20. Juli 2015

Nach einer stürmischen Nacht wo es uns im WOMO so richtig durchgeschüttelt hat, fahren wir am Morgen in das Dorf wo jeweils Montags ein sehr authentischer Markt stattfindet. Wir kaufen Trauben und Gurken und rollen über die Hochebene (immer über 1000 Höhenmetern) Zentralanatoliens vorbei an etlichen Brunnen und riesigen Kornfeldern (diese Gegend wird auch Kornkammer der Türkei genannt). Und wie überall, wo es Arbeit in der Landwirtschaft gibt, sieht man auch hier viele Lager von Wanderarbeitern aus dem Osten.  In weiter Ferne sehen wir sogar einen schneebedeckten Berg. Bei der Ortschaft Özkonak biegen wir ab zu der Unterirdischen Stadt. Bewaffnet mit einer Taschenlampe durchqueren wir meistens in sehr gebückter Haltung die weitverzweigten Gänge zu den über 4 Stockwerke tiefen Wohn- und Schlafräumen, Küchen und Vorratskammern. Ein ausgefeiltes Belüftungssystem mit Schächten bis in die untersten Geschosse sorgte für Frischluft. Die Zugänge waren gut getarnt, zusätzlich konnten die Gänge jedoch mit Runden Verschlusssteinen verschlossen werden. Vor dem Eingang gibt es verschiedene Verkaufsstände und alle wollen dich zum Cay einladen in der Hoffnung etwas zu verkaufen. Gottlob haben wir keinen Platz!!! Wir fahren noch 20 km weiter bis zum Campingplatz Ada in Avanos und grillen noch unsere letzten Cevapcici und dazu gibt's Fladenbrot und Gurkensalat.

Gegen Abend machen wir einen Spaziergang ins nahe gelegene Avanos welches vor allem wegen der vielen Töpfereien bekannt ist. Vorbei an einem sehr schönen Hotel über eine Brücke und am hübsch herausgeputzten Flussufer flaniert. Anscheinend wird in der Türkei an allen Wochentagen geheiratet. Neben den vielen Gänsen auf dem Fluss gibt es hier auch Gondeln (Venedig lässt grüssen). Dann über die Hängebrücke und am anderen Ufer zurück.