9. Januar

Frühmorgens geht’s los denn heute verlassen wir Chile und fahren nach Bolivien. Kurz vor 8.00 Uhr machen wir den ersten Stopp bei den Viscaches welche sich bei minus 5 Grad in der Sonne wärmen. Wir spazieren ganz ganz langsam denn wir sind wieder auf ca. 4'500 m. Anschliessend besuchen wir noch das kleine Dorf Parinacote welches wunderschön eingebettet in der hochandinen Landschaft ist. Leider ist die kleine Kirche geschlossen. Wir fahren durch den Nationalpark Lauca. Wir sehen die Zwillingsvulkane, beide über 6‘200 m hoch. Entlang dem Lago Chungara, der See soll mit 4570 m angeblich der höchste See der Welt sein, fahren wir Richtung Grenze. Im See spiegelt sich herrlich der Vulkan. Von weitem sehen wir schon eine riesige Lastwagenkolonne. Die Fahrzeuge stehen in einer Länge von 8 km. Wir versuchen zu überholen, da sehr wenig Gegenverkehr ist. Ab und zu müssen wir uns in eine Lücke quetschen oder mal auch einige Meter zurück fahren. An der Grenze zu Bolivien ist alles sehr kompliziert. Die Lastwagen stehen kreuz und quer und man wird von Schalter zu Schalter geschleust und dann wieder ein paar 100 m weiter in ein Büro. Überall gibt’s Stempel und zum Schluss wird noch das WOMO innen inspiziert. Wir machen uns auf den Weg nach La Paz und stellen die Uhr wieder eine Stunde zurück. Bereits kurz vor der Stadt ein Verkehrschaos, es wird gehupt und gedrängelt, dann halten wieder die Kleinbusse in der Fahrspur und nehmen Gäste auf. Überall liegt Abfall. Einige von der Gruppe treffen sich mit der Reiseleitung bei einer Tankstelle und fahren dann gemeinsam zum Parkplatz des Hotels Oberland welches dem Schweizer Walter Schmid gehört.  Die Zufahrt ist mehr als abenteuerlich.  Hier bleiben wir 3 Nächte auf 3‘300 m Höhe.

10. Januar

Hier im Hotel Oberland wird ein Frühstücksbuffet angeboten. Wir nehmen dieses Angebot gerne an bevor es um 9.00 Uhr zur Stadtrundfahrt geht. Unser Reiseleiter Federico macht einen Super Job und der Fahrer Henri fährt uns durch Gassen wo wir noch nicht mal mit dem PW fahren würden. Wir erfahren, dass der Teil der Stadt "El Alto"wo wir gestern reingefahren sind 1.1. Mio. Menschen beherbergt. Die Stadt La Paz gerade mal 1 Million. Unser Übernachtungsplatz liegt im Stadtteil Mallasa und von hier fahren wir ca. eine halbe Stunde durch das Mondtal bis in die Stadt. La Paz, ist die wohl höchste und verrückteste Grossstadt der Welt. Der Höhenunterschied in der Stadt beträgt über 1'000 m. Wir machen verschiedene Stopps und besuchen auch den Hexenmarkt wo allerlei skurrile Dinge wie z.B. getrocknete Lama-Embryonen angeboten werden. Ich kaufe mir einen bunten Umhang und anschliessend essen wir im 16. Stock des Hotels Präsidente zu Mittag. Die Stadt mit den armseligen Bretterbuden auf der einen und den modernen Hochhäusern auf der anderen Seite bietet zunächst ein in sich widersprüchliches Bild. War eine sehr interessante und überaus sehenswerte Stadtrundfahrt.

Mit Renata, Sabine, Manfred und Michael geht's heute Abend zum Raclette essen. Sabine und Michael warten schon mal auf dem Spielplatz auf uns. Wir verbringen einen gemütlichen Abend zusammen.

 

11. Januar

Da mich heute Montezumas  Rache heimgesucht hat, konnten wir leider den Ausflug zur Todesstrasse nicht mitmachen. Mehr oder weniger den ganzen Tag flach gelegen.

 

12. Januar

Heute Adrenalin pur. Wir fahren bereits um 7.00 Uhr los um dem Verkehrskollaps auszuweichen. Hat aber nicht viel genutzt. Man muss einfach die Nerven behalten und mit dem Strom mitfahren. Wir hängen uns ans WOMO von Michael und so kommen wir einigermassen durch den Verkehr. Als wir schon dachten, das schlimmste sei überwunden wurde die Strasse immer schlechter. Da in Bolivien Regenzeit ist, artete es zu einer regelrechten Schlammschlacht aus. Plötzlich standen wir vor einem Hügel Schutt und es gab kein Weiterkommen. Wir halten Ausschau nach einem Baggerfahrer. Wir winken und tatsächlich holt einer ein Planiergerät und schiebt ein Stück Geröll zur Seite damit wir weiterfahren können. Es gibt auch ein Trinkgeld. Anstatt 1.5 Std. für die Strecke aus der Stadt benötigen wir 2.5 Std. Danach geht’s zügig weiter Richtung Titicacasee zu der „Fähre“.  Dieser See ist 15 mal grösser als der Bodensee und ist mit 3‘810 m der höchstgelegene schiffbare See weltweit. Wir bestaunen erst mal die Fähren und nach kurzer Zeit geht’s auch schon los. Ohne grosse Probleme überqueren wir den See. Auch Michael und Sabine mit ihrem 14-Tönner fassen allen Mut zusammen und Fahren auf das „Floss“. Auch bei ihnen wird noch ein PW dazugestellt. Sabine kann nicht im Fahrerhaus sitzenbleiben und tigert während der Fahrt auf dem Floss rum. Alles geht gut und wir erreichen gegen 14.00 Uhr das Dorf Copacabana. Zuerst wird mal das Auto gereinigt und dann sind wir zu Spaghetti eingeladen. Anschliessend begeben wir uns noch ins Dorf und besuchen die prunkvolle Kathedrale.