10. April

Die Gruppe fährt für die nächsten Tage ins Landesinnere nach Palenque zu einer Maya Stätte und zu einem Tagesausflug an die Wasserfälle. Dort hat vor einigen Wochen ein Überfall auf einen Touristenbus stattgefunden. Es wurde auch von der Schusswaffe Gebrauch gemacht und es gab Tote. Hier gibt es noch Anhänger von Zapata. Da wir nun keine Lust mehr auf Maya's haben, fahren wir der Küste entlang bis Isla Aguada und stehen auf dem Campingplatz direkt am Golf von Mexico. Heute ist es sehr laut mit vielen Tagesgästen und Musik. Die Mexikaner essen den ganzen Tag und trinken Unmengen von Bier. Dementsprechend sind ihre Figuren. 95 % sind mehr als übergewichtig, auch die Kinder. Plötzlich werden wir angesprochen und wir erkennen das Ehepaar aus Texas welche auch auf dem Campingplatz in Playa del Carmen war. Sie sind langsam auf dem Rückweg nach Hause. In der Nacht kommt starker Wind auf und wir müssen um 6.00 Uhr in der Früh die Markise einziehen. Wir haben nun 4 freie Tage ohne Programm.

 

 

 

 

Der unglaubliche Stress des Beifahrers

11. April

Die beiden Texaner Steve und Tommie erzählen uns von einem schönen Campingplatz in Catemaco . Diese Etappe ist aber 500 km und für uns zu lang in einem Tag zu fahren. Wir bringen am Morgen die Wäsche zur Wäscherei und verbringen den Tag noch am Strand. Am Nachmittag um 15.00 Uhr ist alles fertig und wir fahren  über einige Brücken bis Villahermosa und übernachten an einer Pemex Tankstelle. Wär hätte gedacht, dass wir ganz alleine frei übernachten und das noch in Mexico.

12. April

Wir fahren den Rest der Strecke über viele Schlaglöcher und Hubel (ich glaube, die Mexikaner haben diesen erfunden) und kommen am Mittag in Catemaco an. laut Campingführer soll es hier einen Pool, warme Duschen, freies WIFI und Stromanschluss geben. Zur Zeit ist keine Saison und somit der Pool leer, kein warmes Wasser und keine Menschenseele hier wegen WIFI. Also laufen wir am See entlang in den Ort, essen zu Mittag (mit musikalischer Unterhaltung), kaufen Brot und anschliessend sitzen wir bei einem Bier zusammen mit den Texanern (wir 2 WOMO sind die einzigen auf dem Platz) gemütlich zusammen und erfahren viele wichtige Dinge für unsere Weiterreise Richtung Alaska.

13. April

Wir verabschieden die beiden Texaner und entschliessen uns auch zur Weiterfahrt. Um 9.00 Uhr ruft uns Maria an und teilt uns mit, dass wir nicht über Coatzacoalcos fahren können. Sie erzählt uns, dass scheinbar ein Junge ermordet wurde und die Strassen wegen Grossdemonstrationen gesperrt seien. Diese Stadt haben wir aber bereits gestern durchfahren und somit haben wir keine Probleme um weiterzufahren. Die Strassen sind grösstenteils immer noch voller Löcher und auch viele Lastwagen mit Zuckerrohr beladen sind unterwegs. Wir erreichen die grosse Shoppingmall ein paar km vor Veracruz. Ein unglaublich grosses Center mit einem riesigen Supermarkt. Nach 2 Stunden machen wir uns auf zu unserem neuen Übernachtungsplatz Coco Aventura mit einem gefüllten Pool und direkt am Golf von Mexico. Sofort wird im Pool und im Meer gebadet und gegen Abend unternehmen wir einen 1-stündigen Spaziergang am Strand und werden nur von Pelikanen begleitet. Auf dem Platz und am Strand sind wir allein. Morgen kommt dann die Gruppe und es gibt sicher viel zu erzählen.

14. April

Unser heutiger Plan sieht vor, dass wir mit dem WOMO 11 km bis zum Grossen Supercenter fahren, dort ein Taxi nehmen und in die Stadt Veracruz fahren. Um 9.00 Uhr geht's los und wir fragen den Taxifahrer, ob er in der Stadt einen Tabakladen kennt. Die letzten 4 Wochen waren wir bestimmt in 20 Geschäften, aber nirgends gibt es Pfeifentabak. Er fahrt uns zur Plaza America und wir fragen uns durch nach dem Tabakwarengeschäft. Eine nette Bedienung eines Cafés begleitet uns. Die meisten Geschäfte machen erst um 11.00 Uhr auf und das Tabakgeschäft erst um halb 12.  Also wieder in ein Taxi und ab in die Stadt. Hier gibt es nicht besonderes zu sehen und wir fahren wieder zurück zur Plaza America. Und tatsächlich gibt es hier Pfeifentabak. Gerade noch zum richtigen Zeitpunkt. Gestern hat Wolfgang schon mal eine Zigarre kleingehackt und in die Pfeife gestopft. Am Nachmittag ist wieder schwimmen angesagt und so nach 16.00 Uhr trudelt die Gruppe langsam ein.

15. April

Gefrühstückt wird heute wieder in der Sonne bei warmen Temperaturen. Danach geht's auf einer autobahnähnlichen Strasse über den Paso del Toro (2'600 m) Richtung Puebla. Diese 2 Millionenstadt ist ein grosses Industriezentrum. Der grösste Arbeitgeber ist das Volkswagenwerk mit über 16'000 Arbeitnehmern. Die Durchfahrt verläuft harzig und wir erreichen unseren Stellplatz etwas ausserhalb in Cholula am Nachmittag. Wir sind immer noch über 2'000 m Höhe und die Temperaturen sind bei ca. 25 Grad. Gegen Abend laufen wir in den Ort und essen eine hammermässig feine Pizza. In der Nacht wird es recht kühl. Wir schlafen wieder mit Duvet und am Morgen messen wir 16 Grad im WOMO. Brrrrrr.

16. April

Um 10.00 Uhr trifft sich die Gruppe zur Besichtigung von Cholula wo sich die grösste Pyramide der westlichen Hemisphäre befindet. Die Pyramide hat eine Grundfläche Kantenlänge von 450 m. Sie verbirgt sich unter einem riesigen Hügel und war einst der Gottheit Quatzalcoatl gewidmet.  Bei der Ankunft der Spanier 1519 war sie breits überwachsen. Die Spanier haben darauf eine Kirche gebaut. Cholula ist ein geschichtsträchtiges Städtchen. Für die religiöse Vergangenheit zeugen heute noch 45 Kirchen. In ca. 40 km Entfernung können wir noch ein Rauchwölkchen über dem Vulkan Popocatepetl, welcher vor 3 Wochen ausgebrochen ist, sehen. Auch die Jacarandabäume stehen in voller Blüte.