Freitag, 31. Oktober

Am Vormittag wollten wir noch den Waterberg (einer der 3 Tafelberge in Afrika) besteigen. Zuerst schon mal den falschen Parkplatz angesteuert und von dort aus ½ Stunde durch den Busch gelaufen vorbei an einem kleinen Reh, einem knienden Warzenschein und einen grossen „Heugümper“. Endlich den Weg zum Berg gefunden und auf einem schmalen Pfad im hohem Gras gelaufen. Dann wurde es sumpfig und wir haben die Übung abgebrochen. Wieder zurück zum WOMO und die 17 km Schotterpiste zurück zur Hauptstrasse. Über Otavi nach Tsumeb (was übersetzt Platz des grünen Frosches) heisst zum wunderschönen „Kupferquelle Resort“.  Tolle Stellplätze auf Rasen und einem Schwimmbecken mit 50 m Länge. Sofort ein paar Längen geschwommen und ein wenig in der Sonne gelegen.  Am Abend im Restaurant alle zusammen gegessen. Das Essen wurde von Seabridge offeriert. Auf dem Rückweg zum WOMO wurden wir vom Chor der Frösche begleitet! Morgen geht’s in den Ethosa Nationalpark wo wir hoffentlich unseren ersten Löwen sehen werden.

Samstag, 01. November 

Nach dem Frühstück um 8.00 Uhr im Konvoi zum kleinen Museum in Tsumeb gefahren. York hat uns noch einige Details erklärt, was im Museum so alles zu sehen ist. Anschliessend war das grosse Abschied nehmen, da York und Kathy heute nach Hause zurück müssen. In dem Museum sind unter anderem Kanonen, Maschinengewehre und Munition ausgestellt, die die Deutschen vor ca. 70 Jahren im Lake Otjikoto versenkt haben. Die Waffen waren praktisch unversehrt, da sie all die Jahre in 6m Sediment luftdicht abgeschlossen waren. Ausserdem ist ein Brautkleid ausgestellt, das eine Frau in mühevoller Kleinarbeit aus seidenen Bauchbinden von Zigarren zusammengenäht hat. Anschliessend im Spar noch was eingekauft und dann zu besagtem Lake Otjikoto gefahren. Der kleine See ist kreisrund und hat einen Durchmesser von ca. 80m. Dort soll übrigens noch ein Tresor mit den Jahreserträgen an Diamanten liegen, den die Deutschen auch versenkt haben, damit er dem Feind nicht in die Hände fällt. Der Tresor wurde bis heute nicht gefunden. Danach sind wir in den Etosha Nationalpark eingefahren und haben auf der Namutoni Lodge unseren Stellplatz bezogen. Wir bleiben jetzt 4 Tage im Etosha Park und schlafen jede Nacht auf einem anderen Campingplatz. Wir haben die Anlage kurz besichtigt und sind dann sofort kopfüber in den Pool gesprungen. Herrlich!!! Heute Abend wollen wir ein Stück Fleisch auf den Grill werfen und den Abend langsam ausklingen lassen.

Sonntag 2. November

Früh um sechs Uhr aufgestanden und ohne Frühstück auf Pirschfahrt losgefahren. Bis zum Fishman Pot jede Menge Zebras, Giraffen, Gnus und Antilopen gesehen. Auf Schotterstrasse wieder zurück und Richtung Klein- und Groot Okevi weitergefahren. Dies sind zwei Wasserlöcher, wo man mit etwas Glück Tiere beobachten kann. Bei der ersten Station leider kein Glück gehabt. Beim zweiten Wasserloch waren auch keine Tiere. Wir haben uns Kaffee gekocht und Frühstück gemacht. Plötzlich stand in unmittelbarer Nähe eine Giraffe. Man sah ihr an, dass sie gern getrunken hätte, aber doch sehr vorsichtig war. Nach ca. 15 Min. hat sie sich dann doch überwunden, ist zum Wasser und hat die Vorderbeine breit auseinander gestellt, damit sie mit dem Maul das Wasser berühren konnte. Sie hat immer wieder den Kopf gehoben um die die Gegend zu beobachten. Toll!!! Auf dem Weg zum Etosha Lookout haben wir dann doch unsere ersten Löwen gesehen. Hurra!!! In ca. 30 m Entfernung lagen drei Weibchen ganz entspannt unter einem Baum.  Der Etosha Lookout ist sehr beeindruckend. Man kann ein Stück in die Salzpfanne hinausfahren und erhält einen Eindruck über die Weite und Lebensfeindlichkeit der Landschaft. Danach auf direktem Weg zum Halali Camp. Nach ca. 7 Stunden und 170 km Schotterpiste und max. Tempo 30 gut aber durchgeschüttelt das Camp erreicht. Um 17.00 Uhr ein paar Spaghetti gekocht nur für mich. Corina hat Magenprobleme und ernährt sich nur von Coca Cola. Anschliessend zum Matinga Wasserloch spaziert und 1 Stunde gewartet, leider ohne Erfolg.

Montag 3. November

Für den heutigen Tag waren bis zum nächsten Camping Okaukuejo nur 70 km zu fahren. Man konnte aber noch diverse Wasserlöcher besuchen aber nach der gestrigen Holperfahrt haben wir darauf verzichtet. Die WOMO’S sind eindeutig nicht für solche Strassen geeignet. Und siehe da, auf dem direkten Weg haben wir einen „super schönen“ Löwen gesichtet. Das schwarzweiss gestreifte vor ihm war mal ein Zebra. 8 km vor dem Campingplatz doch noch zu einem Wasserloch gefahren und diverse Tiere haben friedlich miteinander dort verweilt. Ein richtiges „Tischlein deck dich“ für die Löwen. Am Mittag dann im Restaurant auf dem Campingplatz sehr lecker gegessen und uns anschliessend bei 37 Grad im Pool abgekühlt und unter den Bäumen ein Nickerchen gehalten. Man muss ja auch mal Urlaub machen!!!!! Auf dem Platz gibt es viele Bäume wo die Gesellschaftsvögel ihre grossen Nester bauen. Um 19.00 Uhr noch das Wasserloch vom Campground besucht. Der Sonnenuntergang war fantastisch. Eine Giraffe hat wieder die bekannte Show abgezogen und hat sich kaum an’s Wasserloch getraut. Aber im Sonnenuntergang sah sie sehr majestätisch aus.