23. August

Am Morgen trauen wir unseren Augen nicht, als wir auf das Außen Thermometer schauen. Gerade mal 3 Grad. Zum Schluss müssen wir im August noch die Scheiben von Frost befreien. Wir fahren zeitig los und  erreichen am Vormittag Bend. Dies ist mit rund 60‘000 Einwohnern die grösste und bedeutendste Stadt Oregons. Als erstes machen wir Halt bei Walmart und nach dem Einkauf fragen wir gleich, ob wir über Nacht auf dem Parkplatz stehen dürfen. Wir bekommen die Erlaubnis und fahren mit dem WOMO in die 5 km entfernte Stadt. Leider gibt es überhaupt keine Möglichkeit das WOMO zu parken. Also fahren wir zurück zum Walmart. Wir haben gleich daneben ein China Restaurant „Red Dragon“ gesehen und schauen uns schon mal die Speisekarte an. Auf dem Rückweg gibt es ein kleines Häuschen wo man Kaffee „to go“ holen kann. Wir bestellen 2 Cappuccino und der Verkäufer fragt uns, ob wir bei Dutch Bros. schon mal Kunden waren. Wir verneinen und wir kriegen den Kaffee sozusagen als Erstkunde kostenlos. Gegen Abend spazieren wir dann zum Chinesen um dort zu Essen. War jetzt nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Danach schlendern wir nochmals durch den Walmart und kaufen uns noch ein neues Verlängerungskabel. Unsere Kabeltrommel hat ab und zu einen Wackelkontakt. 

24. August

Nur 40 km von Bend entfernt haben wir für 2 Nächte auf dem „La Pine State Park“ einen Platz reserviert. Wir fahren aber zuerst zum Paulina Lake auf über 2000m. Von dort starten wir zu unserer Tour zum Obsidian Lava Bed. Über pechschwarzen glasartigen sehr seltenen Basalt führt ein Trail auf die Höhe eines riesigen Obsidianfeldes, das die Umgebung bis zu 50 m überragt. Wir werden mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Noch einen Abstecher zu den Paulina Falls und auf geht’s zu unserem im Wald liegenden Übernachtungsplatz. Hier gibt es wieder self check in aber wir haben ja eine Bestätigung und eine Platznummer und alles schon mit Kreditkarte bezahlt. Wir fahren zu unserem Platz und dort sehen wir ein Paar stehen mit einem Zelt und überall verteilt Utensilien und auf gut Deutsch ein Riesenpuff. Wir schauen sicherheitshalber nochmal auf unsere Bestätigung und fragen dann, ob sie heute abreisen. Nein, erst Morgen. Wir zeigen ihnen unsere Reservation und er schaut in seinem Handy nach. Ohhhhh wir sind ja schon 5 Nächte da. Wir stellen uns auf einen noch leeren Platz und gegen 14.00 Uhr haben die beiden alles zusammengepackt und fahren weiter. Wir richten uns ein, machen ein schönes Lagerfeuer und 2 leckere New York Steaks werden gegrillt. Was für eine himmlische Ruhe. Nur Pinienbäume und ein paar Streifenhörnchen. Wir decken den Tisch und kaum ist das Fleisch auf dem Teller sind schon zahlreiche Wespen zur Stelle. Also flüchten wir zum Essen ins WOMO. Wolfgang wird dann aber am Abend doch noch ins Handgelenk gestochen.

 

 

25. August

Heute ist eine längere Wanderung angesagt. Da es am Morgen aber gerade mal 1 Grad warm ist, laufen wir erst um 10.00 Uhr los. Entlang dem Deschutes River und dann durch endlose Pinienwälder gelangen wir zum 500 Jahre alten „Big Tree“. Der Rundweg dauert etwas über 2 Stunden und wir erreichen heute die astronomische Zahl von 2 Mio. Schritten in diesem Jahr. Den Nachmittag verbringen wir vor dem WOMO und am Lagerfeuer. Heute gibt es  auf dem Feuer in unserer neu erworbenen Gusspfanne „Hörnli mit Bratwurst“. Was für ein Camperleben.

26. August

Bevor wir hier erfrieren (heute Morgen 0 Grad) geht es weiter zum Crater Lake Nationalpark. Der einst fast 3'700 m hohe Vulkan Mount Mazama stürzte nach einem Ausbruch vor fast 7'000 Jahren in sich zusammen und bildete einen Krater von 11 km Durchmesser. Im laufe der Jahre füllte sich der abflusslose Kessel mit Regen- und Schmelzwasser. Als Folge eines jüngeren Ausbruchs innerhalb des Kraters erhob sich Wizard Island im Westen des Sees. Der sichtbare Teil der Insel ist die Spitze eines Vulkans im Vulkan.