16. September

Wie heisst es im alten Schlager von Michael Holm: Mendocino, Mendocino, ich fahre jeden Tag nach Mendocino!!!!! Uns reicht einmal, warum sollen wir auch jeden Tag dahinfahren ha ha. Der Ort an der kalifornischen Pazifikküste ist als Künstlerkolonie bekannt. Viele Häuser sind in traditioneller Holzbauweise errichtet, heute oftmals liebevoll gepflegt und restauriert. Hier leben nur knapp 900 Einwohner. Es ist ziemlich neblig und gerade mal 12 Grad warm.

Wir fahren der Küste entlang bis Fort Bragg und stellen uns auf den POMO RV Park. Muss wieder mal Wäsche waschen. Anschliessend besuchen wir den botanischen Garten der sich bis zum Ocean erstreckt.

 

18. September

In dichtem Nebel fahren wir auf der Route 1 der Küste entlang bis zum Salt Point State Park. Da es Wochenende ist, sehen wir schon auf den diversen Campingplätzen das Schild „Camping full“. Auch hier am Eingang. Wir fragen, ob es doch noch einen Platz zum Übernachten gibt. Die Dame erklärt uns, dass wir ein Stück runterfahren können an die Küste und dort auf dem grossen Parkplatz über Nacht stehen können. Aber es darf hier kein Feuer gemacht werden. Gerne können wir uns den Platz anschauen und dann Bescheid geben. Also fahren wir runter und stellen uns auf den leeren Parkplatz. Es gibt keine Versorgung, also weder Wasser noch Strom noch Toiletten, aber dafür Meerblick. Wir spazieren zum Eingang und erklären, dass wir hier 2 Nächte bleiben möchten. Alles klar, kostet 28 Dollar die Nacht. OK, Hauptsache wir haben einen Übernachtungsplatz. Wir machen uns auf den Weg der Küste entlang (eingepackt in Winterklamotten) und bestaunen kuriose, stark verwitterte Sandsteinformationen.  Am späteren Nachmittag lichtet sich der Nebel und wir haben einen tollen Sonnen-untergang mit wunderschönen rotgefärbten Schleierwolken. Hier gibt es auch Bäume, an denen die Tannenzapfen am Stamm wachsen. Das haben wir vorher auch noch nie gesehen.

 

19. September

Es ist kalt, 10 Grad, aber der Himmel ist wolkenlos. Also marschieren wir wieder der Küste entlang und geniessen am Nachmittag die Sonne. Am späteren Nachmittag gesellt sich noch Thomas zu uns auf den Parkplatz. Er kommt aus der Nähe von Hamburg und ist auch mit dem eigenen WOMO unterwegs. Er erzählt uns seine Reiseerlebnisse von Südamerika, Kanada und USA. Ein Krimi könnte nicht spannender sein.