7. Januar

In der Nacht regnet und donnert es so stark, dass wir gar nicht richtig schlafen können. Gegen 5 Uhr morgens sehen wir ein 15minütiges Wetterleuchten. Ich habe gedacht, vor dem Haus steht ein Streifenwagen mit Blinklicht auf dem Dach. Also sofort auf die Terrasse und so etwas verrücktes habe ich noch nicht gesehen. Nach dem Frühstück wird noch der Rest eingeladen und es fängt wieder an zu regnen. Die ersten 100 km schüttet es wie aus Kübeln und der Scheibenwischer kann die Wassermassen auch auf der schnellsten Stufe kaum bewältigen.  

 

 

 

 

 

Tschüss Anna Maria Island

Wir erreichen kurz vor Mittag Homosassa und checken auf dem auch ziemlich vom Wasser heimgesuchten RV Park Nature's Resort bei kühlen 9 Grad ein. 

Der Regen hat aufgehört und es gibt sogar ein paar blaue Störungen aber ein kühler Wind weht. Wir ziehen unsere Winterjacken an und fahren zum Homosassa Springs Wildlife State Park. Hier werden Tiere aufgenommen und gepflegt, die in der Vergangenheit einmal ausgesetzt oder verletzt wurden. Darunter auch viele Manatees, die nach Unfällen wieder gesund gepflegt werden. Wir laufen auf dem an Tiergehegen vorbeiführende Rundwanderpfad. Hier kann man heimische Tiere und wunderschöne Vögel beobachten. 

Das Highlight ist jedoch das Unterwasser-Observatorium am Rande des 17m tiefen Quelltopfs der Homosassa Springs. Durch große Panoramascheiben lassen sich Manatees in Ihrer natürlichen Umgebung bestaunen.

8. Januar

Wir starten heute bei minus 1 Grad aber blauem Himmel. Da heute keine Sehenswürdigkeiten auf dem Plan stehen, gibt es einen Fahrtag von 320 km. Die erste Hälfte der Fahrt geht es Richtung Norden und dann fahren wir westwärts. Das wird sich in den nächsten 20 Tagen auch nicht mehr ändern. Wir erreichen Carrabelle Beach am frühen Nachmittag und finden einen schönen Platz auf dem gleichnamigen RV Park. Der Strand ist wunderschön und wir laufen bei kühlen 7 Grad unsere Schritte. An einem Strandabschnitt liegen viele Baumstrunke und wir fragen uns, ob diese angeschwemmt wurden oder ob die Bäume mal bis zum Wasser standen.

 

 

 

Es geht noch kälter

Wir fahren heute mehrheitlich der Küste entlang und über einige Brücken bis nach Panama City Beach. Ja diesen Ort gibt es auch in Florida. Dort angekommen besuchen wir das Wonder Works Haus wo im wahrsten Sinne des Wortes alles auf den Kopf gestellt wird. Wir versuchen einige der Experimente und lassen uns auch in einer Kabine anschnallen wo wir uns gemäss Leinwand auf einer Achterbahn befinden. Vorher mussten wir aber Brille, Handy etc. abgeben. Dann geht es los. Der Magen rebelliert als wir einige Loopings machen. Gottlob haben wir nur die mittlere Variante gewählt. Anschliessend spazieren wir noch an den vielen grossen Hotels vorbei, welche zum Teil geschossen sind. Am sehr weissen und breiten Strand geht es zurück zum RV-Park. Beim Blick aufs Handy sehen wir, dass wir unsere Uhren wieder um eine Stunde zurückstellen müssen.

 

10. Januar

Wir verlassen Florida und erreichen gegen Mittag Alabama. Unser Ziel ist der Gulf State Park mit einem riesen grossen Campground. Die Plätze sind sehr grosszügig angelegt und es gibt viele Wandermöglichkeiten. Auch das Wetter bessert sich und heute sind es bereits wieder 20 Grad. Wir richten uns ein und laufen zuerst zum See und anschliessend auf dem Alligator Marsh Trail. Leider bekommen wir keine zu Gesicht. Zurück beim WOMO bekommen wir Besuch von einem Ehepaar welches bereits seit über 50 Jahren in Kanada lebt und hier auf dem Platz überwintert.  Die Frau kommt ursprünglich aus der Schweiz, ihr Mann aus Deutschland. Wir halten einen Schwatz und sie geben uns noch ein paar Tipps für die Weiterreise.