Samstag, 25. Oktober

Um Richtung Namibia zu kommen, müssen wir zuerst 70 km zurück zur Grenze nach Botswana und danach 300 km nach Nata. Unterwegs wieder einige Tiere gesehen wie z. B. der Hornrabe, eine grosse Giraffe, die sehr gemütlich die Strasse überquert hat sowie Elefanten, Esel, Pferde, Ziegen etc. Auch ein Steppenbrand der Strasse entlang hat uns noch ein wenig gewärmt (es waren bereits 40 Grad. Aus Angst vor der Maul und Klauenseuche mussten die Fahrzeuge durch eine Desinfektionswanne fahren und auch wir mussten aussteigen und unsere Schuhe in einem Becken desinfizieren. Ebenfalls wurde der Kühlschrank inspiziert, da keine Fleischwaren in Botswana transportiert werden dürfen. In Nata nochmals den Tank aufgefüllt und dann weiter bis zum Campingplatz Planet Baobab. Ein traumhaft gelegener Platz mit vielen alten Affenbrotbäumen, und einer Bar und einem Restaurant im afrikanischen Stil. Nach dem Mittagessen gleich in den Pool zum abkühlen. Da ein Fahrzeug eine Panne hatte (das Kühlwasser ist ausgelaufen) findet heute kein Briefing statt. York und Kathy müssen mit Hariette und Lothar in Nata übernachten und dort wird das Fahrzeug repariert. Nach 2 Stunden Reparatur und 1 km Fahrt war alles wieder kaputt, auch der Turbo. Das Auto ist nicht mehr fahrtüchtig und musste stehen gelassen werden. Die beiden fahren jetzt mit dem Reiseleiter mit und schlafen im Hotel. Ihre Reise endet in Windhoek in 3 Tagen. Sie haben nur 3 Wochen gebucht. Das Briefing findet deshalb erst am Morgen zwischen 8.30 und 9.00 Uhr statt.

Sonntag, 26. Oktober

Wir fahren nach dem Briefing die 220 km bis Maun. Es ist eine Fahrt durch trostloses Gelände. Am Mittag sind wir auf dem Campingplatz und um 15.00 Uhr geht’s zum Flugplatz für einen Rundflug übers Okawango Delta.  Dies ist die grösste Oase der Welt mit riesigen Büffel- und Elefantenherden. Da wir aber 500 Fuss hoch über die Herden flogen (zum Schutz der Tiere) war das fotografieren relativ schwierig. Der Flug dauerte 1 Stunde und unser junger Pilot Martin hat es gut gemacht.

Montag, 27. Oktober

Heute verlassen wir Botswana und fahren über die Grenze nach Namibia. Auf der langen aber gut ausgebauten Strecke wo sich die Kinder fast die Arme ausgerenkt haben beim winken, haben wir unsere letzten Pula verschenkt. Mit dieser Währung kann nur in Botswana bezahlt werden. Die Frau hat sich sooooo mega gefreut und sich überschwänglich bedankt.  Da es vor ein paar Tagen in Botswana geregnet hat, waren zig tausende von Schmetterlingen unterwegs. Einige Dutzend mussten leider an der Windschutzscheibe ihr Leben lassen. Eigentlich sollte die Einreise problemlos von statten gehen. Schon bei der Ausreise aus Botswana mussten wieder Formulare ausgefüllt werden. Dann weiter zum Grenzübergang Namibia. Kurz vor unserer Ankunft sind ca. 50 Jugendliche mit einem Bus vorgefahren. Es hiess warten und wieder 1 Formular ausfüllen. Dann endlich einen Stempel in den Pass bekommen und weiter zum nächsten Posten. Ebola Formular ausfüllen, weiter zum Schalter für die Strassenbenützungsgebühr. Da ging das Theater los. Laut Information von York sollten 220 Rand bezahlt werden. Die Frau am Schalter wollte aber 460 Rand und unterdessen waren schon 9 Fahrzeuge von uns eingetroffen. Riesen Diskussion weil sie uns nicht als PKW einstufen wollte. Nach einem Telefonat zwischen Kai und ihrer Chefin wurde uns gesagt, dass wir entweder 460 Rand bezahlen würden oder nicht einreisen dürfen. Wir hatten die Nase voll und bezahlten und nichts wie weg die restlichen 19 km zum Camping. Dort haben wir dann erfahren, dass nur die ersten 4 WOMO’s diesen Betrag bezahlen mussten und der Rest dann 220 Rand. So läuft’s halt in Afrika.

Nach der namibischen Grenze mussten nur noch 19 km fahren um auf die Zelda Guestfarm zu gelangen. Dort wurden wir gegen Abend von Reinier über den Platz geführt, vorbei an den Emus und dann wollte er uns die Fütterung des Stachelschweins präsentieren. Dieses liess sich aber nicht blicken, nur ein paar Stacheln lagen im Gehege. Dann weiter zum Leopard, der auf dem Felsen mit mehreren Kilos Wasserbock gefüttert wurde. Um 19.00 Uhr wurde für uns ein schönes und leckeres Büffet aufgestellt. Nach der langen Fahrt und dem Ärger am Zoll total groggy ins Bett gefallen.