29. / 30. November

Nach dem Studium unserer Reiseführers und des Internets soll der Hunting Island State Park sehr schön sein. Kilometerlange unbebaute Strände, Dünen und Mangrovensümpfe. Also nichts wie hin. Wir verlassen die Hauptstrasse und fahren ca. 30 km Richtung Küste. Der Wind bläst uns fast von der Strasse. Nur noch über eine Brücke und dann sind wir da. Up's eine Strassensperre, die wir aber einfach umfahren. Nach 100 m ist aber endgültig Schluss. Bagger und Lastwagen stehen auf dem Weg. Der Ranger ist auch gleich zur Stelle und teilt uns mit, dass der Platz gesperrt sei. Alles ist total vom Hurrikan Matthew verwüstet und die Aufräumarbeiten dauern noch länger. 

Dann fahren wir halt weite bis Savannah. Gemäss einem Tipp von Brigitte und Willy kann man für 8 Dollar auf dem Parkplatz des Visitor-Centers übernachten. Wir fahren über eine wunderschöne Brücke und finden auch gleich den genannten Platz. Und siehe da, nach langer Zeit treffen wir auf ein Schweizer WOMO. Wir stellen uns daneben und begeben uns mit unserm Parkticket zum Infocenter. nachdem wir unsere Autonummer notiert haben, fragt uns der ältere Herr von wo wir kommen. Als wir ihm erklären, dass wir Schweizer sind, flippt er fast aus und meint: Ich arbeite nun schon seit 9 Jahren hier und noch nie haben Schweizer hier übernachtet und heute seid ihr bereits die zweiten. Wir marschieren gleich los und erkunden schon mal einen Teil der Stadt. Savannah ist eine der schönsten Städte der US-Ostküste. Ihr historischer Kern reflektiert Architektur und Atmosphäre des alten Südens. Die geometrische Anlage der Stadt erinnert bereits an das schachbrettartige Gittermuster, das auch für viele später gegründete amerikanische Städte so charakteristisch ist. Schon beim ersten Blick auf den Stadtplan fallen außerdem die vielen planvoll angelegten Plätze auf. Schon nach wenigen Minuten kommen wir an den zahlreichen Squares vorbei. Wie alle Plätze, sind dies üppig bepflanzte Grünanlagen. Große Eichen voller Spanish Moos spenden Schatten und laden die Besucher zum verweilen ein. Wir laufen mal bis zum Savannah River und entlang dem Fluss. Dort wo früher mit Baumwolle gehandelt wurde, dominieren heute Shops und zahlreiche Restaurants. Bei einem Candy Shop können wir nicht widerstehen und decken uns mit Leckereien ein. Zurück auf dem Parkplatz treffen wir dann Edith und Berni aus dem St. Galler Rheintal. Wir beschliessen, zusammen nochmals in die Stad zu laufen und essen bei Live-Bluesmusik in einer Tapas Bar. Es ist ein sehr gemütlicher und interessanter Abend und wir geniessen es.

Nach einer ruhigen und endlich mal wieder angenehm warmen Nacht, verabschieden wir uns von Edith und Bernie und erkunden den Rest der Stadt. Über ein paar Seitenstrassen geht es zum Oglethorpe Square, welcher nach dem Gründer von Savannah benannt wurde. Anschliessend geht's zum Colonial Park Cemetery. Dies war die Begräbnisstätte der Stadt bis 1850. Ebenfalls auf dem Friedhof begraben sind mehr als 700 Seelen, die während der Gelbfieber-Epidemie von 1820 umgekommen sind. Wir durqueren den Friedhof und steuern auf die Cathedral of St. John the Baptist zu. Die Kathedrale wurde 1876 gebaut und nur 22 Jahre später von einem Feuer zerstört. Der Bau der neuen Kirche dauerte 13 Jahre. Innen sind wunderbare Glasmalereien zu sehen. Zum Schluss laufen wir noch in den Forsyth Park und geniessen die Ruhe am schönen Springbrunnen. Am Mittag geht's es dann nur knappe 30 km weiter zum River's End Campingplatz auf Tybee Island.

 

 

 

Für das Parken gibt es genaue Regeln. Am Sonntag nur bis Punkt 12.00 Uhr. Wehe du stehts eine Munute nach 12 noch dort!!

1. Dezember

nachdem die Haus- ähhhhm WOMO Arbeit erledigt ist, wollen zum Strand und dort spazieren. Es ist noch ziemlich bewölkt aber das stört uns nicht. Beim ersten Durchgang zum Strand ist alles abgesperrt und man sieht die Überreste des Hurrikans. Ein netter Ami zeigt uns, wo wir zum Strand können und wir laufen 1 Stunde ganz alleine. Kein Mensch weit und breit. Überall wird noch aufgeräumt.

2. Dezember

Wir verlängern hier um eine Nacht. Was gibt es schöneres als lange Strandspazier-gänge. Auf dem Rückweg laufen wir durch den kleinen Ort. Es wird gehämmert und repariert.

 

 

 

 

Unsere heutige Ausbeute vom Strand