Dienstag 4. November

 

Nach einer entspannten Fahrt (90km auf Asphalt ) kamen wir in Outjo an, wo wir erst einmal getankt haben und am Geldautomaten Cash bezogen. Anschliessend sind wir im Restaurant „Farmhouse“ in einem wunderschönen Garten unter Bäumen frühstücken gegangen und ich habe die Hompage der letzten 4 Tage nachgeführt. Danach noch einmal gute 180km bis zu unserem heutigen Stellplatz, der Krystal Weinkellerei gefahren. Dabei handelt es sich um einen kleinen Handwerksbetrieb einer Deutsch stämmigen Familie. Sie bewirtschaften ein paar Hektar Reben und Kakteen. Insgesamt liegt der Ertrag bei ca. 3-5000 Liter Rotwein und Weisswein pro Jahr. Ausserdem wird aus den Kaktusfeigen ein Schnaps gebrannt, der sehr interessant schmeckt. Der Hammer ist aber der Grappa den sie hier brennen. Aus Urheberrechtlichen Gründen darf er aber nicht Grappa heissen, sondern Nappa (Namibian Grappa). Am Abend wurden wir dann wieder von Seabridge zum Essen eingeladen. Gurkensalat, kalte Platte und Käse. Noch ein Dessert und dann der Wein und Schnaps. War ein feuchtfröhlicher Abend an dem sehr viel gelacht wurde.

 

Mittwoch 5. November

Heute hatten wir nur eine sehr kurze Strecke zu fahren (aber 44 km Schotterpiste). Also nach dem Frühstück nach Omaruru. Das relativ grüne Städtchen liegt am Omaruru Trockenfluss, der nur während der Regenzeit Wasser führt. Dieses Städtchen hat ein freundliches Stadtbild, mit einem Gemisch aus „modernem“ und „historischem“. Ebenfalls haben wir dort die Tikolshe Schnitzerei besucht. Die meisten Schnitzarbeiten werden aus alten Wurzeln hergestellt. Um die Mittagszeit dann Richtung Buschcamping gefahren. Ohne Strom und , d.h. ohne Klimaanlage, aber mit einer originellen Dusche. Um 15.00 Uhr war ein Besuch der „San“ angesagt. Die Buschmänner sind das älteste Naturvolk der Erde. Quasi unsere direkten Vorfahren. Sie waren nicht nur vor den Weissen sondern auch schon lange vor den Schwarzen hier und leben im Einklang mit der Natur. Der Stammesälteste hat uns mit seinem Enkel (der hat alles ins Englische übersetzt) 2 Stunden durch eine fantastische Landschaft geführt und uns diverse Bäume und andere spannende Dinge gezeigt. Leider war es so heiss (ca. 45 Grad) dass zuerst Heidi einen Kreislaufkollaps erlitt (sie wurde von einem anderen Buschmann zum WOMO geführt) und ich etwas später Hyperventilierte. Alle haben sich sehr gekümmert und mir ihr letztes Trinkwasser über den Nacken und über den Kopf gegossen. Ich konnte mich dann bei einem grossen Stein in den Schatten setzen und bald ging es wieder besser. Den Abend liessen wir dann bei einem romantischen Lagerfeuer ausklingen.