7. September

Wir schlängeln uns in Serpentinen einen Berg hoch und kommen noch am Vormittag in Virginia City an.  Die Fassaden entsprechen in der Hauptstrasse weitgehend dem früheren Aussehen. Wir besuchen die grosse schöne Kirche und anschliessend bummeln wir auf Holzgehstegen entlang an verrückten Souvenirshops und authentisch wirkenden Saloons, ganz so, wie man es aus Wildwest-Filmen kennt.  Hier gibt es auch die Chollar Gold- und Silbermine die einschliesslich der Abbaurechte schon für 550‘000 Dollar zu kaufen ist. Ein kurzer Blick in unseren Safe und wir sehen, dass aus dieser Idee nichts wird. Nach 2 km erreichen wir dann das älteste Hotel in Nevada, das „Gold Hill“. Die Zimmer sind im Wildweststil gehalten und wir überlegen uns, ob wir hier ausnahmsweise mal im Hotel übernachten sollen. Das im Hotel untergebrachte Restaurant mit französischer Küche hat aber am Mittwoch geschlossen und so fahren wir weiter bis Carson City. Wir brauchen noch ein paar Kleinigkeiten vom Walmart und fragen gleich, ob wir auf dem Parkplatz übernachten dürfen. Es wird uns gestattet.

 

 

 

 

 

 

Wie lange der wohl schon wartet????

8. September

Wir fahren über den 2'700 m Mount Rose Pass und treffen auf der Passhöhe Maja und Hans aus der Nähe von Winterthur. Die beiden leben die meiste Zeit in Reno und fliegen 2 mal im Jahr in die Schweiz. Ein Stück weiter sehen wir schöne Spazierwege und wir steigen in unsere Wanderschuhe und laufen zum Teil auf Holzstegen über Auen und durch den Wald. Es ist ein schöner Rundweg von 1 Stunde aber auf dieser Höhe pumpen unsere Lungen ganz schön. An den Stangen am Strassenrand, können wir uns etwa ein Bild machen, wie hoch der Schnee hier im Winter liegt. Wir beschliessen auf dem nahegelegenen Forest National Campground zu übernachten. Es ist herrlich und ganz ruhig. Die Tagestemperaturen betragen auch auf dieser Höhe ca. 25 Grad aber sobald die Sonne untergeht wird es sehr schnell kalt und so wird die Heizung am Abend und am Morgen in Betrieb genommen.

9. September

Wir fahren zeitig los, denn wir wollen am Vormittag an der Sand Habor Beach 1-2 Stunden verbringen. Auf dem Weg dahin gibt es noch einen Aussichtspunkt über dem Lake Tahoe. Überall an der Strasse sind Parkverbotstafeln aufgestellt und bei Sand Habor wollen sie 12 Dollar Parkgebühr. Wir fahren weiter aber nirgends kommt man ohne Gebühren zum See. Wir haben für 2 Nächte auf dem Zephyr Cove RV Campground reserviert. Gemäss Reiseführer gibt es nur 2 Plätze am See. Leder steht dort nicht, dass der Platz durch die starkbefahrene Hauptstrasse vom See getrennt ist. Der Preis von 73 Dollar pro Nacht schockiert uns, denn die Duschen sind unteres Niveau und das Internet funktioniert auch nicht richtig. Also wollen wir nur eine Nacht bleiben. Wir überqueren die Strasse und schauen mal was eine Fahrt mit dem Schaufelrad-Dampfer kostet. Für 2 Stunden satte 55 Dollar pro Person. Also wird hier nur Wäsche gewaschen, alle elektronischen Geräte aufgeladen und frisches Wasser aufgefüllt. Gegen Abend finden wir dann an Baumaschinen und diversen Absperrungen vorbei doch noch einen Spazierweg am See. Hier gibt es die grössten Pinienzapfen, die wir je gesehen haben. Morgen fahren wir dann weiter in Richtung Yosemite Nationalpark.

10. September

Ohne bestimmtes Ziel fahren wir los Richtung Lee Vining. Von dort aus wollen wir am Montag in den Yosemite Nationalpark starten in der Hoffnung, dass es weniger Besucher hat als im Mai. Wir fahren ca. 70 km und plötzlich taucht ein kleiner See auf. Nichts wie hin. Es gibt sogar einen Campground direkt am Topaz Lake. Hier wollen wir eine Nacht verbringen. Wir riskieren sogar ein erfrischendes Bad. trotz der hohen Tagestemperaturen ist das Wasser recht frisch. 

11. September

Kurz nachdem wir losgefahren sind, überqueren wir die Staatsgrenze von Nevada nach Kalifornien und werden wie schon vor ca. 14 Tagen angehalten und nach Früchten und Feuerholz gefragt. Das ist etwa so, als wenn man vom Kanton Zürich in den Aargau fährt und nach Karotten gefragt wird. Keine Ahnung für was das gut sein soll.