31. März / 1. April

Der Weg führt uns heute von Rio Dulce über Flores nach Tikal. Der kleine Ort Flores liegt auf einer Insel mit 400 m Durchmesser im See Peten Itza und ist durch einen künstlichen Damm mit dem Festland verbunden. Zuerst kaufen wir im Shoppingcenter Maya Mall tüchtig ein. Während des Einkauf ging 5 mal das Licht aus und man steht wie versteinert neben dem Einkaufswagen und wartet. Danach laufen wir über den Damm und treffen Heidi und Werner und gemeinsam essen wir im Cafe Yaxha (welches Dieter Richter gehört, der auch morgen die Führung in Tikal macht). Die Deckenventilatoren laufen nicht und auf die Bitte hin, diese doch bitte anzustellen, kriegen wir auch hier die Antwort: Im Moment kein Strom. Gekocht wird gottseidank mit Gas. Auf dem Rückweg schmelzen wir fast dahin und als wir losfahren, zeigt der Tacho tatsächlich 45 Grad.

Auf dem Campingplatz im Nationalpark werden wir von Nasenbären und einem wunderschönen Truthahn begrüsst.

Dank einer Horde Brüllaffen die in den Bäumen rumturnen und ein Riesengeschrei machen, verbringen wir eine schlaflose Nacht. Am Morgen um 8.00 Uhr geht es dann los zur Besichtigung von Tikal mit Dieter, der ein Bruder von Jürgen Klopp sein könnte. Hier lebten zur Blütezeit auf 15 km2 rund 75'000 Menschen. Heute sind über 3'000 Strukturen wie zum Beispiel Tempel, Paläste, Plattformen, Plätze und Aquädukte bekannt. Im Zentrum stehen 200 Stelen, die in Mayaschrift von den Herrschern und der Geschichte  der Stadt berichten. Wir laufen auch über eine Holztreppe hoch und haben eine herrliche Aussicht. Nach 4 Stunden sind wir fix und fertig (es sind bereits am Morgen über 30 Grad) und Wolfgang und ich entscheiden uns, bereits heute Nachmittag die Grenze nach Belize zu überqueren und wir schaffen es schon ganz alleine. Belize ist das einzige Land in Mittelamerika wo englisch gesprochen wird.