10. August

Endlich, endlich!!!!!! So gegen 10 Uhr erhalten wir eine E-Mail, dass unsere Reifen noch vor dem Mittag eintreffen werden. Wir sind kurz nach elf dort. Da die Einfahrt in die Werkstatt aber zu niedrig ist, wird das WOMO auf den Stützen hochgefahren. Wir trinken noch einen Cappuccino nebenan bei Starbucks und ruck zuck ist unser WOMO neu bereift. Kurz nach Mittag fahren wir los zum Mount Rainier Nationalpark. Der Platz liegt mitten im Wald ist aber fast ausgebucht. Wir finden noch ein Plätzchen und während ich noch einen Spaziergang mache (Wolfgang plagt ein Hexenschuss) kocht er eine leckere Minestrone. Ich möchte unbedingt ein Foto bei schönem Wetter vom Vulkan Mount Rainier, der mit fast 4‘4000 m Höhe der höchste Berg der Kaskaden ist. Die  Gletscher reichen weit nach unten; der Krater ist immer  schneebedeckt.

 

11. August

Da wir im dunklen Wald bei 9 Grad übernachtet haben, fahren wir am Morgen ohne Frühstück los und suchen uns ein sonniges Plätzchen unterwegs zum Frühstücken. Danach geht es bei herrlichem Wetter hoch bis auf 1‘800 m bis zum Paradise Visitor Center. Von dort machen mir einen Spaziergang auf dem Nisquaslily Vista Nature Trail. Wolfgang nimmt seine Hexe mit (da bin nicht ich gemeint) und es geht einigermassen mit den Schmerzen. Die Wiesen sind voller Blumen und ich staune nicht schlecht, es gibt sogar Enzian. Hier sehen wir den Berg von der anderen Seite mit seinen Gletschern. Beim Cougar Rock Camping ist wieder alles ausgebucht d.h. überall hängen Reservationsschilder. Im Reiseführer steht, dass wer zuerst da ist, zuerst einen Platz hat. Scheinbar kann man aber über eine Nummer reservieren. Ist für uns im Moment nicht möglich, das wir im Park kein Netzt haben. Aber es ist nun mal Hochsaison und Schulferien. Auf dem Iron Creek Campground finden wir einen schönen grossen Platz wieder im Wald. Gegenüber steht ein WOMO mit Kanadischem Nummernschild, wir werden aber auf Deutsch angesprochen. Regina und Klaus  kommen aus der Nähe von Freiburg und haben das WOMO in Kanada gekauft wo es bis zu ihrer nächsten Reise auch eingestellt wird. Beim Lagerfeuer und einer Flasche Wein tauschen wir Reiseerfahrungen etc. aus. War ein sehr gemütlicher Abend.

12. August

Wir verabschieden uns von Regine und Klaus und erhalten noch eine Adresse für einen guten Campingplatz in San Francisco. Danach geht es auf kurvenreicher Strecke hoch zum Vulkan Mount St. Helens welcher letztmals im Jahr 1980 ausbrach und 3 Tage ununterbrochen eruptierte und zu einer Verdunkelung des Himmels über dem Staate Washington führte. Gletscher schmolzen und viele Quadratkilometer Waldflächen wurden total vernichtet. Das Gebiet wurde als Sperrzone erklärt. Man wollte die sich überraschend schnell abzeichnende Erholung der Natur, unbeeinflusst von menschlicher Einwirkung beobachten und auswerten. Nach nun über 30 Jahren ist bereits eine erhebliche Erholung de Natur eingetreten. Die Strassen wurden ausgebaut und erlauben ein problemloses Fahren bis hinauf zur Windy Ridge wo man einen traumhaften Blick auf den See hat der mit Holzstämmen übersät ist. Überall blüht es und wir sehen an den Tannen haufenweise Zapfen.

Am Nachmittag überqueren wir die Staatsgrenze nach Oregon und erreichen unseren Übernachtungsplatz Portland Fairview RV Park bei 35 Grad. Was für eine Umstellung. Hier bleiben wir 2 Nächte und planen unsere Route für die nächsten Tage.