2. November

Als erstes wollen wir am Morgen unsere Gasflaschen füllen. 9.30 stehen wir an der Tankstelle aber der Shop öffnet erst um 10.00 Uhr. Wir fahren weiter Richtung Idyllwild und sehen unterwegs bei einem KOA Camping eine Propangas-Station. Nachdem dies erledigt ist, fahren wir höher und höher bis auf 1'800 m in den Künstler-Ort Idyllwild. Dort wollen wir auch übernachten. Keine Menschenseele auf dem Platz. Wir fahren zurück in den Ort und schlendern durch das Dorf. Viele Geschäfte sind bereits geschlossen da die Saison vorbei ist. Die Temperatur beträgt 14 Grad und lässt erahnen, wie es in der Nacht sein wird. Wir beschliessen, weiter nach Indian Wells zu fahren. Auf der pittoresken Strasse schlängeln wir uns runter ins Tal. Wir erreichen am frühen Nachmittag Indian Wells wo wir uns auf dem schönen Campingplatz einquartieren. Hier gibt es alles was das Herz begehrt. Swimming- und Whirlpool und wunderbare 28 Grad bei strahlendem Sonnenschein. Wir nutzen die Infrastruktur und geniessen den Rest des Tages in der Wärme.

3. November

Weil es hier so schön und ruhig ist, entschliessen wir uns, noch einen Tag anzuhängen. Gleich nach dem Frühstück marschieren wir auf einem schönen Fussgängerweg (wir sind weit und breit die einzigen Fussgänger) los und kaufen bei Walmart noch einen Wasserfilter für's WOMO. Nach über 9'000 Schritten erreichen wir am Mittag wieder den RV Park. Bei über 30 Grad kühlen wir uns am Nachmittag im Pool ab. Aber wir wollen ja nicht jammern!!!

 

4. November

Unser heutiges Ziel ist Lake Havasu, knappe 300 km von Indian Wells entfernt. Wir verlassen Kalifornien und fahren nach Arizona. Ca. 200 km geht es durch die Wüste, fast alles geradeaus. Bei einem kurzen Halt kommen 2 kuriose Typen zu uns und berichten, dass sie einen Plattfuss hätten und keinen Handyempfang. Ob wir sie mitnehmen könnten in den nächsten Ort Parker. Der grosse Reifen vom Pick Up muss natürlich auch mit. Ok, der Reifen wird in die Garage gepackt und die Beiden setzten sich hinten ins WOMO. Bis Parker sind es 40 km und es liegt ja auf unserer Strecke. Dort halten wir an einer Reifen-Werkstatt und die zwei bedanken sich überschwänglich. Keine Ahnung wie sie wieder zurück zu ihrem Auto kommen. Wir fahren weiter bis zum Lake Havasu State Park und stellen das WOMO auf den reservierten Platz nahe am See. Wir wundern uns über die vielen ferngesteuerten Modellflugzeuge über unserem Platz. Wie wir erfahren, finden dieses Wochenende Meisterschaften statt. Oh je. Auch zum Schwimmen haben wir keine Lust denn es sind viele Motorboote unterwegs und es riecht nach Benzin. Also machen wir uns kurzerhand zu Fuss zur London Bridge auf, welche wir schon mal vor 6 Monaten besucht haben. Nach einem Besuch bei Burger King schleppen wir uns zurück zum WOMO. Es ist sehr heiss und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Da die Sanitäranlage relativ weit weg ist, duschen wir im WOMO. Danach wollen wir es uns noch gemütlich machen vor dem WOMO. Kaum sitzen wir draussen, werden wir von hunderten von Moskitos attackiert. Nichts wie rein aber an der Tür des WOMOS sind schon so viele Mücken, welche mit uns reinschlüpfen. Mit unserem elektronischen Mückenschläger machen wir Jagd und es zischt und stinkt auch dementsprechend nach verbrannt.

5. November

Hier wollen wir trotz Reservation nicht bleiben. Wir fahren früh los und erreichen gegen Mittag Seligman an der Route 66. Hier legen wir einen Halt ein und spazieren durch den Ort. Erinnerungen werden wach, denn vor 15 Jahren als wir mit der Harley hier waren, haben wir den Friseurladen von Angel besucht. Angel Delgadillo wurde in Seligman, Arizona geboren, einem kleinen Ort an der Route 66. In seiner Kindheit erlebte er noch die Durchreise hunderttausender Farmer aus Oklahoma und Arkansas.

Angel betrieb  jahrzehntelang den örtlichen Friseursalon, der zu einem Treffpunkt von Route-66-Enthusiasten aus der ganzen Welt wurde und heute vor allem als Andenkenladen und Anlaufpunkt für Touristen dient, die den kleinen Fiseurladen mit tausenden kleiner Andenken, wie Visitenkarten, Geldscheine, Postkarten und Nummernschildern aus aller Welt dekoriert haben. Über den alten Friseur Angel Delgadillo, der mittlerweile als "Schutzengel der Route 66" oder als "Vater der Mother Road" verehrt wird, wurden zahlreiche Artikel geschrieben. Wir erkundigen uns nach ihm und es wurde uns gesagt, dass es ihm gut geht und er im nächsten April 90 Jahre alt wird.

Wir fahren noch weiter bis Williams wo wir auf dem Canyon Motel und RV Park einen schönen Platz bekommen und das mal wieder zu moderaten Preisen. 36 US Dollar. Nach einem feinen Espresso marschieren wir nach Williams ca. 2 km wo wir uns in der Tourist Info erkundigen wann der Zug zum Grand Canyon fährt. Der Zug fährt ganzjährig - im Winter allerdings nicht mit der alten Dampflok, sondern mit einer Diesellok. Die Preise für die reine Zugfahrt (ohne Übernachten, Essen usw.) sind je nach gebuchter Klasse (insg. 5 verschiedene) und Jahreszeit verschieden, ein Erwachsener zahlt ab ca. 70 Dollar (die 1. Klasse kostet in der Hauptsaison 130 Dollar, der Luxury Parlor Car 190 Dollar).  Da der Zug "nur" bis zum Grand Canyon fährt und wir schon zwei mal im Canyon waren, ist es uns doch zu teuer. Wir sehen uns noch den Ort an und laufen dann z.T durch einen Wald zurück zum Campground. In der Nacht wird es sehr kalt (sollten noch einige Mücken überlebt haben, sind sie bestimmt erfroren). Am Morgen sind es im WOMO 7 und draussen minus 3 Grad. Was für ein Temperaturunterschied zu Lake Havasu.

6. November

Wir verlängern um eine Nacht und besuchen den Tierpark Bearizona. Man kann mit dem Auto durch den Park fahren, sollte es aber vermeiden, bei den Bären und Wölfen auszusteigen. Auf dem anschliessenden Fussgängerpfad können wir einige spezielle und lustige Tiere beobachten.

 

 

 

 

 

Und jetzt wird ein Besen gekauft!!!!