Sonntag, 9. November

Seit gestern Abend ist Jamal (geboren in Casablanca) als Unterstützung von Renate eingetroffen. Auch von Bobo Camper fährt für die nächsten 4 Tage durch die Wüste ein Mechaniker mit. Also alles auf der sicheren Seite.

Heute sind 300 km angesagt, davon ca. 200 km auf Schotterpiste oh jeh!!!!. Zuerst über Walvis Bay Da sich die Temperaturen vom Morgen 15 Grad mehr als verdoppelt haben, sind wir gleich zum Pool. Dort haben wir Angela und Tom aus Lübeck kennengelernt. Tom fährt mit dem Fahrrad und Angela begleitet ihn im Fahrzeug. Die beiden bereisen Namibia schon seit 20 Jahren. War sehr interessant und spannend. Ein tolles Paar. Genau auf unserer Wellenlänge. Die E-Mail Adressen werden ausgetauscht und wir werden sicher in Kontakt bleiben.

Richtung Flughafen wo der Asphalt endet. Anfangs auf sehr guter Salzpiste gefahren. Um uns herum nur Wüste und Sand. Dann über Kuisib Canyon und den Gaub Pass wo wir an einem lauschigen Plätzchen im Schatten einer Felswand Pause gemacht haben. Es gab nur noch Ohhhh und Ahhhhh ist das nicht wunderschön hier!!!! Unterwegs noch den Wendekreis des Steinbocks passiert. Mit der Sonneneinstrahlung sah alles wie auf einer kitschigen Postkarte. Diese Strecke ist eine der schönsten Panoramastrassen durch Namibia. Das mit der Schotterstrasse war nicht so schlimm wie erwartet und wir kamen zügig voran und waren um 13.00 Uhr bereits auf dem Campingplatz in Solitaire wo uns der feine Duft von frischem Brot und Apfelkuchen direkt in die Nase stieg.

Renate hat für alle Fisch eingekauft und jeder der Teilnehmer hat einen Salat beigesteuert. Am offenen Feuer dann gegrillt und zusammen gegessen. Hat wunderbar geschmeckt.

Montag, 10. November

Wir haben uns von Tom verabschiedet, der bereits gegen 8.30 mit seinem Fahrrad wieder losgefahren ist. Da wir nur 90 km (aber wieder auf Schotterpiste und Staub ohne Ende) zu fahren hatten, sind wir etwas später losgefahren. Auf direktem Weg zum Sesriem Rest Camp wo wir uns bei über 30 Grad im Pool abkühlen konnten. Um 18.00 sind wir dann zur Sossusvlei Lodge spaziert wo für uns ein grosser Tisch mit traumhafter Aussicht reserviert war. Das Buffet liess keine Wünsche offen. Neben Schnecken und Salaten gab es Suppen, Lachs und vieles mehr. Man konnte zum Hauptgang wählen zwischen verschiedenem geschnetzeltem Fleisch welches mit Gemüse, Zwiebeln und Nudeln direkt auf der Grillplatte zubereitet wurde. Ausserdem standen diverse Steaks wie Zebra, Kudu, Antilope, Strauss und Fisch zur Auswahl. Das Dessertbuffet überraschte mit einer farbenfrohen Auswahl von Früchten und Torten.

Dienstag, 11. November

4.30 Uhr Tagwacht. Eine halbe Stunde später ging‘s los Richtung Sossuvlei Dünen (die höchsten der Welt). Big Daddy ist höher als 300 m. Nach 60 km mussten wir in 4x4 Fahrzeuge umsteigen. Dann nochmals 5 km bei Temperaturen von ca. 12 Grad. Langsam auf die Dünen aufgestiegen und auf den Sonnenaufgang gewartet. Eine Traumkulisse mit Sicht auf die Dünen und Salzpfannen. Auf dem Rückweg stand uns noch ein Gemsbock Model und wir haben noch bei Düne 45 einen Stopp eingelegt und sind dann zurück zum Camp gefahren. Bei der Tankstelle Kaffee getrunken und die nächsten 220 km Schotterpiste unter die Räder genommen. Auf der Strecke ist uns durch die Schüttlerei der schlechten Strasse das Scharnier eines Kästchens abgebrochen und der Putzkübel, der Abfall etc. etc. haben sich im WOMO verteilt. Kurz vor der Duwisib Guest Farm noch das Schloss besichtigt. Trotz seiner burgartigen Erscheinung war Schloss Duwisib nie etwas anderes als das Wohnhaus eines deutschen Grossgrundbesitzers. Hansheinrich von Wolf liess sich dieses Prachtstück 1908erbauen und mit allem erdenklichen Luxus der damaligen Zeit ausstatten. Da wir gestern zu viel vom Buffet genascht haben, verzichten wir heute Abend auf das gemeinsame Nachtessen und legen uns früh schlafen.