16. November 2015

Es wird merklich kühler. Heute Morgen hatten wir im WOMO gerade mal 9 Grad. Vor 4 Tagen waren die Tageshösttemperaturen bei 32 Grad, heute gerade mal die Hälfte. Wir fahren weiter Richtung Süden und erreichen am Nachmittag Puerto San Julian. Bei "sehr" starkem Wind laufen wir in den Ort und möchten das Schiff Nao Victoria besichtigen. Wegen Wind geschlossen. Stark vornübergebeugt laufen wir wieder zurück. Morgen geht's für eine Nacht über die Grenze nach Chile und anschliessend Richtung Ushuaia.

Infolge starken Windes und Regen wird das Briefing eingepfercht an der Rezeption des Campingplatzes durchgeführt. Es werden diverse Zollformulare verteilt die noch am Abend im WOMO ausgefüllt werden.

Es wird ein langer Tag. Wir fahren um halb 8 los, wieder  hunderte von Kilometern nur Steppe und machen am Laguna Azul bei einem Krater Mittagspause. Wir laufen ein kurzes Stück und es ist sehr eindrücklich. Um 15.00 Uhr ist Treffpunkt mit der Gruppe auf einem grossen Parkplatz vor dem Zoll. Im Konvoi fahren wir zur Grenze und absolvieren die verschiedenen Stationen.  Ausreise aus Argentinien, Einreise Chile, Versicherung des Autos und Zollerklärung der mitgeführten Artikel. Es dürfen keine Früchte, kein frisches Gemüse oder Fleisch eingeführt werden. Alles geht zügig voran und zum Schluss kommt einer vom Zoll und schaut in den Kühlschrank und bestaunt natürlich auch die Einrichtung. Alle sind sehr freundlich. Nach 30 Minuten sind die ersten Fahrzeuge bereits wieder unterwegs auf der „Strasse zum Ende der Welt“. Bei der Fähre über die Magellanstrasse warten wir dann ca. 1.5 Stunden auf die Überfahrt nach Feuerland. Der Wind bläst immer noch sehr heftig und es schaukelt ganz ordentlich. Auch werden einige Fahrzeuge mit Salzwasser abgespült.

Wir übernachten gleich nach der Fähre auf einem Parkplatz. Wir stellen fest, dass es um 21.30 Uhr immer noch hell ist.

18. November2015

Brrrrrr wir kommen der Antarktis immer näher. Bei 3 Grad plus fahren wir heute beizeiten los. Es geht wieder Richtung Argentinische Grenze. Es sind ca. 175 km dorthin, davon 80 km Schotterpiste. Wir brauchen schlappe 5 Stunden. Das WOMO und das Geschirr haben sich gut gehalten!!!! Alles hat geklappert und mehr als 20 km/h waren nicht möglich. An der Grenze lief alles reibungslos. Danach ging‘s flott vorwärts und wir erreichen am Nachmittag Rio Grande wo wir auch wieder frische Lebensmittel einkaufen können. Unterwegs zum Campingplatz kommen wir noch an einer Quelle mit Trinkwasser vorbei und füllen unsere grossen 5l Flaschen. In Tolhuin besuchen wir die Panderia La Union (Bäckerei) und kaufen feine Pralinen, Brot etc. Der Campingplatz ist sehr originell, liegt direkt am See mit Blick auf die verschneiten Berge. Wir werden sehr herzlich von Carlos und Roberto begrüsst. Wir bestaunen die verrückten Kreationen auf dem Platz und am Abend werden wir von den Beiden kulinarisch verwöhnt. Zum Schluss wird noch von Maria und Roberto das Tanzbein geschwungen. Wir hatten einen tollen und lustigen Abend. Vielen Dank an die Reiseleitung für die Organisation. Um 21.30 schauen wir auf ein herrliches Panorama vom WOMO aus.