20. Februar

Wir starten früh denn heute geht es über die Grenze nach Kolumbien. Der Grenzübertritt dauert ca. 2 Stunden und wir müssen mit Blaupauspapier und Klebeband einen Abdruck der Chassis Nummer abgeben. Die temporäre Einfuhr fürs Auto muss noch kopiert werden, damit Maria für uns eine Versicherung abschliessen kann. Die letzte Versicherung wurde in Buenos Aires gemacht und galt bis Ecuador. Ein neues Gesetz in Ecuador sieht vor, dass beim Autokauf gleich eine Versicherung abgeschlossen wird. Dies betrifft aber nur die einheimische Bevölkerung. Für Touristen gibt es keine Möglichkeit für eine Versicherung und so sind wir halt durch Ecuador ohne gefahren. Wir fahren durch Schluchten und über Pässe und erreichen nach einem anstrengenden Tag unseren Übernachtungsplatz. Die Autos (vor allem die Busse) fahren wie die bekloppten und an vielen Orten vor allem bei Brücken stehen Militärposten mit Maschinengewehren. Gegen Abend machen wir noch einen Spaziergang und begegnen einem wunderschönen Tausendfüssler. Wir laufen durch einen kleinen Wald und Uwe meint, dass wir durch umarmen der Bäume die negativen Energien auf den Baum übertragen können.

 

21. Februar

Heute Morgen um 07.00 Uhr los gefahren. Die Strecke ist zwar nicht sonderlich lang ( 230 km ) aber es geht auf relativ schmalen Strassen ständig bergauf und bergab nur in Serpentinen. Durchschnittsgeschwindigkeit ca. 50km/Std. Der Lastwagenverkehr war enorm was einem zu höchster Aufmerksamkeit zwingt. Wir haben wieder viele Militärposten passiert. Alle Soldaten haben über das ganze Gesicht gestrahlt und uns freundlich zugewinkt. Je näher wir an die grössere Stadt Popayan kommen, umso mehr Motorräder kommen uns entgegen oder überholen uns. Da es eine schöne Umfahrung um die Stadt gibt und unser Übernachtungsplatz etwas nördlich der Stadt liegt, kommen wir zügig vorwärts. Unser heutiger Stellplatz ist Teil einer grossen Gärtnerei und die Fahrzeuge haben alle genug Platz.

 

22. Februar

Die heutige Strecke führt uns von Popayan nach Alcala, auf hervorragend ausgebauter Strasse. Wir kommen zügig voran und bei den grösseren Städten gibt es eine Umfahrung. Aufpassen muss man auf die sogenannten „trenes caneros“, aus bis zu vier Anhängern bestehende LKWs zum Transport des grossflächig angebauten Zuckerrohrs. Die Fahrzeuge mit einer Länge von über 50 m und einem Gewicht von mehr als 100 Tonnen sind bei Gegenverkehr fast unmöglich zu Überholen.  Im Supermarkt in Buga kaufen wir eine Telefonkarte im Claroshop, welche aber leider nicht funktioniert. Weiter geht es dann Richtung Alcala wo die letzten 6 km eine echte Herausforderung für das Fahrzeug sind. Wir bleiben 3 Nächte auf der Finca „El Bosque del Saman“ einer Kaffeeplantage. Alles ist sehr schön bepflanzt und die Leute mega herzlich.

 

23. Februar

In 2 Gruppen  (Männlein und Weiblein getrennt) gehen wir mit dem Guide Uriel, die einen mit Schürze und Körbchen bewaffnet,  zum Kaffeekirschen sammeln. Wir werden anschaulich und aktiv in den Prozess der Kaffeeherstellung eingeweiht. Es ist sehr unterhaltsam und interessant. Die Arbeiter ernten pro Tag ca. 200 kg und verdienen etwa 20 Dollar am Tag. Wir sind hier auf 1500 Metern. Der Arabico Kaffee entwickelt sein volles Aroma nur zwischen 1000 und 2000 Metern, hingegen der Robusto zwischen 0 und 1000 Metern. Der Robusto wird nur in Kolumbien verkauft und der Arabico wird komplett exportiert.

Am Nachmittag gibt es für die Abenteuerlustigen eine Canopy  Fahrt. Wir fliegen an einem Seil gesichert über 7 Stationen zwischen 100 und 400 m Länge, insgesamt 2‘000 m über die Kaffeeplantagen und Grünflächen. Mit Höhen zwischen 40 und 70 m ist es momentan die grösste Anlage dieser Art in Kolumbien. Wir erreichen Geschwindigkeiten bis zu 75 km/h. Ein Riesenplausch!!

 

24. Februar

Wir machen heute einen Ausflug ins „Valle del Cocora“ wo wir eine kleine Wanderung im Palmenwald unternehmen. Hier wächst die Quindio-Wachspalme, die mit bis 60 m die höchste Palmenart der Welt ist und mehrere hundert Jahre alt werden kann. Durch die Rodung des Waldes ist sie fast ausgestorben, wird  jetzt geschützt und ist der Nationalbaum des Landes. Ebenfalls besuchen wir die Dörfer Filandia und Salento welche geprägt von der typischen Architektur Antoiquias sind. Beim Briefing erfahren wir, dass das Schiff nun nochmals früher fährt, nämlich am 2. Februar.