11. Juli 2015

Mit vollem Diesel- und Wassertank geht’s heute über die Grenze in die Türkei. Nach ca. 30 km sind wir bereits am Grenzübergang. Nachdem die Pässe begutachtet sind, geht’s ein paar Meter weiter zur Kontrolle der grünen Versicherungskarte. Einen kurzen Blick in die WOMO-Garage und nach 15 Minuten haben wir‘s geschafft und werden schon von den ersten vierbeinigen Bewohnern begrüsst. Auf halben Weg zum schwarzen Meer vorbei an sanften Hügellandschaften übernachten wir in Selimpasa. Anscheinend gibt es hier 2 Campingplätze und wir nehmen den kleinen Platz auf dem Hügel und sind die einzigen Gäste. Wir probieren mal unseren Backofen aus und machen gefüllte Peperoni. Nachdem auch die Waschmaschine keine 20 Schritte vom WOMO entfernt ist, gleich noch die Frotteewäsche (60 Grad) in die Maschine. Nachdem ich ca. 10 mal nachgeschaut habe, ob die Wäsche fertig ist, sehe ich einen Zettel mit der Bemerkung, man solle doch 40 Grad ECO waschen, da die anderen Programme 3.15 Stunden dauert. OK dann warten wir und danach machen wir einen Spaziergang. Immer den Hügel runter, vorbei an schönen Sonnenblumenfeldern und immer das Meer vor Augen. Kreuz und quer bis wir nach 7 km endlich total k.o. den Ort erreichen. Komm wir fahren mit einem Taxi zurück sage ich zu Wolfgang. Aber weit und breit keines zu sehen. Also ins nächste Lokal. Muss ein Gasthaus sein, denn gleich neben dem Eingang ist ein Saal wunderschön für die Festlichkeiten des Ramadan dekoriert. Wir erklären unsere Situation und fragen die Besitzerin, ob sie so nett wäre, uns ein Taxi zu bestellen. Da sie 16 Jahre in Deutschland gelebt hat, spricht sie sehr gut deutsch. Sie spricht kurz mit ihrem Sohn und bietet uns an, uns zurück zum Campingplatz zu fahren. Unglaublich!!!! Also ins Auto rein und ich navigiere die gute Frau zurück zum Camping (welchen sie aber nicht kannte). Einmal falsch abgebogen und wir landen in einer Sackgasse. Einen Mann an der Strasse gefragt, wie wir unter der Autobahnbrücke auf die andere Seite kommen. Gleich da vorne links. Gesagt getan und auf einer kleinen Hühnerfarm gelandet. Also wieder wenden, den nächsten Weg und der endet in einem Bachbett. Wenden nicht möglich. Im Schritttempo weiter (uns war das ganze schon ziemlich peinlich) und endlich auf dem richtigen Weg. Beim Campingplatz wollten wir natürlich etwas bezahlen. Die Frau wollte aber partout nichts nehmen. Wir haben uns überschwänglich bedankt und waren froh, wieder beim WOMO zu sein.

 12. Juli 2015

Nach einer ruhigen Nacht fahren wir Richtung Istanbul. Da wir im Oktober 5 Tage die Stadt besuchen, umfahren wir die Stadt und fahren über die Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke, welche den Bosporus quert und haben somit Asien erreicht. Wir fahren nach Woodyville/Akkaya zum Westerncamping Akcakese. Hier sind die Preise nach Standort gestaffelt (am Steilufer mit tollem Meerblick) verlangt der etwas arrogante Besitzer Erol 20 Euro pro Person. Unten bei den Pferden (riecht auch dementsprechend) gab‘s nur einen Platz da wir mit unserem WOMO nicht durch die Einfahrt (zu tief) ins Fort passen. Nach kurzer Diskussion konnten wir das WOMO dann auf der Wiese in der Nähe des Strandes abstellen. Baden ist heute sehr gefährlich wegen der Strömungen.