9. August 2015

Nach 2 Tagen alleine auf dem Campingplatz in Bergama (ausser Abends mit 2 Hochzeiten ä 350 Personen) hat uns die Zivilisation wieder. Wir fahren nach Ören (das aber nicht in Schweden liegt). Unterwegs wird bei KIPA der Kühlschrank aufgefüllt und auf dem Campingplatz bekommen wir einen Platz in vorderster Front direkt am Meer. So viele ausländische Touristen wie hier haben wir die ganzen 4 Wochen Türkei nicht gesehen. Hinter uns ein Berner und ein junges Paar aus Zürich welche bis Indien fahren wollen, dann viele Deutsche und Österreicher. Da es wieder sehr heiss ist, nehmen wir gleich ein Bad im Meer und sind doch sehr überrascht, wie kühl das Wasser hier ist. Bis jetzt war es immer fast wie in der Badewanne. Gegen Abend spazieren wir an der Promenade bis ins nahe Dörfchen Ören welches mit den Souvenirgeschäften den Touristen gerecht wird. Mann (natürlich auch Frau) spricht Deutsch.  

10. August 2015

Gemäss einem Tipp wollen wir heute zum Kazdag Tabiat Nationalpark. Anhand der Koordinaten finden wir die Abzweigung problemlos und fahren auf asphaltierter Strasse steil bergauf. Kurz nach einem kleinen Dorf wird die Strasse unbefestigt und zum Teil sehr eng. Wir fahren immer höher und höher und nach ca. 10 km kommt uns ein Fahrzeug entgegen. Es müssen die Betreiber des Campingplatzes sein. Sie fragen uns, ob wir reserviert hätten und Essen dabei hätten. Der Strom wäre sehr schwach und würde auch nicht für den Kühlschrank reichen. Für uns kein Problem, läuft auch auf Gas. Die Beiden teilen uns noch mit, dass es 100 TL (umgerechnet ca. 33 Euro kosten würde) uns sie später wieder hochkommen würden. Wir fahren erstaunt weiter und wundern uns über den Preis. Kurze Zeit später meldet unser Navi: Sie haben ihr Ziel erreicht. Aber weit und breit kein Platz. Das Ziel war noch mindestens 5 km entfernt. Nur ein Brunnen und ein paar Schafe. Die Strasse wird immer schlechter und wir schlagen mit dem Heck am Boden auf. Also nichts für grosse WOMO'S. Mit viel Mühe konnten wir weiter oben wenden. Alles wieder zurück und Richtung Balabanli zum Camping Sarnic. Die Strasse zum Camping ist auch ziemlich schmal und wir können nicht auf den Camping fahren. Die Äste der Olivenbäume hängen zu tief. Es werden ein paar Autos umparkiert und wir können unser Fahrzeug hinter dem Restaurant abstellen. Im Restaurant bekommen wir köstliche Fischspiesse und über einen Holzsteg steigen wir später ins glasklare Wasser. Ende gut, alles gut!!!

11. August 2015

Nach einer etwas lauten Nacht neben dem Restaurant und dem Abfallwagen der um 23.30 mit laufendem Motor eine halbe Stunde leere Flaschen etc. aufgeladen hat, haben wir uns am Morgen ziemlich über die Rechnung geärgert. Für den Fischspiess mit einem Salat, 2 Glas Rotwein und einer kleinen Flasche Mineralwasser hat der Besitzer und glatte 50 Euro abgenommen. So was nenne ich Touristenabzocke. Wir fahren weiter nach Troja und da es erst 10.00 Uhr ist, stehen ausser ein paar Bussen erst wenige Fahrzeuge auf dem Platz. Parkgebühr bezahlt und es stehen nur ca. 10 Leute an der Kasse. Wir wundern uns, warum es so lange dauert. Bei jedem wird ein Ausweis verlangt, eingescannt, Personalien aufgenommen und eine Karte erstellt. Ich sofort zurück zum WOMO um meinen Ausweis zu holen. Wolfgang hat sich dann in die Reihe gestellt und sage und schreibe 30 Minuten in der prallen Sonne gewartet bis er an der Reihe war. Für Ausländer: nur bezahlen und 2 Tickets, FERTIG!!!! Nach der Besichtigung fahren wir weiter zur Fähre nach Eceabat.2

Wir verlassen den asiatischen Teil der Türkei und nach 30 Minuten Fahrt mit der Fähre sind wir wieder in Europa. Ca. 5 Minuten später kommt von links ein Lieferwagen welcher unser WOMO (ist ja auch so klein) nicht sieht. Ich hupe wie verrückt, aber zu spät und er schlitzt uns die ganze Seite auf. Die Polizei wird gerufen. Nach 5 Minuten kommen 2 Polizeibeamte die aber weder deutsch noch englisch verstehen. Sogleich wird ein Übersetzer angerufen der sehr gut englisch spricht. Wir setzen uns gegenüber in ein kleines Café, trinken Cay und füllen in deutsch und türkisch ein Unfallprotokoll aus. Anschliessend werden wir noch auf den Polizeiposten gefahren und ich und der andere Fahrer müssen ins Röhrchen blasen. Nach 38 Jahren seit ich den Führerschein habe, das erste mal. Beide haben 0,0 Promille. Nach einer guten Stunde dann Richtung Campingplatz Kum und gleich an den sehr schönen Sandstrand und sofort ein herrliches Bad genossen. Mal schauen wie es nun weitergeht.

Am Abend machen wir am Sandstrand einen langen Spaziergang und geniessen den Sonnenuntergang. Auf dem Rückweg erblicken wir von der kleinen Holzbrücke dutzende von Wasserschildkröten.

12. August 2015

Wir verbringen den Tag am Strand und baden nochmals ausgiebig im glasklaren Wasser. Wir planen nun unsere Rückreise und werden morgen mal bis Bulgarien fahren. Anschliessend Serbien, Slowenien, Italien und dann nach Hause. Es gibt viel zu organisieren, da unser Verladetermin für s WOMO in Hamburg fix ist.