19. /20. August

Um 9 Uhr fahren wir bei 15 Grad los und eine Stunde später zeigt das Thermometer bereits 30 Grad an. Wir kommen am Mittag in Sweet Home auf dem Foster Lake RV Park an und am Nachmittag klettern die Temperaturen auf 41 Grad. Zuerst gleich in den Pool zur Abkühlung. Das WOMO gleicht einem Backofen und auch am Abend sind es immer noch 38 Grad. Neben dem Campground steht eine grosse Sägerei und das Holz wird 24 Stunden nonstop mit Wasser bespritzt. Vor 20 Uhr können wir unseren Abendspazierganz am See nicht machen. Da unser Umwandler von 110 auf 220 Volt zu schwach ist, funktioniert auch die Klimaanlage nicht. Wir lassen alle Fenster und Verdunkelungen offen und so gegen Mitternacht kühlt es langsam ab.

Am Morgen endlich mal wieder draussen Frühstücken, den Rucksack mit Wasserflaschen füllen und dann gleich am See spazieren. Es ist fast überall sehr steinig und es liegt viel Schwemmholz am Ufer und man kann nirgends ins Wasser steigen. Nur einige Motorboote mit Wasserskifahrern sind auf dem See. Also laufen wir über den Foster Dam und wieder zurück zum WOMO. Am Mittag noch mit dem WOMO in den Ort (sind doch 5 km) um Früchte und Salat einzukaufen. Im Visitor Center kann ich noch mit meinen Enkeln Facetimen und Cedric alles Gute für seinen ersten Schultag am Montag wünschen. Den Nachmittag verbringen wir lesend im Schatten.

21. August

Unser heutiges Ziel ist Sisters wo wir einen Platz für 2 Nächte reserviert haben. Also gleich nach rechts um auf den Highway 20 Richtung Sisters zu fahren. Gemäss Navi 170 km. Nach einigen km sehen wir eine Tafel, dass auf der Strecke eine Brücke gesperrt sei. Wird ja wohl eine Umfahrung geben. Wir fahren 25 km und stehen vor gesperrter Strasse. Wir haben uns allerdings schon gewundert, dass so gar kein Gegenverkehr herrscht, haben dies aber auf Sonntag morgen geschoben. Alles wieder zurück und auf einem grossen Umweg am Washington Lake vorbei und vielen vom 2003 verheerenden Waldbrand gezeichneten Bäumen nach Sisters gehfahren. Anstatt gute 2 Stunden, haben wir fast 5 gebraucht. Aber wenn wir was haben ist es Zeit!! Der Campingplatz Garden ist der schönste wo wir je waren. Alles sehr grosszügig und mit vielen Blumen. Die Sanitäranlagen sehen aus wie in einem Luxus Wellness Hotel. Dementsprechend ist natürlich auch der Preis. Satte 66 Dollar pro Nacht. Leider hat unser Nachbar einen kleinen Kläffer welchen sie 4 Stunden alleine im Wohnwagen lassen und der seinem Namen gerecht wurde. Verschiedene Leute kamen und wollten wissen, was hier los ist. Eine Frau hat an der Reception angerufen, konnte aber nur aufs Band sprechen. Wolfgang wollte sich auch beschweren aber kein Mensch vom Platz war erreichbar. Um 21.30 kamen dann endlich die Besitzer zurück und danach war Ruhe.

22. August

Was für ein eindrucksvoller Tag. Obwohl uns die Damen vom Visitor Center und der Reception abgeraten haben, mit dem WOMO über den McKenzie Pass zu fahren, riskieren wir es. Wer in Südamerika über Schotter Pisten und Serpentinen auf 5000 m hoch gefahren ist, schafft auch das. Also diese Strasse hat uns mal gerade ein müdes Lächeln gekostet.  Nur Fahrzeuge mit einer Länge von über 35 ft. dürfen hier nicht fahren. Unser WOMO hat nur 24 ft. Der Pass geht hinauf bis auf über 1500 Meter Höhe und befindet sich mitten in den Lavafeldern. Von hier aus hat man einen tollen 360-Grad-Blick auf die Berge und Vulkane der Region: Three Sisters, Mt. Jefferson, Mt. Washington, Black Butte, um nur die berühmtesten zu nennen. Es war eine aufregende Fahrt, die sich auf jeden Fall für uns gelohnt hat. Wir machen einen Spaziergang durch die Lavafelder und nehmen natürlich für unsere Enkel je einen kleinen Stein mit. Danach geht's weiter durch eine zwar recht kurvige aber gut ausgebaute Strecke durch Wälder wieder nach Sisters.  

Am Nachmittag bummeln wir durch den hübschen Ort Sisters und lassen es uns bei einem Glace gut gehen.