Mittwoch , 19. November

Zum Teil war die Strasse heute etwas holperig und einige Baustellen mit Wartezeiten bis 10 Minuten  mussten bewältigt werden. Da wir bis jetzt im den Supermärkten keinen Kaffeerahm gefunden haben, und die Milchpackungen zu gross waren, haben wir uns entschieden, 0.5 l Vollrahm zu kaufen. Bis zum Ziel hatten wir dann Schlagsahne. Gut, dass die Schotterpisten vorbei sind sonst hätten wir unsere eigene Butter machen können.

Über einen kleinen Pass, und die Landschaft hat sich total verändert. Kornfelder soweit das Auge reicht. In Melkbosstrand ca. 20 km vor Kapstadt zum Bloubergstrand gefahren und bei viel Wind und Sonnenschein gleich mal den Tafelberg fotografiert. Weiter draussen noch Robben Island gesehen wo Nelson Madela 17 Jahre in Haft sass. Später wurde er dann in ein anderes Gefängnis verlegt, wo er noch einmal 7 Jahre absitzen musste.Diese Insel kann nur von Kapstadt aus mit dem Boot besucht.  werden. Am Nachmittag noch in den schönen grossen Pool gesprungen und abends beim Lagerfeuer den morgigen Tag zur Waterfront in Kapstadt besprochen.

Donnerstag, 20. November

Um 10.30 Uhr wurden wir von einem Reisebus abgeholt und nach Kapstadt zur Waterfront gefahren. Es gab einiges zu sehen und zu hören. Vor dem riesigen Victoria Wharf Shoppingcenter spielten verschiedene Bands afrikanische Musik. Auch sehr interessant war der Craft Market mit den vielen kleinen Ständen. Über die Schwenkbrücke zum Clocktower und den Robben beim Spielen zugeschaut. Da wir Lust hatten, wieder mal chinesisch zu essen, haben wir uns durchgefragt und im Beijing Orchid fantastisch gegessen. Frühlingsrolle gefüllt mit Prawn, Hummer auf Glasnudeln, Angry Duck und einen feinen Dessert verspeist. Anschliessend haben wir noch das Riesenrad geentert und haben die Waterfront von oben angeschaut. Da unser Bus erst um 18.00 zurück fuhr und wir schon ziemlich kaputt waren (wir sind ja auch nicht mehr die jüngsten) haben wir uns ein Taxi gesucht. Den Fahrpreis von 300 auf 250 runtergehandelt und losgefahren. Wir wussten als Adresse nur Caravan Park Melkbosstrand und dass es in der Nähe vom Pick n Pay ist. Uns kam gar nichts bekannt vor und wir sind kreuz und quer durch das Villenviertel gefahren bis wir zur Küste kamen. Dort angekommen hatten wir das Gefühl, doch noch ca. 10 km weiter fahren zu müssen. Und genau so war es dann auch. Plötzlich ist linkerhand der richtige Pick n Pay aufgetaucht und nach ca. 2 km auch der Caravan Park. Da wir fast eine Stunde mit dem Taxi (Rush Hour) unterwegs waren, hatten wir mit dem Fahrer Mitleid und haben ihm dann 400 Rand bezahlt. Ich glaube, wir waren alle Happy, dass wir endlich am Ziel waren!

Freitag, 21. November

Was haben wir doch für ein Glück mit dem Wetter. Letzte Woche war in Kapstadt 2 Tage Dauerregen und in Stellenbosch hat’s sogar geschneit. Leider konnten wir heute wegen des Windes nicht mit der Seilbahn auf den Tafelberg. Dieser ist 250 Millionen Jahre alt, über 1000 m hoch und besitzt 17 Wasserquellen. Wir haben aber mit dem neuen klimatisierten Bus und mit Monika (einer deutschen Reiseleiterin welche seit 1977 in Afrika lebt) eine sehr interessante Stadtrundfahrt gemacht. Wir sind auch auf einen kleineren Berg hochgefahren, von wo wir einen tollen Ausblick auf das Fussballstadion von der letzten WM und die ganze Stadt hatten. Beim nächsten Stopp sind wir dann durch das Malayenviertel mit sehr farbenfrohen Häusern gelaufen. Danach in der Fussgängerzone wo auch ein original Stück der Berliner Mauer, welches ein Geschenk an Mandela war. Beim Market mit musikalischer Unterhaltung gegessen und anschliessend durch einen wunderschönen grossen Park am Parlament vorbei spaziert. Zum ersten Mal auch ein Albino Eichhörnchen gesehen. War ein sehr lehrreicher und anstrengender Tag.

Samstag, 22. November

Heute ging’s zum Cap der guten Hoffnung. Zuerst fuhren wir zur Hout Bay wo wir eine Kaffeepause eingelegt haben und den schönen Strand besichtigt haben. Hier wächst das Schilf auf Felsen. Danach fuhren wir (laut Monika über den zweitschönsten Pass der Welt) den Chapman’s Peak. Ein traumhaftes Erlebnis!!! Beim Cape of Good Hope hatte es sehr viele  Touristen und alle wollten natürlich 1 Foto schiessen. Der Wind war ziemlich heftig und wir haben sogar eine Frau mit Pelzmantel gesehen. Zum Mittagessen fuhren wir dann zum Cape Point wo wir auch mit der Funicula hochgefahren und zu Fuss wieder runter sind. Am Da Gama und Dias Monument vorbei wieder Richtung Kapstadt wo wir den Botanischen Garten Kirstinbosch besucht haben. Hier gibt es sehr viele Grünflächen die von Familien zum Picknick genutzt werden und keinen einzigen Abfallkübel. Jeder nimmt einfach seinen Abfall wieder mit nach Hause. Bei uns würde überall ein Schild stehen „Rasen betreten verboten“.  Faruk, unser Fahrer der uns die letzten 3 Tage gefahren hat ist ein sehr guter Chauffeur. Überhaupt haben wir die letzten 6 Wochen nicht einen einzigen Unfall gesehen und es ist sehr angenehm hier zu fahren. Jeder nimmt Rücksicht auf den anderen und bis jetzt sind uns noch keine Raser begegnet. Wer zuerst an eine Stoppstrasse kommt, fahrt dort auch als erster weg.