Montag, 24. November

Gestern Abend zu später Stunde ist noch hoher Besuch auf dem Campingplatz eingetroffen. Detlef Heinemann (Chef von Seabridge) hat uns einen Besuch abgestattet. Am Morgen dann ein paar hundert Meter vom Campingplatz entfernt (ein Tipp von Monika) einen tollen Tabakladen aufgesucht und Wolfgang hat sich mit einer neuen Pfeife, Tabak, Pfeifenstopfer und einem Feuerzeug  (er wollte eigentlich nur letzteres kaufen) eingedeckt. Vorbei an Weingütern dann über 3 Pässe nach Grabouw gefahren. Es war kein grosser Unterschied zur Schweizer Landschaft. Dann auf einer Nebenstrasse nach Betty’s Bay und von dort zu einer riesigen Pinguin Kolonie. Auch die Klippschliefer waren vor Ort. Einfach nur schön. In der Hoffnung Wale zu sehen, sind wir dann am Nachmittag nach Hermanus gefahren. Dort 1 Stunde ausgerüstet mit Teleobjektiv und Feldstecher „gesperbert“. Nur 3 mal kurz gesehen, wie sie geblasen haben. War aber trotzdem ein toller Tag mit vielen eindrücklichen Bildern.

Dienstag, 25. Novembe

Heute mal wieder sehr windig. Auf der Strasse entweder Seiten- oder Gegenwind. Eine sehr anstrengende Fahrt. Man konnte zusehen wie der Zeiger der Benzinuhr sank. Sonst ist Autofahren in Südafrika mega entspannend.  Auf den Strassen mit einem Pannenstreifen fährt der langsamere einfach links damit der schnellere vorbei kann. Dieser bedankt sich mit dem Warnblinker und der andere betätigt kurz die Lichthupe und alle sind zufrieden. Absolut kein Stress. Ansonsten war die Strecke nicht besonders spannend. Sehr viele Weizenfelder, Kuh- und Schafherden. Auf der Strecke noch bei einer Aloevera Fabrik Halt gemacht. Diese konnte aber nicht besichtigt werden. In Mossel Bay direkt zum Campingplatz gefahren und dort von zwei sehr unfreundlichen Angestellten empfangen worden. Sämtliche Plätze mit Meerblick oder unter Bäumen waren gesperrt. Wir mussten uns auf einem relativ kleinen Platz einrichten. Gleich wieder los und das Städtchen besichtigen. Laut, schmutzig und unfreundlich. Heute war Tag zum vergessen!! Der erste auf unserer Reise.

Mittwoch, 26. November

Neuer tag, neues Glück. Am Morgen aufgewacht und „KEIN WIND“. Gleich nach dem Frühstück an den Strand und danach an der Höhle mit vielen Klippschliefern vorbei den Aufstieg zum Leuchtturm in Angriff genommen. Nach über einer Stunde waren wir wieder auf dem Campingplatz und los gings Richtung „Diaz Museum“. Bartholomäus Diaz landete als erster Weisser 1488 in Mossel Bay. Er kam von Lissabon mit seinem Schiff und 60 Leuten Besatzung hier an. Zum 500 Jahr Jubiläum wurde das Museum errichtet. Hier kann man ein genaues Duplikat solch einer Karavelle besichtigen. Dieses Schiff wurde 1987 in Portugal vom Stapel gelassen und ist mit 16 Mann Besatzung am 3. Februar 1988 in Mossel Bay gelandet.

Danach ging‘s über den Robinson Pass nach Oudtshoorn und von dort durch ein sehr schönes Tal zu den Cango Caves. Zuerst was kleines gegessen und dann um 14.00 auf zur geführten Tour. Diese wurde in Englisch und Deutsch durchgeführt und wir hatten das Glück, mit Lee Ann zu gehen. Diese hat uns mit viel Herzblut durch diese Höhlen geführt und ganz am Schluss der Höhle das Licht komplett ausgeschaltet und in ihrer Muttersprache die Südafrikanische Landeshymne gesungen. Gänsehaut pur. Der absolute Hammer war aber auf dem Rückweg, als sie uns in der grossen Höhle, wo früher Konzerte stattfanden, gefragt hat, ob sie nochmals was singen darf. Dann hat sie mit glockenheller Stimme das AVE MARIA“ in Latein gesungen und ich habe Rotz und Wasser geheult. Viele andere Teilnehmer haben ebenfalls geweint. Ich habe in meinem ganzen Leben noch keine so schöne Führung gehabt.