9. Februar

Auf der heutigen Fahrt sind 160 km zu fahren und auf der kurvenreichen Strecke verlieren wir ständig an Höhe und gelangen ins ecuadorianische Tiefland auf ca. 350 m. Seit gestern regnet es ununterbrochen. Wir fahren am Rio Napo entlang und durchqueren viele kleine Dörfer. An der Punta Ahuano am Nordufer stellen wir die WOMO'S ab. Wir packen unsere Rucksäcke für die nächsten 3 Tage und Kanus bringen uns in 15 Minten flusswärts zur Casa del Suizo.  Die grosszügige Anlage im Grünen bietet 75 moderne Zimmer und einen schönen Pool. Hier wird uns ein volles Programm geboten mit diversen Ausflügen zu Fuss oder per Boot. Wir befinden uns nun im Regenwald der seinem Namen alle Ehre macht. Nach dem Mittagessen klart es etwas auf und wir machen den ersten Ausflug mit dem Boot auf eine Insel auf der ca. 45 Leute leben. Zu Fuss geht es durch den Regenwald und wir müssen auch einen kleinen Fluss überqueren. Da wir vom Hotel mit Gummistiefeln ausgerüstet wurden, stellt dies kein Problem dar. Unser einheimischer Guide Jairo zeigt uns die Palme aus der der Panamahut hergestellt wird, sowie Yuca Pflanzen und Kakaobäume. Hier sind die Ameisen auch etwas grösser als bei uns. Wir besuchen das Haus von Martha die mit ihren 6 Kindern hier lebt. Sie zeigt uns wie Chicha (ein alkoholisches Getränk aus der Yucca-Wurzel) hergestellt wird. Anschliessend können wir noch Blasrohrschiessen üben. 3 der Gruppe treffen den Holzaffen der an einer Schnur hängt. Michael macht noch Fotos von den Kindern und druckt diese gleich vor Ort auf seinem kleinen Fotodrucker aus. Das Staunen ist gross. Zurück im Dorf besichtigen wir noch eine Keramik Werkstatt.

10. Februar

Am frühen morgen haben wir ein spezielle Stimmung über dem Fluss von unserem Zimmer aus fotografiert. Wir haben keine Lust 2.5 Stunden steil bergauf und ab in Gummistiefeln zu wandern und entschliessen uns nach dem Frühstück mit Sabine und Michael das Schmetterlingshaus zu besichtigen. Die Tickets können an der Reception bezogen werden und die Dame fragt uns 3 mal ob wir den Weg kennen oder einen Guide benötigen. Wir sagen ihr, wir finden das schon und warten in der Anlage auf die Beiden. Als wir hinten aus dem bewachten Tor wollen, steht ein Guide bereit und begleitet uns. Nie im leben hätten wir das gefunden. Wir wären schon gleich nach dem Tor in die falsche Richtung gelaufen. Er gibt uns eine klein Einführung, indem er die verschiedenen Stadien des Schmetterlingsdaseins erklärt. Die Raupe "Ojo de Buo" ist eine der grössten und braucht als Raupe etwa 10 - 15 Tage um sich die entsprechende Grösse anzufressen. Auch als Puppe können sie sich zur Wehr setzen, indem sie nach rechts und links zappeln. Der Guide verlässt uns wieder und wir geniessen die Ruhe mal ohne Gruppe und sitzen noch eine Weile auf dem Bänkchen und lassen es auf uns einwirken. Den Weg zurück finden wir dann doch auch alleine.

11. Februar

Wir machen heute mit dem Boot einen Ausflug in den AmaZOOnico. Wir werden hier von einer Schweizerin welche hier 6 Monate ein Volontariat absolviert, herumgeführt. Die Tiere werden hier meist aus Privathaushalten oder Hotelanlagen beschlagnahmt.  Dort werden sie unter Bedingungen gehalten, aus denen sie entweder krank oder verletzt heraus kommen, oder durch aggressives Verhalten auffallen und dann abgegeben werden. Man soll die Tiere weder füttern noch ansprechen, da sie wenn möglich wieder ausgewildert werden sollen. Es ist schwierig, hier gute Fotos zu schiessen, da alle Tiere in Käfigen gehalten werden.