Mittwoch, 12. November

Weiter auf Schotterpiste die 220 km bis nach Aus. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke in Helmeringhausen in einem wunderbar gepflegten Hotel eine Kaffeepause mit Apfelkuchen eingelegt. Auch heute gestaltete sich die Landschaft sehr unterschiedlich mal alles in rot, dann grün und dann wieder sehr steinig oder aber auch ganz verschiedene Formen von Bergen. Im kleinen Ort Aus auf der Terrasse vom Bahnhof Hotel etwas Kleines gegessen und die Hompage der letzten 3 Tage nachgeführt, da wir im Moment auf Plätzen ohne Strom und natürlich auch ohne Internet gastieren. Am Nachmittag auf dem sehr urigen „Klein-Aus Vista Camping“ mit traumhafter Kulisse eingetroffen. Der Wind war sehr stark und die Temperaturen ziemlich tief. Um 16.00 Uhr den Grill eingeheizt, da wir noch bei Sonnenschein um 17.00 essen wollten. Sobald die Sonne untergeht, kann man kaum noch draussen sitzen. Heute Nacht ist mal wieder „Wärmflasche“ angesagt.

Donnerstag, 13. November

Da wir jetzt mehrheitlich auf Teerstrassen fahren, hat uns Rodney (der Mechaniker) wieder verlassen. Er hatte doch einiges zu tun (5 platte Reifen gewechselt und da mal eine Tür geflickt oder bei uns ein gebrochenes Scharnier ersetzt). Renate hat uns gesagt, dass bei einer ihrer Reisen schon mal 27 Reifen gewechselt werden mussten. Da es in der Nacht doch recht kalt war ca. 10 Grad und wir nicht am Strom hingen (also keine Heizung) sind wir gleich nach dem Frühstück losgefahren. Vorbei an wilden Pferden mit ihren Fohlen und nach 100 km in der Geisterstadt Kolmanskop angekommen. Im Jahr 1908 wurde der erste Diamant in dieser Gegend gefunden. Auf einer geführten Tour haben wir die Geschichte der Diamanten und der Stadt erfahren. Das Casino wurde wieder hergerichtet; dort kann man die Kegelbahn und das Theater besichtigen. Der grösste Diamant der dort gefunden wurde, hatte sage und schreibe 237 Karat. Anschliessend bis Lüderitz zum Einkaufen und Geldwechseln gefahren. Das zweitere gestaltete sich doch sehr  problematisch, da auf der ersten Bank der Mitarbeiter welcher für Geldwechsel zuständig war gerade Mittagspause machte und in der nächsten Bank unzählige Formulare ausgefüllt werden mussten, Pass kopiert etc. etc.

Am Nachmittag auf dem Campingplatz „Shark Island“ direkt am Meer unseren Stellplatz bezogen. Die Lage ist genial mit grandioser Aussicht aufs Meer und den Sonnenuntergang. Leider ist man aber dem Wind schutzlos ausgesetzt und es kann sehr ungemütlich werden. Zurzeit ca. Windstärke 6 und es schüttelt uns ganz schön durch.  Danach einen kleinen Spaziergang (ca. 1km ) zur Oyster Bar gemacht. Ein wunderschön rustikales Restaurant. Wolfgang hat 6 frische Austern gegessen und ich 2 Frühlingsrollen. Einfach herrlich.

Freitag, 14.November

Der Wind hat noch einen Zacken zugelegt und wir sind heute Morgen in Fahrgemeinschaft mit Rosemarie und Paul zum Diaz Point gefahren (wenigstens haben alle die gleiche Frisur). Dort über einen abenteuerlichen Steg zum Diaz Kreuz geklettert und auf dem Rückweg vorbei an den Flamingos Richtung Agate Bay. Wie Strasse war wiederum ziemlich holprig und gegen Mittag waren wir wieder zurück auf dem Campingplatz. Der Wind war schon so stark, dass Wolfgang, als er aussteigen wollte die Tür zur Hand rausgerissen wurde und mit einem Knall gegen das Auto prallte. Am Nachmittag dann doch noch nach Lüderitz gelaufen und im Café Diaz was Kleines gegessen. Bei heftigem Rückenwind den Heimweg angetreten. Da es absolut unmöglich war auch nur einen Stuhl vors WOMO zu stellen, haben wir den Rest des Nachmittags mit lesen drinnen verbracht. Am Abend dann mit einem Shuttlebus ins Restaurant Ritzi's zum Dinner gefahren. Morgen geht’s dann wieder ins Landesinnere wo hoffentlich der Wind nachlässt.