30. Juli 2015

Wir fahren heute durch zum Teil trostloses Gebiet mit vielen Baustellen über Milas und machen beim Zeustempel von Euromos Halt. Diese Ruinenstätte wird von vielen alten Olivenbäumen umgeben. Der Tempel wurde im 2. Jh.n.Chr. auf dem Boden eines der von drei Seiten eingefassten Tales errichtet. Ein Stückchen weiter sind noch Überreste eines Amphitheaters zu sehen. Auf dem Parkplatz hat uns ein deutscher Tourist so zugeparkt, dass wir nur nach vorne und das relativ steil wegfahren konnten. Dies hatte zur Folge, dass wir mit dem Hinterteil des WOMO’s einen Teil des Parkplatzes abgetragen haben. Nach kurzer Fahrt folgen wir dem Wegweiser zum Campingplatz Zeybek am Bafa-See. Nach 15 km sehr schlechter Strasse (das WOMO sieht wieder aus wie Sau) dafür vorbei an sehr eindrucksvoller Landschaft stehen wir vor geschlossenem Camping und Restaurant. Ebenfalls gibt es keinen Schatten und wir wollen bei fast 40 Grad nicht hier übernachten. Auf der anderen Seite des Sees gibt es noch einen Campingplatz. Also alles wieder zurück und zum Turbut Camping auf der stark befahrenen Strasse. Langsam sind wir wirklich genervt. Auch dieser Platz ist geschlossen und es gibt wenig Alternativen. Wir fahren weiter bis Didim und finden einen Platz mit funktionierendem Strom und seit gestern können wir sogar wieder fernsehen. Ausser ARD und SRF können wir fast alles empfangen. Wir fahren mit dem Bus in die Stadt und versuchen bei 4 Juweliergeschäften einen Ehering für unseren Sohn Dominik zu erwerben (er hat seinen Ring während dem Schwimmen beim Triathlon verloren. Wir werden fündig, der Ring wird in Izmir hergestellt und bis Samstag geliefert. Der Campingplatz ist relativ gross und 98% der Camper sind Türken (alle in Zelten). Es ist eine spezielle Atmosphäre, ganze Grossfamilien sitzen auf Teppichen vor ihren Zelten und essen oder ruhen sich aus. Das einzige, was uns stört sind die Abfallberge soweit das Auge reicht und die Sanitäranlagen sind jenseits von gut und böse. Wir duschen im Moment nur noch im Womo und benutzen auch nur die eigene Toilette.

1. August 2015

Wir warten auf den Anruf des Juweliers (sollte bis 14.00 Uhr fertig sein) und fahren dann weiter Richtung Ephesus.

Die Geschichte mit dem Ring!! Wir müssen um 12.00 Uhr unseren Stellplatz verlassen und das WOMO  auf einen Parkplatz stellen.  Im Restaurant essen wir was Kleines und dann ist warten im Backofen (WOMO) angesagt. Um viertel nach drei kommt der Juwelier vorbei, wir bezahlen den Rest und fahren los. Auf dem Weg ein Blick auf den Ring und er scheint uns etwas rötlich. Kurz vor Kusadasi halten wir beim Einkaufszentrum und decken uns mit Lebensmitteln ein. Hier gibt es auch ein Schmuckgeschäft. Komm wir bringen den Ring mal rein und fragen warum das mit der Farbe so ist. Der nette Juwelier bestätigt uns, dass der Ring 18 Karat hat und ein Gewicht von 8.6 Gramm. Auf der Visitenkarte sehen wir, dass der Juwelier von Didim hier in Kusadani auch eine Filiale hat. Auf dem Campingplatz Yat eingecheckt, ein Taxi gerufen und ab in die Stadt. Wir erklären die Situation und uns wird gesagt: 18 Karat Gold hat eine leichte rötliche Färbung und wenn wir das in gelbgold möchten, muss dies speziell erwähnt werden. Sie könnten nochmals einen Ring anfertigen, würde aber 200 Euro kosten.  Wir lassen es so wie es ist und haben etwas gelernt. Anschliessend zu Fuss an der Promenade zurückspaziert. Der Campingplatz befindet sich am Meer ist sehr schön und besitzt auch einen Pool und ist ca. 10 Minuten zu Fuss von der Stadt entfernt. Ausser einem kleinen Bus aus Holland sind wir die einzigen Ausländer. Sonst wie fast überall Zelte mit türkischen Familien.  Hier ist aber alles sehr gepflegt.