27. August

Klamath Falls muss man nicht unbedingt gesehen haben. Viele Geschäfte sind verwaist und verwahrlost. Auf dem RV Park hört man den Zug, was ja eigentlich kein Problem wäre, wenn in der Nacht nicht stündlich ein Güterzug vorbeifahren würde und da die Bahnübergänge welche alle paar hundert Meter vorhanden sind,  keine Schranken haben, hornt der Lokführer 5 - 6 mal pro Fahrt. Es haut einen fast aus den Federn. Man hat das Gefühl, jedesmal die WOMO-Tür öffnen zu müssen, dass der Zug durchfahren kann. An Schlaf ist nicht zu denken und obwohl wir für 2 Nächte gebucht haben, verlassen wir Klamaths Fall und fahren von Oregon wieder nach Kalifornien zum Lava Beds Nationalpark. Dort stehen wir wieder unter Bäumen und fast alleine. Ab nächster Woche sind die 3-monatigen Schulferien in USA zu Ende und wir müssen dann auch keine Plätze mehr vor reservieren.

Im Park gibt es mehr als 700 Lavaröhren und Höhlen. Mehr als 2 Dutzend haben gut entwickelte Eingänge und Fusspfade. Wir erkunden die Mushpot Höhle, die einzige mit eigenem Licht und Beschilderung. In diversen Höhlen leben die „White-Nose Fledermäuse“. Einige der Höhlen sind geschlossen, auf dass die Fledermauskolonien nicht gestört werden.  Schon bei den ersten Bildern habe ich gemerkt, dass der Akku des Apparates den Geist aufgegeben hat. Da Wolfgangs Apparat schon seit einigen Tagen nicht mehr will, kam unser Ersatzgerät zum ersten mal zum Einsatz. Am Abend laufen wir noch ein Stück des ca. 13km langen Lava Trails, der sich wunderschön durch die Hochwüste (1300 m) schlängelt.

28. August

Zuerst fahren wir zum Tule Lake und auf dem Rückweg schauen wir noch über den Devils Homstead. Heute sind wir schon etwas mutiger. Mit einer Taschenlampe bewaffnet steigen wir in die stockfinstere Merill Cave hinab. Als es dann aber nur noch auf einer Leiter in die Tiefe geht, drehen wir um. Ist uns doch zu riskant. Wir wandern noch bis zur Symbol Bridge und verbringen den Nachmittag auf dem schönen ruhigen Platz im Wald unter Bewachung eines blauen Vogels der ganz schön nahe kommt und sobald er etwas essbares sieht, sofort zur Stelle ist.

30. August

Von unserem Übernachtungsplatz machen wir uns auf den Weg zu den McArthur-Burney Falls. Zuerst laufen wir auf einer Nebenstrasse und dann auf einem schönen Rundweg durch den Wald und vorbei an dem 40m hohen Wasserfall. Das Becken des Wasserfalls ist 8m tief und nur 8 Grad warm. Also nichts mit einem Bad.

 

 

 

 

Luftpost einmal anders!!!!

Nur für Briefspatzen geeignet.