Nach einer ausgiebigen Siesta spazieren wir in den kleinen Ort und besichtigen die Sultan Hani Karawanserei. Diese gilt als bedeutendste und prächtigste Anlage ihrer Art. Erbaut wurde der Komplex im Jahr 1229 im Auftrag Sultan Alaeddin Keykübad. Durch ein prächtiges, mit Ornamenten reich verziertes Tor betritt man einen rechteckigen Innenhof, um den sich Küchen und Gästeräume gruppieren. Auf dem Weg werden wir von diversen Leuten angesprochen welche sich sehr interessiert nach unserer Reise erkundigen. Ebenfalls finden wir einen Velomechaniker, und wir bringen morgen früh mal das Fahrrad von Wolfgang vorbei.

Nachdem uns der Campingplatzbesitzer am Mittag schon unbedingt einen Teppich oder eine Tasche(welche man auch über einen Esel hängen kann) verkaufen wollte, hat er uns am Abend zum Barbecue eingeladen. Wir wollten aber um 21.00 Uhr nichts mehr essen. Um 4.30 Uhr hat uns der Muezzin von 2 Seiten beschallt dass wir fast einen Gehörschaden bekommen haben. Ich habe noch nicht herausgefunden, für was dies um diese Zeit gut sein soll. Die Sonne geht eine Stunde später auf!!!! Kaum wieder eingeschlafen, hat ein Hund angefangen zu jaulen der an einer Kette festgebunden war und dies über eine Stunde. Also haben wir gefrühstückt und zusammengepackt. Der Campingplatzbesitzer kam nochmals vorbei und weil wir ja soooo nett sind, würde er uns die Eseltasche für 20 statt für 50 Euro verkaufen. Ich habe ihm nochmals erklärt, dass ich sie nicht gebrauchen kann und er meinte, ich könnte sie ja weiterverschenken. War schon ziemlich aufdringlich und nervig. Wir fahren über Karapinar vorbei an kleinen ärmlich wirkenden Dörfern in einer öden staubigen Steppenlandschaft. Wo bewässert wird sehen wir Sonnenblumen und Maisfelder. Wir biegen ab nach Meke Gölu zu einem einzigartigen Naturschauspiel. Aus einer unwirklich erscheinenden Mondlandschaft erhebt sich ein brauner Vulkankegel. Wir fahren am Kraterrand entlang zum Salzsee. Anschliessend geht's zügig voran zu der Millionenstadt Konya. Dort gibt es einen WOMO-Stellplatz der uns aber gar nicht gefallen hat und wir fahren weiter nach Beysehir. Kurz davor an einer Shell Tankstelle erblicken wir eine Möglichkeit zum Autowaschen. Auf Anfrage, kommt ein junger Bursche, der in Deutschland geboren ist und bis zum elften Lebensjahr dort gelebt hat und erklärt uns, dass unser WOMO  hier gewaschen werden kann. Auf unsere Frage, was es kostet antwortet er: Es kostet nichts. Dürfen wir wenigstens ein Trinkgeld geben? Nein wir nehmen nichts an. Unglaublich so etwas. Das WOMO wird blitzblank geputzt und wir haben dem Jungen doch noch ein Trinkgeld zugesteckt. Kurz darauf haben wir uns auf dem Ata Camping einquartiert wo ich sogar meine Wäsche gratis waschen kann.