16. Juli 2015

Heute endet der Ramadan und das anschliessende Zuckerfest welches 3 Tage dauert wird gefeiert. Dieses Fest ist einerseits ein Ausdruck der Freude, den Ramadan erlebt zu haben, und andererseits ein Höhepunkt der gemeinschaftlichen Verbundenheit. Im Türkischen bezeichnet man Festtage als 'Bayram'. Das Ramadanfest ist neben dem Opferfest eines der beiden Hauptfeste der Muslime.

Riesige Autoschlangen bilden sich Richtung schwarzes Meer (wie Karfreitag vor dem Gotthard) und wir beschliessen, in die entgegengesetzte Richtung zu fahren. Wir durchfahren eine wunderschöne Landschaft und erreichen bald eine Höhe von 1300 m. Auf dem Yayla Mocamp quartieren wir uns ein und werden von der Gänsefamilie begrüsst. Alles hier ist sehr idyllisch und wir geniessen die Ruhe. Nach einem leichten Mittagessen marschieren wir kreuz und quer über Wiesen und durch Wälder auf der anatolischen Hochebene und bewundern die wunderschöne Pflanzenwelt. Wir begegnen keiner Menschenseele und finden nach 2 Stunden doch tatsächlich wieder unser WOMO. Da es heute wieder Strom gibt, bekomme ich meinen von Wolfgang gebackenen Geburtstagskuchen.

17. Juli 2015

Beim Aufwachen heute morgen habe ich mich gefragt, ob wir gestern irgendwo falsch abgebogen und in Sibirien gelandet sind. Im WOMO 14 Grad, Aussentemperatur 6 Grad. Die Heizung angeworfen und gemütlich drinnen gefrühstückt. Wir fahren nach Kizilcahamam mit seinen zahlreichen Thermalquellen. Mitten im Dorf finden wir einen Parkplatz und gehen ein Stück zu Fuss. Verschieden Personen fragen wir, wo wir hier baden können. leider versteht keiner englisch oder deutsch und wir laufen weiter und stehen bald vor dem Polizeiposten welcher von einem Polizisten mit MP bewacht wird. Der kann uns sicher weiterhelfen. Er versteht uns auch nicht und ruft gleich seinen Kollegen. Der kommt, stellt sich vor, heisst uns hier willkommen und fragt, wie er helfen kann. Sein englisch ist noch schlechter als meins aber zum Schluss versteht er, dass wir nicht übernachten sondern nur baden möchten. Per Handy wird Verstärkung gerufen und zu dritt werden wir im Polizeiwagen zu einem Hotel eskortiert. Dort begleitet die Polizei Wolfang an die Rezeption, erklärt unser anliegen und gleich kommt noch ein Hotelangestellter, welcher unsere Badetaschen trägt. Das WOMO wird parkiert und wir begeben uns in die Therme. Wir können auswählen, entweder getrennt Männlein und Weiblein oder zusammen ins Familienbad. Also ins Familienbad und dann habe ich mal bei den Frauen reingeschaut und gleich ein Hamam entdeckt. In 10 Minuten könnte ich eine Massage bekommen. Ein Tuch geschnappt und mich auf eine Bank gesetzt. Die Frau hat mich mit einem rauen Handschuh  so was von geschrubbt, dass nicht nur die oberste Hautschicht sondern auch gleich die Orangenhaut an den Oberschenkeln weg ist. Danach eine Schaummassage vom kleinen Zeh bis hinter die Ohren und die Haare wurden auch noch gewaschen. Sauberer geht es nicht mehr. Danach sind wir Richtung Ankara gefahren. Nicht dass die Geschwindigkeiten eingehalten werden, aber 82 km/Std ist doch schon lustig. Am Nachmittag haben wir den Camping Ulasan Hotel Caravaning bei Gölbasi erreicht mit einem riesigen Pool und fantastischen Sanitäranlagen.

18. Juli 2015

Wir haben es geschafft!!! Heute morgen bei strahlendem Sonnenschein und leichtem Wind gegen 11.00 Uhr zum Pool  und uns auf den komfortablen Liegen unter einem Sonnenschirm einquartiert. Keine halbe Stunde später rauschte eine Windböe heran und 2 Sonnenschirme haben sich schon mal verabschiedet. .Wolfgang: Ich schaue mal nach der Markise beim WOMO. Da kam ihm schon der Nachbar entgegen und hat auf unser WOMO gezeigt. Die Markise lag samt Wäsche auf dem Dach und beide Schwenkarme waren gebrochen. Ein weiterer Nachbar eilte auch zu Hilfe und zu fünft mit Leiter und Stühlen konnten wir alles bergen und die Markise einziehen und mit Schnur befestigen. Die nächsten 5 Wochen wird nur noch im Schatten geparkt!! Kommentar von Wolfgang: Es gibt Schlimmeres, wenigstens können wir die Kurbel noch brauchen. Witzbold!!! Den Nachmittag wieder am Pool verbracht und mit den netten Nachbarn welche mit 3 Kleinkindern bis in die Mongolei (der Mann ist Mongole) reisen, geplaudert. Er ist Publizist und dreht und schreibt einen Reisebericht Deutschland - Mongolei. Dieser Film wird dann auf einem mongolischen Privatsender gezeigt. Dieser Sender ist gleichzeitig auch Sponsor dieser Reise. Das älteste der drei Mädchen ( 7 Jahre ) hat uns spontan gefragt, ob es heute Nacht bei uns im WOMO schlafen kann. Da wir aber nur über zwei Schlafplätze verfügen, mussten wir sie leider enttäuschen.