Wir besuchen unterwegs das paläontologische Museum welches als weltbestes gilt. Es dokumentiert anschaulich die Erdgeschichte. Es gibt auch diverse Fossilien zu bewundern.  Um 16.00 spazieren wir zum 5 o clock Tea im Teehaus Ty Te Caerdyd. Hier werden  leckere Stückchen gereicht. Die Teekannen und das Ambiente sind sehr speziell und einzigartig. „Very British“ . Lady Di war hier schon zu Gast. In einer Vitrine steht die von ihr benutzte Teetasse!!!!.  Wir haben uns köstlich amüsiert. Am Abend sitzen wir gemütlich ums Lagerfeuer und lassen den Tag ausklingen.

13. November 201

Wir kämpfen heute auf der ganzen Strecke mit heftigem Seitenwind. Morgen haben wir bestimmt Muskelkater in den Armen. Wir überqueren Die Grenze in die Provinz Santa Cruz und müssen uns bei der Polizei registrieren lassen. Nach ca. 50 km fahren wir zu unserem Übernachtungsplatz über einer Seelöwenkolonie. Wir laufen runter und können uns bis ca. 2 Metern den Tieren nähern. Die einen planschen im Wasser, die anderen schlafen dicht beieinander und die Bullen kämpfen um ihr Revier. Der Geruch war dementsprechend. Heute gibt’s mal was schweizerisches zum Essen „Ghackets und Hörnli“ mhhhhhhh. Der Wind legt noch einen Zacken zu und es ist unmöglich das Briefing im Freien abzuhalten. Alle verziehen sich in die WOMO’S und wir werden über Funk über die morgige Etappe informiert. Wir werden die ganze Nacht heftig geschüttelt, schlafen aber trotzdem gut.

14. November 2015

Der Wind lässt gegen morgen nach und wir fahren die kurze Etappe (210 km) bis Puerto Deseado. Gleich nach der Ankunft laufen wir ins Dorf und besorgen uns Nachschub fürs Internet. In der Bäckerei Santa Cruz kaufen wir feine Leckereien und da wir heute mal wieder Strom haben, gibt’s auch einen feinen Nespresso. Am Nachmittag fahren wir mit einem kleinen Boot  flussaufwärts auf dem Ria Deseado und können verschiedene Seevögel, Pinguine und nochmals Seelöwen beobachten. Auf einem Felsen liegt ein riesiger Macho mit seinem Harem.  Auf einer kleinen Insel steigen wir aus und können uns den  brütenden Pinguinen bis auf wenige Schritte nähern. Sie beobachten uns interessiert und sind völlig zutraulich. Während des Grillens beginnt es zu regnen und wir verziehen uns ins WOMO. Die Dachluken werden geschlossen, das heisst, die grosse Luke über der  Fahrerkabine nur zugeklappt aber nicht verriegelt. Ich widme mich der Hompage und plötzlich kommt eine Windböe und das ganze Fenster verabschiedet sich. Sofort sind fleissige Helfer mit Leitern zur Stelle und wir reparieren das Fenster mit Klebeband und setzen es wieder ein. Mal schauen ob es dem nächsten Regenschauer standhält.

15. November 2015

Bei 13 Grad geht’s morgens um 8 Uhr los Richtung Isla Pingüino. Wir fahren mit den gleichen festen Schlauchbooten wie gestern aber heute auf dem offenen Meer 11 km bis zur Insel. Vor ca. 100 Jahren versorgten sich hier Robbenjäger mit Proviant und auch die Marine hatte hier einen Stützpunkt. Der Leuchtturm ist noch gut sichtbar, aber nicht mehr in Betrieb. Das Anlegen der Boote sowie das aussteigen ist schon eine Herausforderung. Wir klettern auf glitschigen Algen steil bergauf. Der ca. 2 km lange Rundweg ist zwar felsig, aber trocken. Vorbei an hunderten brütenden Magellan Pinguinen erreichen wir den Strand der Single-Männchen der Seelöwen. Es sind entweder ältere Tiere, die aus der Gruppe verstossen wurden oder junge, die noch nicht reif sind für die Paarung. Das Besondere auf dieser Insel sind die Felspinguine mit den roten Augen und den lustigen Haarbüscheln. Obwohl auch diese Tiere brüten, haben sie gar keine Angst und sind sehr zutraulich. Sie kennen den Menschen nicht als Feind. Wieder zurück bei der Hütte, wo wir unsere Schwimmwesten deponiert haben, gibt’s einen kleinen Imbiss mit heissem Tee oder Kaffee. Eine Stunde früher als geplant (der Wind legt wieder zu) fahren wir zurück. Das Boot schlägt hart auf den Wellen auf und es hebt uns ab den Bänken. Ebenfalls gibt es ab und zu eine kalte Dusche. Zurück beim WOMO fängt es an zu regnen. Gleich mal testen ob unser Dachfenster dichthält.