20. Januar

Heute muss mal dringend das WOMO gewaschen werde. In der Nähe eines Mc. Donald finden wir Waschboxen. Bei nur 7 Grad und einer kalten Biese schrubben wir das Fahrzeug. Unglaublich was da an Schmutz runterläuft. Ziemlich durchgefroren geht die Fahrt weiter bis Willcox. Unterwegs fängt es wieder an zu regnen (jedesmal wenn wir das Auto gewaschen haben!!!). Wir erreichen den Lifestyle RV Park kur nach dem Mittag und sind überrascht, einen beheizten Pool und ein Jacuzzi vorzufinden. Sofort die Badehose an und rein ins warme Wasser. Der Regen und de Wind werden stärker und es schüttelt uns in der Nacht richtig durch.

21. Januar

Heute erfahre ich, ob ich nun am 27. Januar ausreisen muss. Wir planen, die Grenze zuerst in Douglas, dann in Naco und falls es bei beiden nicht klappen sollte, noch nach Nogales zu fahren. Nach 115 km erreichen wir Douglas und stellen das WOMO kurz vor der Grenze ab. Zu Fuss geht es dann zur US Customs and Border Protection. Wir erklären den Zollbeamten unser Problem und die meinen, dass sie mir ohne Ausreise aus USA keinen Stempel für eine neue Einreise machen könnten. Aber es wäre kein Problem, zu Fuss auf der einen Seite über die mexikanische Grenze zu laufen und auf der anderen Seite wieder zurück in die USA. OK, wir laufen los und nach ca. 10 Minuten stehen wir wieder am Schalter. Fingerabrücke werden genommen, ein Foto gemacht, 6 Dollar bezahlt und ich bekomme wieder ein Visum für 180 Tage. Unglaublich. Ab heute kann ich wieder ruhig schlafen.

De Kreis schliesst sich und wir erreichen nach 10 Monaten wieder Tombstone wo die Reise mit Seabridge geendet hat. Wir stellen uns auf denselben Platz Wells Fargo. Der Wind ist immer noch sehr stark und zwischendurch gibt es sogar Graupelschauer.   

22. Januar

Die Nacht in Tombstone ist bitterkalt, wir befinden uns auf 1‘340 m Höhe. Gleich nach dem Frühstück fahren wir los und es geht höhenmässig nur noch runter und zwar bis auf 300 m. Dafür steigen die Temperaturen wieder auf 15 Grad. Leider bläst der Wind noch recht stark sodass wir nicht draussen sitzen können. 

23. Januar

Es gibt eine Unwetterwarnung mit Sturm und heftigen Regenfällen. Wir fahren früh los Richtung Kalifornien und der Himmel ist noch relativ blau. Heute gibt es an Landschaft einiges zu bestaunen. Riesige Felder, hohe Berge, Sanddünen und Kuhherden. Auch wettermässig ist einiges los. Von blauem Himmel über starke Bewölkung, Regen bis heftigen Wind. Aber auch einen fantastischen Regenbogen. Die Uhr wird nochmals eine Stunde zurück gestellt. Dies bleibt aber für die nächsten 4 Wochen dann so. Ein Blick aufs Navi zeigt uns, dass wir uns über 60 m unter dem Meeresspiegel befinden. Nach dem Mittag erreichen wir den Fountain of Youth RV Park. Er liegt total abgelegen in der Nähe des Salton Sea. Wir staunen nicht schlecht denn beim Einchecken sehen wir, dass es hier Platz für 1‘000 WOMO’S hat.

24. Januar

Wegen der Zeitumstellung sind wir wieder sehr früh wach. Da heute wieder mal eine grössere Wanderung geplant ist, fahren wir bereits um 7.30 Uhr los. Wir fahren am Salton Sea entlang mir Blick auf Schneeberge und erreichen nach etwas über 100 km den Anza Borrego State Park. Nach einem kurzen Besuch im Visitor Center geht's zum Parkplatz wo der Borrego Palm Canyon Trail beginnt. Bei der Einfahrt sagt man uns schon, dass nach den hefigen Regenfällen Umleitungen sind. Wir laufen über Stock und Stein und nach ca. 45 Minuten sehen wir auch die Palmenansammlung. leider sind wir 3 - 4 Wochen zu früh hier, denn ab Mitte Februar bis Ende März soll hier alles blühen. Wir überqueren auf einem Baumstamm den Fluss und laufen auf der anderen Seite wieder ins Tal. Auf dem Weg sehen wir viele Palmstämme welche im Jahr 2004 durch eine "Flash Flood" ins Tal geschwemmt wurden. Im Tal müssen wir nochmals über das Wasser (ohne Brücke oder Stamm) und es gibt nasse Füsse.

Danach fahren wir über einen Pass auf 1'300 m und kommen nicht mehr aus dem staunen heraus. Links und rechts der Strasse liegt Schnee und es ist gerade mal 3 Grad warm. Und das 80 km von San Diego entfernt.