Sonntag, 30. November

Ohne Frühstück losgefahren denn wir wollten in Jeffrys Bay was Kleines essen. Zuerst ein kurzer Stopp bei der Paul Sauer Bridge und dann mal wieder den Kühlschrank gefüllt. Port Elizabeth haben wir umfahren und sind dann gegen Mittag im Addo Elephant Park angekommen. Der Temperaturunterschied war wieder mal extrem. Am Morgen 17 Grad, am Nachmittag 35 Grad. Gleich zum Pool und uns abgekühlt. Anschliessend durch den 500 ha grossen Nationalpark gefahren. Einige Elefanten, Bergzebras, Büffel, Schildkröten etc. gesehen.Ein mächtiger Elefant, Harpoor, hat 40 Jahre eine riesige Herde angeführt. Dann wurde er von einem seiner Söhne enttrohnt und hat dies nicht akzeptieren können. Er hat die Zäune niedergetrampelt und die Farm's in der Umgebung verwüstet. Aus diesem Grund musste er erschossen werden. Hier gibt es auch tausende von Pillendrehern. Diese legen ihre Eier im Kot von den Büffeln ab und füttern dann ihre Jungen mit Elefanten Dung. Deshalb sollte man möglichst auf der Strasse den vielen Elefantenbollen ausweichen.

Montag, 1. Dezember

Heute sind 250 km zu fahren. Die Strecke war nicht wahnsinnig reizvoll. Die ersten 100 km vorbei an unzähligen Zitronen- und Orangenbäumen, die nächsten 100 km rechts und links Kakteen und ab und zu mal ein paar Schafe  und dann ein paar kleine Hügel bis zum Ort Graaff-Reinet. Dieses historische Städtchen ist womöglich eines der schönsten in Südafrika. Interessante Museen und natürlich die historischen Gebäude im Kapholländischen Stil. Im Cafe Polka in einem herrlichen Garten haben wir zu Mittag gegessen. Ebenfalls gibt es mitten im Ort eine wunderschöne Kirche die wir auch besichtigen konnten. Innen war sie recht schlicht gehalten mit einer sehr modernen Krippe und einer sehr schönen Orgel. Dann bei 39 Grad zurück zum Auto und auf den schattigen Campingplatz gefahren und gleich unter die Dusche.

Dienstag, 2. Dezember

Gestern bei der Besichtigung der Kirche wurde Urs von einem schwarzen Mann angesprochen, ob er Interesse hätte, die Township zu besichtigen. Er hat uns dann beim Briefing gefragt und 16 Personen wollten mit. Um 8.00 Uhr morgens war Treffpunkt bei der Kirche und Xokle war pünktlich da. Er sprach auch relativ gut Deutsch und lebt selber dort. Zu Fuss waren es ca. 10 Minuten zu laufen und die Leute dort waren alle sehr freundlich und viele Kinder haben uns lachend uns spielend begleitet. Wir konnten 2 Blechhütten von innen besichtigen und alle unsere Fragen wurden beantwortet. Während der Apartheid wo alles kontrolliert wurde, war zum Teil einiges besser als heute. Zum Beispiel liegt sehr viel Müll rum. Auf unsere Frage, warum sie diesen nicht wegräumen (die Müllabfuhr kommt 1 – 2-mal in der Woche) haben die Bewohner gesagt, sie hätten keine Besen und keine Schaufeln. Und warum nehmt ihr denn den Müll nicht von Hand auf? Wir haben keine Mülltonne. Die einen haben relativ Ordnung um ihre Hütten und den anderen ist es einfach egal. Auch der Alkohol und die Arbeitslosigkeit (60%) sind ein riesiges Problem. Hier gibt es auch eine Tagesklinik wo sich alle kostenlos behandeln lassen können. Heute war der Tag für die Frauen und Mütter mit Baby’s. Auch wurden in einem Projekt verschiedener Organisationen die Häuser mit fliessendem Wasser und einer Toilette (aussen) ausgestattet. Das Problem ist, dass viel kaputt geht und nichts repariert wird. Nach 2 Stunden war die Führung vorbei und es sind viele Eindrücke die nun verarbeitet werden müssen. Die heutige Regierung hat diese Situation absolut nicht im Griff.

Gegen Mittag (unterwegs 2 mal in ein heftiges Gewitter gefahren) sind wir dann über 2 Pässe Richtung Garieb Dam gefahren. Man konnte mit dem Auto über die Staumauer fahren und dann zu Fuss zurücklaufen. Der Stausee ist 25 km breit und 250 km lang.