5. Januar

Nach 3 Nächten in San Pedro de Atacame fahren 8 WOMO'S einen Tag früher los. Wir teilen die Grosse Strecke von 530 km auf 2 Fahrtage auf. Der Rest der Gruppe, welcher auf dem 3-Tages-Ausflug war, stösst in Humberstone wieder zu uns. Wir fahren bis Calama zum Jumbo um wieder mal alles aufzufüllen. In Zukunft bleibt eine Person beim Fahrzeug, da gestern bei der Franzosengruppe, wieder ein Fahrzeug aufgebrochen wurde und die Computer geklaut wurden. Geplant war noch ein Besuch in der Kupfermine, aber da heute die Präsidentin zu Besuch war, wurden keine Führungen angeboten. Also weiter immer durch die Wüste von 2300 m Höhe bis an die Küste. Da wir als erste losgefahren sind, suchen wir einen Platz, wo alle WOMO'S stehen können. Kurz nach der Industriestadt Tocopilla finden wir einen geeigneten Stellplatz mit Blick auf's Meer und auf die Pelikankolonien. Einer nach dem anderen trudelt ein und wir verbringen einen gemütlichen Abend zusammen.

 

6. Januar

Nach dem Frühstück fahren wir alles der Küste entlang bis zur Stadt Iquique. Wir stellen das WOMO am Meer ab und laufen in die Altstadt. Die Plaza Prat ist der schönste Platz mit dem Uhrturm und dem Theater ist es das Herz der Stadt. Wir laufen in der Fussgängerzone mit den vielen Häusern im Kolonialstil. Das Besondere sind die mit Holzdielen belegten Bürgersteige. Es gibt hier ein ganz besonderes Gebäude. Zu Zeiten des Salpeterbooms war hier das Casino untergebracht. Heute ist es ein Restaurant „Club Espanol“.  Beim Spazieren sehen wir eine Pizzeria und schnell sind wir uns einig, dass wir schon lange keine Pizza mehr verspeist haben. Gesagt, getan. Wolfgangs Kommentar nach dem Essen: „Es hat ungefähr so geschmeckt, wie wenn man eine Pizza beim Lieferservice bestellt und anstelle der Pizza die Verpackung isst. Danach geht’s weiter durch die Wüste bis nach Humberstone wo wir auf dem Parkplatz der verlassenen Salpeterstadt uns einquartieren. Der Wind bläst wieder so heftig, dass wir und die Inneneinrichtung wie sandgestrahlt sind.

7. Januar

Wolfgang erwacht mit einem steifen Hals (nein er hat kein Viagra verschluckt welches ihm im Hals steckenblieb) und Atembeschwerden. Wir verzichten auf die Führung durch die Geisterstadt und fahren Richtung Arica. Wolfgang schläft während der Fahrt hinten im Bett eine ganze Stunde und das obwohl 3 kleinere Pässe zu bewältigen sind. Bei den Skulpturen Tutelares vom Künstler Juan Diaz Fleming aus dem Jahre 1996 machen wir eine Mittagspause. Ein paar Kilometer ausserhalb von Arica stehen wir auf einem Parkplatz am Strand. Immer wieder kommen Leute vorbei und bestaunen unsere WOMO'S. Ab und zu fragen sie auch, ob sie mal reinschauen dürfen. Klar doch und ein Bier gibt es auch noch. Da es sehr warm ist, sitzen wir bis spät noch draussen und geniessen die Abendstimmung.

8. Januar

Wir müssen noch unseren Wassertank füllen, da wir heute morgen das letzte Wasser zum Duschen gebraucht haben. Beim Supermarkt werden wir fündig. Hier waschen ein paar Burschen Autos. Wir tanken Wasser und fragen, ob sie evtl. unser WOMO auch waschen würden. Ja sicher. Mit einem Schlauch wird erst mal alles abgespritzt und dann mit Tüchern und Leiter alles von Hand gereinigt. Am Schluss noch gewachst und die Reifen eingepinselt. Blitz blank alles. Wir machen uns auf den Weg über Höhen von 3'700 m. Nach ca. 30 km, zu Beginn eines Passes fährt ein Konvoi mit Schwertransportgut. Im Schritttempo und im ersten Gang fahren und stehen wir über eine Stunde bis nach der Passhöhe die Möglichkeit zum Überholen war. Unser Übernachtungsplatz in Putre befindet sich auf 3'500 m und wir werden gleich von Ziegen und Lamas begrüsst. Morgen geht's dann über die Grenze nach Bolivien.