Montag, 13. Oktober

Heute morgen wurden wir von einem nigel nagel neuen Bus zu einer Stadtbesichtigung nach Pretoria abgeholt. In Pretoria stehen 70'000 Jacaranda Bäume, welche zur Zeit in voller Blüte (lila) stehen. Als erstes haben wir das Voortrecker Monument besucht. Dieser massive Granitbau hat eine Höhe von 41 m. Die 25 x 25 Meter große Heldenhalle ist über Außentreppen zu begehen. Sie wird bekrönt von einem 41 Meter hohen Dom. Der Boden ist in wellenförmig angeordneten Marmorplatten belegt. In der Halle wird auf 27 Marmorfriesen die Geschichte des Grossen Trecks gezeigt. Am alljährlichen Jahrestag der Schlacht am Blond River scheint um Punkt 12:00 Uhr mittags die Sonne durch eine Öffnung des Doms der Heldenhalle auf die Aufschrift des Sarkophags: „Ons vir jou Suid-Afrika“ africaans; deutsch: „Wir für Dich, Südafrika“).

Anschliessend den Regierungssitz und die 9m hohe Mandela Skulptur besichtigt und in einem schönen Park zu Mittag gegessen (bei 33 Grad). Wieder zurück auf der Ranch ist heute Nachmittag das erste Brefing angesagt. Morgen brechen wir dann zu unserer grossen Reise auf.

Dienstag, 14. Oktober

Beim Frühstück erschien die weibliche Küchenmanschaft und hat zuerst ein afrikanisches Lied und anschliessend die Nationlhymmne gesungen. Gänsehaut pur und ich hatte doch tatsächlich Tränen in den Augen. Dann losgefahren und unsere WOMO'S in Empfang genommen. Wir wurden sehr herzlich begrüsst und Kaffee, Sandwiches und Früchtebuffet waren aufgestellt. Nach einer Einführung und den Formalitäten ging's dann los (natürlich auf der linken Strassenseite) zum nächsten Supermarkt. Heute waren ca. 350 km zu fahren, vorbei an weiten Feldern und über einen Pass. York, unser Reiseleiter hat uns gebeten, vor 18 Uhr auf dem Campingplatz zu sein, da es hier dann bereits dunkel ist. Hat bei allen wunderbar geklappt. Bei einem Womo fiel der Turbo aus aber dies sollte heute auch wieder funktionieren, da von der Vermietung die ersten 2 Tage 2 Mechaniker "für alle Fälle" mitfahren. Wir sind eine tolle Gruppe und am Abend beim Nachtessen (hier gibts frische Forellen) werden Reiseerfahrungen ausgetauscht. Aber am coolsten ist Rosa (78) aus Holland, die mit ihrer Tochter und dem Schwiegersohn aus Kanada in einem WOMO mitfährt. Vor 2 Jahren ist sie die Panamericana gefahren und war ein Jahr unterwegs. Man könnte sie knuddeln.

Mittwoch, 15. Oktober

Zum ersten Mal wunderbar im WOMO geschlafen. Das Briefing vom Vorabend wurde auf heute Morgen 8.00 geschoben. Heute betrug die Distanz zum nächsten Camping 140 km und es gab viel zu sehen. Zuerst haben wir bei den Mac Mac Falls einen kurzen Stop eingelegt und Wolfgang hat sich sofort mit Big Mamma angefreundet.

Nach 15 km sind wir in dem kleinen Ort Graskop angekommen. Dort kurz noch im Spar das gestern vergessene eingekauft. Auf dem Parkplatz hat uns ein Herr angesprochen und gefragt woher wir kommen. Er war auch schon in der Schweiz in Herisau und auf dem Säntis. Die Leute hier sind alle ausserordentlich freundlich und hilfsbereit. Auf Empfehlung unseres Reiseleiters York sind wir bei Harrie’s eingekehrt und feinen Pancake mit Black Cherries gegessen.

Anschliessend die Seidenweberei „Africa Silks“ besucht, wo Frauen an Webrahmen und Spinnrädern gearbeitet und gesungen haben. Eine nette Dame hat uns alles erklärt wie sich die Raupen verpuppen und dann die Seide verarbeitet wird. Gleich noch 2 Kissenüberzüge für’s WOMO gekauft. 

Nach dem Essen dann auf der kleinen Umfahrung die Pinnacles, God’s Window und Wonder View besichtigt.

Das Highlight des Tages aber war Burke‘s Luck Potholes. Hier haben wir eine kleine Wanderung durch die Felsauswaschungen unternommen. Erinnerungen an den Grand Canyon in USA wurden wieder wach.

Leider hat es dann angefangen zu regnen als wir die Drie Rondavels angeschaut haben. Vorbei an einem riesigen Termitenhügel bietet sich hier ein spektakulärer Blick in den Blyde Canyon, auf den Blyde River Dam bis ins Lowveld und den Krügerpark. So gegen 16.00 auf dem Campingplatz eingecheckt. Super schön und die Sanitäranlagen der Hammer.