23. Dezember 2015

Die ersten 10'000 km unserer Panamericanareise haben wir mit ein paar kleinen Blessuren am WOMO gut überstanden. Heute ist mal wieder ein langer Reisetag angesagt. Wir machen einen Stopp bei der Difunta Correa. Hier gibt es eine unglaubliche Ansammlung kleiner Kapellen mit Danksagungen Opfergaben. Die Difunta Correa geht zurück auf ein Legende. Als sich Maria Antonia Deolinda y Correa 1841 mit ihrem Säugling in die Wüste begab und ihrem verschleppten Mann folgen wollte, verdurstete sie. Ihr Kind überlebte dank der Muttermilch. Diese Verehrung beruht auf dem Volksglauben und ist ohne kirchliche Anerkennung, was die Argentinier aber nicht davon abhält, zu tausenden z. B. an Ostern hierher zu pilgern und Wasserflaschen zu deponieren. 

Die Aussicht vom Campingplatz in den Nationalpark ist herrlich.

Wir wünschen allen unserem Hompagelesern, unserer Familie und unseren Freunden ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest.

Wir bedanken uns herzlich bei allen für die netten Einträge in unser Gästebuch!!!

 

24. Dezember

Heiligabend im Nationalpark Talampaya in der Wüste. Die heutige Fahrt beträgt 80 km. Da wir aber etwas knapp an Diesel sind, machen wir noch einen Umweg von 50 km. Um 15.00 Uhr werden wir von 2 klimatisierten Bussen (unterdessen sind es 38 Grad) abgeholt und wir fahren in den 5 km langen und bis zu 150 m hohen Canyon hinein.  Das im Park anzutreffende, fossilführende Gestein entstand aus Segmenten, die während der Trias, dem ältesten System des Erdmittelalters, auf dem Festland abgelagert worden sind. Wir fahren 4 Stationen ab, sehen dabei Petroglyphen, steile rote Felswände und markante Felsformationen wie z. B. die Kathedrale und den Mönch. Dieser Nationalpark wurde von der UNESCO zum Welterbe der Menschheit erklärt. Völlig durchgeschwitzt erreichen wir nach ca. 2 ½ Stunden wieder den Campingplatz.

 

Der Wind wird immer stärker und da wir heute Abend ja grillen wollen und jeder etwas zum Nachtessen beisteuert, ( die Reiseleitung spendiert das Fleisch ) machen wir uns schon mal Gedanken, wie das alles ablaufen soll. Nach dem Briefing um 19.00 ist klar, dass wir aus den WOMO’S eine Wagenburg bilden und in der Mitte unsere Tische aufstellen. Für den Grill werden als Windschutz Tische und Bänke aufeinandergeschichtet und alles klappt wunderbar. Ein junger Argentinier Serchio, welcher ganz alleine auf dem Campingplatz steht, wird kurzerhand auch eingeladen. Das Buffet ist vielseitig und alles schmeckt wunderbar. Leider ist nichts mit Kerzen anzünden. Diese werden sofort vom Wind ausgeblasen, aber wir denken trotzdem ganz fest an unsere Familie zu Hause. Wir verbringen einen wunderschönen „Heiligabend“ und zum Schluss (so gegen Mitternacht) wird noch getanzt.