13. Januar

Heute verlassen wir Bolivien und kurz nach dem Übernachtungsplatz überqueren wir die Grenze. Auf der Bolivianischen Seite waren die Formalitäten in 20 Minuten erledigt. 200 Meter weiter parken wir das WOMO auf der Seite und zuerst muss ein Formular für die Einreise ausgefüllt werden. Nach 45 Minuten ist auch das erledigt und der Fahrzeughalter (also Wolfgang) muss auf die andere Strassenseite für die Autoeinreise. Hier war nur ein Schalter besetzt und kurz bevor Wolfgang an die Reihe kam, musste der gute Mann eine 20-minütige Vesperpause einlegen. Anschliessend musste die temporäre Autoeinfuhr in einem anderen Geschäft noch 3 mal kopiert werden. Alles in allem hat der Grenzübertritt 3 Stunden gedauert. Wiederum wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt und die Differenz zu der Schweiz beträgt nun 6 Stunden. Wir fahren am Titicacasee entlang und verweilen noch im kleinen Dorf Chucuito. Dies war einst die Hauptstadt der Region. Gegen 14.00 Uhr erreichen wir beim Instituto Superior Jose A. Ancinas unseren mit Personal und Hunden bewachten Stellplatz. Eine Stunde später fahren einige in die Stadt Puno zum Claro Shop und besorgen eine Telefonkarte mit Internet. In der Zwischenzeit beginnt es wieder zu Gewittern (wie fast jede Nacht) und es entsteht ein wunderschöner Regenbogen. 

14. Januar

Ein Bus bringt uns zum Hafen in Puno. Von dort fahren wir mit 2 Booten zu den schwimmenden Inseln der Uros. Das Volk der echten Uros ist ausgestorben. Die Uro galten als das wildeste Volk im Inkareich. Die heutigen Insel-Bewohner leben fast ausschliesslich vom Tourismus. Die schwimmenden Inseln liegen zwischen Puno und der Halbinsel Capachica. Hier breitet sich der grosse Totora Schilfgürtel aus. Wir werden herzlich von den Bewohnern einer dieser Inseln begrüsst und unser Reiseleiter Cesar erklärt uns bildlich wie diese Inseln gebaut werden. Die Einwohner ernähren sich hauptsächlich von Schilf, Fischen, Kartoffeln und Mais. Wir haben von dem Schilf probiert und es schmeckte gar nicht schlecht. Wir dürfen auch ein Wohnhaus besichtigen und kaufen natürlich auch etwas. War sehr interessant.

Geplant war am Nachmittag der besuch eines Bauerndorfes und die Übernachtung in Sillustani. Da Manfred mit seinem Auto ein Problem hat und gleich Richtung Cusco fahren will (wir müssen wieder über einen Pass mit 4'300 m Höhe) lassen wir ihn natürlich nicht alleine fahren. Sabine und Michael schliessen uns an und wir fahren mit 3 WOMOS los. Bei der Stadt Ayavari gibt es eine Umfahrung. Diese ist aber in einem katastrophalen Zustand. Die Schlaglöcher haben einen Durchmesser von einem Kinderschwimmbecken und wir schaukeln von Loch zu Loch. Man wird recht und links überholt und es ist ein Riesenchaos. Danach überqueren wir die Passhöhe und finden auf 3'500 m Höhe einen Übernachtungsplatz. Es wird schon dunkel und jeder bringt etwas zum Nachtessen und wir sitzen alle gemütlich im WOMO von Renate und Manfred und verbringen einen schönen Abend.

15. Januar

Erst am Morgen sehen wir, welch wunderbare Aussicht wir von unserem Übernachtungsplatz aus haben. Machen die 5 da vorne ein Briefing? Wir fahren um halb 9 los und erreichen Cusco gegen Mittag. Wir ruhen uns lauf, laufen noch zum Supermarkt und am Abend gegen wir Chinesisch essen. Es hat sehr gut geschmeckt.