Mittwoch 3. Dezember

Heute war mal wieder eine längere Strecke zu fahren. Die Temperaturen lagen so bei 20 Grad. Gemäss einem Tipp von Renate sind wir 180 km bis Bloemfontain gefahren und dort sollte ein schönes Orchideen Haus stehen. Mit Betonung auf „sollte“. Zuerst hat uns das Navi fehlgeleitet und als wir dann beim Orchideen Pavillon ankamen, waren wir mehr als enttäuscht. Ausser ein paar Grünpflanzen und ca. 5 verschiedenen Orchideen in Töpfen gab’s nicht viel zu sehen. Also weiter zum nächsten Tipp „ein Farmstall“. Dieser erwies sich als absolut cool. Ein Schild am Eingang sagte „Schokolade ist die Antwort, egal wie die Frage lautet“. Schon der Eingang war ein Erlebnis und die hatten so viele lustige und schöne Sachen im Laden. Gottlob sind wir daran, unseren Haushalt aufzulösen, ansonsten hätte ich den halben Laden leergekauft. Auch das Mittagessen war lecker und so sind wir dann zufrieden aber bei mehrheitlichen Regenschauern bis zum Golden Gate Nationalpark gefahren. Eine wunderschöne Kulisse und der Campingplatz direkt unter den Felsen.

Donnerstag 4. Dezember

In der Nacht hat’s gedonnert und ein heftiges Gewitter hat einigen von uns den Schlaf geraubt. Da wir ja mit Ohropax schlafen, haben wir von alledem nichts bemerkt ausser dass der Boden in der Dusche nass war (wieder mal die Dachluke nicht geschlossen!) Am Morgen dann strahlend blauer Himmel und wir haben uns mit Rosemarie und Paul auf eine Wanderung begeben. Zuerst ging‘s steil bergauf bis zum Echo Ravin und dann haben wir gleich noch den Mushroom Rock angehängt. Da hier überall vor den frechen und zum Teil aggressiven Pavianen gewarnt wird, heben sich Paul und Wolfgang mit einem Stock bewaffnet. Total 2 Stunden rauf und runter. Am Nachmittag dann zu viert mit einem WOMO zum Basotho Cultural Village. Auf einer ca. einstündigen Führung, auf der dem Besucher traditionelle Hütten in den verschiedenen Baustilen seit dem 15. Jahrhundert und die dazugehörigen Lebensweisen gezeigt werden.  Zuerst wurde der Chef des Dorfes gefragt, ob wir das Dorf betreten dürfen. Nach seinem OK haben wir zuerst den Medizinmann und dann den Chef des Dorfes besucht. Dort wurde uns ein selbstgebrautes Bier als Willkommenstrunk angeboten. Anschliessend wurde Wolfgang vor dem Haus des Chef’s eingekleidet. Wir haben viel gelacht. Damals lebte der Chef in Bigamie und hatte 3 Frauen. Die erste wurde ihm von der ganzen Sippe zugeteilt und die 2 anderen durfte er selbst wählen. Im Haus der ersten Frau gab es Porridge, bei der Zweiten eine Art Maismehl (dort wurde ich eingekleidet) und bei der Dritten gekochte Maiskörner.  War eine sehr unterhaltsame Führung. Später noch in das Künstlerdorf Clarens gefahren und verschiedene Galerien und Läden angeguckt. Alles mega schön gestaltet und sehr sauber.

 

 

 

Ein traumhaft schöner Mondaufgang