und ohne Schlaglöcher. Auf der Fahrt gibt es wenig Verkehr und rechts und links der Strasse Pampas. Wir erreichen unser Ziel direkt am Atlantik oberhalb des Sandstrandes. Am Morgen wurden wir noch gewarnt, nicht zu nahe an den Sand zu fahren. Vor uns steht bereits Rosemarie auf dem Platz. Da können wir sicher auch stehen. Wir parken unser Auto daneben (das heisst, Wolfgang ist heute mal gefahren) und versinken prompt im Sand. Was wir nicht gesehen haben, Rosmarie hat sich auch schon eingegraben. Ein WOMO nach dem andern erscheint und alle helfen mit. Mit Schaufeln und Matten versuchen wir uns zu befreien. Ohne Erfolg. Wir müssen ein Seil an der Hinterachs befestigen und ein anderes WOMO zieht uns rückwärts raus. Herzlichen Dank allen Helfern!!! Wir fahren zurück ins Dorf und kaufen Bier, Wein, Brot und vieles mehr. Die 3 Männer im Geschäft zeigen uns alles und wir unterhalten uns mit Händen und Füssen und lachen viel. Plötzlich kommt der eine mit seinem Handy in der Hand und sagt: Buenos Aires, Casa Rosada, La Boca?? Wir dachten dass er von dort kommt und uns fragen will, ob wir das alles gesehen haben. Dann zeigt er uns ein Foto von uns im Flieger. Häääääääh. Er hat draussen von unserem WOMO die Hompageadresse abgelesen und gleich angeschaut.





Muchas gracias Chicos!!!