16. März

Heute fahren wir zum Teil über eine schmale Strasse über einen kleinen Pass und erreichen an Mittag die kleine Stadt La Fortuna. Als erstes geben wir dort unsere Wäsche in der Lavanderia ab und laufen noch etwas rum. Alles ist auf Tourismus abgestimmt und sehr teuer. Überhaupt ist Costa Rica bis jetzt das teuerste Land auf unserer Reise. Für die nächsten 3 Nächte stehen wir auf dem Parkplatz des Hotel „Los Héroes“. Das Hotel wurde 1991 mit viel Liebe zum Detail vom Schweizer Franz Ulrich aus dem Kanton Nidwalden mit seiner Frau (aus Costa Rica) erbaut. Mittlerweile zählen ein Stall, eine Kapelle (Nachbau vom Chilleli vo Wasse)  für nicht Schweizer, das ist eine kleine Kapelle welche man  aus dem Zug 3 mal sieht, wenn man durch den Gotthardtunnel fährt. Wir spazieren zur Kapelle hoch wo Franz seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Leider ist er vor 2 Jahren verstorben. Seine Frau und sein Sohn führen den Betrieb weiter. Eingebettet in dieser grünen Landschaft mit Blick auf den Arenalsee könnte man meinen, man sei in den Schweizer Alpen gelandet. Wir essen im gemütlichen Restaurant Kalbsbratwurst mit Rösti. Ist dies etwa ein Anzeichen von Heimweh???? 

 

 

17. März

Wir bilden heute eine Fahrgemeinschaft mit Renate und Manfred und fahren in ein privates Naturschutzgebiet von ca. 250 Hektar. Hier wurden Hängebrücken durch den Regenwald – verbunden durch Wanderwege – errichtet, die zum Teil spektakuläre Ausblicke auf den aktiven Vulkan bieten. Leider hatte er heute eine Wolkenmütze aufgesetzt.

Das Projekt besteht aus 8 festen Brücken von 8 und 22 m Länge sowie 6 Hängebrücken mit Längen zwischen 48 und 98 m. Auf den Hängebrücken fühlt sich Wolfgang gar nicht wohl und er wird von dem Geschaukel „Seekrank“. Wir holen anschliessend unsere Wäsche ab und geniessen den Rest des Tages vor dem WOMO und am Pool.

 

18. März

Der Ausflug zum Canon Negro ist ein voller Erfolg. Eduardo unser Guide weiss einfach alles über die Flora und Fauna von Costa Rica. Ein kleiner Teil der Gruppe hat diesen Ausflug gebucht und wir fahren zuerst mit einem Kleinbus an Ananas- und Zuckerrohrfeldern vorbei und schippern anschliessend mit einem Boot auf dem Rio Frio mit Kapitän Victor (auch tausend Auge genannt) weil er jedes noch so kleine Tier am Ufer sieht. Beim Versuch einen kleinen Kaiman am Schwanz zu packen  wird er aber kurzerhand in den Finger gebissen. Wir sehen verschiedene Leguane, Jesus Christus Echsen (sie können übers Wasser laufen) Kaimane, Schlangenhals Vögel, Brüll- und Kapuzineraffen, kleine Fledermäuse welche am Baumstamm hängen und vieles mehr.  Costa Rica gefällt uns bis jetzt am besten. Die Leute und die Landschaft sind toll. Die Lebenseinstellung heisst: Puravida (das pure Leben) und die Leute begrüssen sich auch so. Aber Costa Rica ist auch sehr teuer (Schweizer Preise).

 

19. März

Wir werden von der Reiseleitung zum Frühstück ins Drehrestaurant auf dem Gelände des Hotel Los Heroes eingeladen. Hier hat Franz Ulrich 2002 eine kleine Eisenbahn gebaut welche uns 3.2 km den Berg hinauf fährt. Leider nieselt es leicht und alles ist wolkenverhangen uns somit können wir nicht viel sehen. Anschliessend fahren wir in den Nationalpark Santa Rose wo wir auch übernachten.