19. November 2015

Heute geht’s über den „Paso Garibaldi“ wo wir auf der Kuppe eine wunderbare Aussicht zurück auf die Seen und die Schneeberge haben. Auf dem Pass sind es 2 Grad plus und da es gestern geschneit hat, liegt rechts und links der Strasse noch etwas Schnee. Wir erreichen Ushuaia, sie südlichste Stadt der Welt. Am Ortseingang füllen wir die Gasflaschen bei Sartini Gas, füllen unseren Tank und fahren weiter zum Campingplatz Rio Pipo wo wir Strom, Internet und sogar einen Wäscheservice haben. Also werden gleich die Betten frisch bezogen und sämtlich Wäsche am Empfang abgegeben.

Am Nachmittag laufen wir durch den "Parque Nacional Tierra del Fuego".  Dick eingepackt mit Mütze und Handschuhen marschieren wir 12 km Strecke durch Wald und Hochmoor und Uwe erklärt uns Flora und Fauna. An den Bäumen wachsen spezielle Pilze LLau Lllau (gesprochen Schau Schau)Dies sind Parasiten die bei dem Baum eine Reaktion in Form von Knotenbildung hervorruft. Die Pilze sind essbar, haben aber keinerlei Nährwert.  Auch sind an vielen Bäumen Flechten zu sehen welche die Bäume absterben lassen. Wir erreichen den südlichsten Punkt der Welt, welcher mit einem Fahrzeug erreicht werden kann. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis und wir stossen (auf Feuerland natürlich mit Feuerwasser) auf unsere Reise an. Ziemlich geschlaucht aber happy dass wir so etwas erleben dürfen, kommen wir nach 4.5 Std. wieder auf dem Campingplatz an. Wir bleiben nun 3 Nächte in Ushuaia.

20. November 2015

Nach dem Frühjahrsputz (jetzt ist das WOMO wieder blitz blank aber nur von innen) fahren wir mit dem Taxi in die Stadt. Wir holen uns einen „Ende der Welt Stempel“ für den Pass in der Tourist Information und besuchen dann das Musueo Galeria Tematico. Anschliessend gibt’s Kaffee und Kuchen und wir schlendern noch durch die Strasse San Martin mit den vielen Geschäften. Wieder zurück auf dem Campingplatz ruhen wir uns im warmen WOMO aus und ich stöbere ein bisschen im Facebook. Ich entdecke unter Nachrichten „Sonstiges“ was ich vorher noch nie gesehen habe und sehe eine Nachricht von einer Person welche ich nicht kenne. Mal öffnen. Der Text lautet: Sehr geehrte Frau Bayerbach, bitte melden sie sich per E-Mail beim Schweizer Konsulat in Buenos Aires betreffend gefundenen Gegenständen. Natürlich sofort geschrieben. Mal schauen was sich noch alles in meiner gestohlenen Geldbörse befindet.

Am Abend trifft sich ein Teil der Gruppe im Restaurant Tante Nina wo es verschiedene Spezialitäten gibt. Zum Beispiel einen Tiefseefisch mit dem Namen „Merluza negra“ oder Seespinne. Ich nehme mal eine Krabbensuppe und anschliessend ein zartes Tenderloin Filet. Wolfgang versucht die Seespinne welche sehr lecker ist. Lebend sieht sie aus wie eine Krabbe, hat aber 8 Beine. Nach einem kurzen Spaziergang am Meer wieder mit dem Taxi zurück und sofort ins Bett.

Ab morgen sind wir für eine Woche in Chile und werden nicht mit dem Internet verbunden sein (keine Berichte).