20. Januar

Werkstatttermin!!! Und wieder hat es fast die ganze Nacht geregnet und wir haben den Rasen beim rausfahren schon mal umgepflügt. Armin, der ebenfalls einen Termin in der Fiat-Werkstatt hat, kommt schon gar nicht raus und muss angeschoben werden. Pünktlich um 8.30 sind wir in der Werkstatt und los geht’s. In gut 1 Stunde sind unsere Bremsbeläge gewechselt und dann muss ja noch per Computer die Fehlermeldung gelöscht werden. Der Angestellte mit dem Computer kommt schon mal über 1 Stunde zu spät, dann hat sein Gerät zu wenig Akku und er hat kein Kabel dabei. Unsere Kabel passen nicht und es muss ein anderer Angestellter aus einer Werkstatt ein Kabel bringen. Dann müssen alle Daten des Fahrzeugs eingegeben werden und als wir dachten alles wäre OK und der Motor könnte gestartet werden, leuchtet die Wegfahrsperre auf. Wieder wird hin und her telefoniert, der Schlüsselcode durchgegeben und endlich nach 4 Stunden konnten wir mit dem Mechaniker auf Probefahrt. Jetzt sollte bei uns alles gut sein. Armin ist um 18.30 Uhr immer noch nicht zurück und auch bei Manfred welcher das Fahrzeug seit 3 Tagen in der Mercedes Werkstatt hat, klappt es noch nicht. Beide haben Probleme mit dem Russpartikelfilter. Am Nachmittag erhält das WOMO eine Innenreinigung und anschliessend gehen wir beim Chinesen was essen und im Supermarkt was einkaufen. Morgen geht’s dann weiter über 3 Pässe mit einer Höhe von je 4000 m.

 

21. Januar

Die heutige Strecke über 300 km beansprucht 8 – 9 Stunden Fahrzeit. Wir fahren um 6.00 Uhr morgens los,  dass wir nicht in den gröbsten Verkehr durch Cusco fahren müssen. Es ist auch so stressig, denn überall sind wegen Baustellen Strassen gesperrt. Nach ca. 1 Stunde sind wir zur Stadt draussen und gleich geht es über einen Pass. Wir fahren hinter Manfred, da sie es in der Mercedes Werkstatt in 3 Tagen nicht fertig gebracht haben, seinen Russpartikel Filter auszublasen und er nur auf Notprogramm fahren kann.  Wir frühstücken unterwegs auf einem Parkplatz im WOMO von Michael. Danach geht’s zügig weiter und wir überqueren den höchsten Pass mit 4‘005 m Höhe. Hier werden noch auf über 3‘500 m Kartoffeln und Mais angebaut. Auf der Runterfahrt fahren wir in dichtem Nebel. Kurz vor der Stadt Abankay liegen Felsbrocken mitten auf der Strasse. Wir fragen nach dem Grund und erfahren, dass eine Demonstration stattfindet. Nach ca. 30 Minuten geht’s weiter und wir sehen ein verkohltes Auto und ein Grossaufgebot an Polizei. Wir erreichen die Talsohle und folgen dem Fluss und fahren durch eine sehr reizvolle Gegend.  Heute übernachten wir auf einem grossen Parkplatz eines Restaurants.

 

22. Januar

Auf und nieder, immer wieder.  Auch heute gibt es wieder 4 Pässe zu überqueren. Wir starten auf einer Höhe von 2‘500 m und fahren hoch bis 4‘200 m. Dann wieder etwas runter, wieder rauf etc. etc.  Wir durchqueren eine gigantische Hochebene auf 4‘500 m und fahren anschliessend erst unmerklich und dann in grossen Serpentinen bergab. Auf 80 km bewältigen wir einen Höhenunterschied von 3‘500 m und kommen am späteren Nachmittag in Nasca an. Hier übernachten wir auf dem Parkplatz des Hotel Oasis und haben gegen Abend immer noch über 30 Grad. Die heutige Fahrt ist an Landschaft und Klimazonen nicht mehr zu überbieten.

 

23. Januar

Für heute haben wir einen Rundflug über die Nasca Linien gebucht obwohl das Auswärtige Amt vor diesen Rundflügen warnt, da 2008 und 2010 Flugzeuge mit Touristen abgestürzt sind. Es sind 2 Piloten und 5 Passagiere an Bord und wir fliegen mal schräg rechts und links über die verschiedenen Geoglyphen, Linien und geometrischen Figuren wie z. B. der Wal, der Astronaut, der Hund, der Affe und diverse mehr (einigen ist es danach ziemlich schlecht). Der Schweizer Autor Erich von Däniken hat in den 70er Jahren über diese Linien seinen Bestseller „Erinnerungen an die Zukunft“ geschrieben. Darin ist er überzeugt, dass diese exakten geometrischen Figuren von ausserirdischen stammen, die diesen Platz für Starts und Landungen ihrer Raumschiffe nutzten. Ebenfalls sehen wir von oben die Panamericana. Auch bekommen wir eine kleine Urkunde und einen Stempel in den Pass.  Anschliessend geht’s noch in eine kleine Töpferei und von dem  kleinen 3-monate alten Hund erhalte ich noch eine Halswäsche. Den Nachmittag verbringen wir am Pool.

24. Januar

Ausser einem kleinen Pass geht es heute mehrheitlich geradeaus durch die Wüste. Obwohl heute Sonntag ist, gibt es auf der Strecke unglaublich viele Lastwagen. Auf ungefähr halber Strecke besuchen wir die Oase Huacachina. Inmitten von meterhohen Sanddünen befindet sich ein kleiner See, gesäumt von Palmen. Von hier aus werden Buggyfahrten angeboten und es sind viele Touristen und auch Einheimische vor Ort. Wir machen hier nur einen kurzen Stopp und fahren weiter Richtung Übernachtungsplatz. Kurz vor El Carmen werden wir laut Navi auf eine sehr schlechte Erdpiste geschickt. Nach ein paar hundert Metern erreichen wir das Eingangstor und kommen aus dem Staunen fast nicht mehr heraus. Nach der Durchfahrt sehen wir bunte Blumen und Sträucher, einen tollen Pool und wir werden von der Besitzerin Edith herzlich begrüsst. Sofort stürzen wir uns ins Wasser und albern ein bisschen rum (35 Grad Aussentemperatur). Edith kocht auch für uns ein feines Nachtessen und anschliessend werden uns afroperuanische Tänze und Lieder vorgetragen. Morgen legen wir einen verdienten Ruhetag ein bevor es nach Lima geht.